Nasenscheidewand OP sinnvoll? HILFE :(

    • (1) 14.01.16 - 22:32

      Guten Abend zusammen,

      ich habe folgende Frage: Ich habe schon seit vielen Jahren große Probleme mit der Nasenatmung. Wenn ich sitze bekomme ich einigermaßen Luft aber sobald ich liege, rennen oder mich anderweitig betätige, geht die Nase so zu, dass ich dauerhaft durch den Mund atmen muss. Nachts schlafe ich offensichtlich auch mit offenem Mund, sodass ich morgens mit einem trockenen Mund, ekligem Geschmack und eingerissenen Lippen aufwache. Tagsüber ähnlich: mein Mund ist immer trocken, ich habe oft Halsweh etc.

      Mein HNO hatte damals eine verkrümmte Nasenscheidewand + vergrößerte Nasenmuscheln festgestellt und mir auf meinen Wunsch zu verschiedenen konservativen Mitteln geraten: Nasenspray, Nasonex (kortisonhaltiges Spray), Nasenöl, Nasendusche etc. Nichts brachte dauerhaften Erfolg, deshalb hat er mir nun zu einer OP (Korrektur der Nasenscheidewand + Verkleinerung der Nasenmuscheln) geraten.

      Was ich mich frage (und ihn leider erst in 2 Wochen fragen kann, da er aktuell Urlaub hat): Wenn ich Nasenspray nehme (was ich ganz selten mache, weil ich vor vielen Jahren mal abhängig war), wird meine Nase wunderbar frei (logisch). Macht es dann überhaupt Sinn, die Nasenscheidewand zu begradigen? Deutet das nicht eher darauf hin, dass die Nasenmuscheln das Problem sind? Müsste ich nicht trotz Nasenspray schlechter Luft bekommen, wenn die Nasenscheidewand das Hauptproblem wäre? :-(

      Ich bin dankbar für alle Antworten, Erfahrungen und Meinungen!

      #winke

      • Hallo,

        ich habe meine Nasenscheidewand begradigen lassen aber ich hatte chronische Nasennebenhölenentzündung mit mindestens 3 x im Jahr mit Anitibiotika und die restliche Zeit immer knapp dran vorbei. Also ich war dauer Krank.

        Wurde denn ein gescheites Röntgenbild oder ein CT bzw. MRT des Schädels gemacht? So das man das ganz genau erkennen kann?

        Da Nasenspray Gift für die Nase ist (macht die Nasenschleimhaut kaputt) würde ich mir das wirklich überlegen. Aber es wäre halt mal gut das genau zu wissen vom Bild her. Die Scheidewand und die Muscheln sind meist beide das Problem.

        Ich würde aber wirklich die Op nur machen wenn der Gesundheitszustand auch dementsprechend schlecht ist. Ich kam in dem Jahr vor der Op von Anitibiotika nicht mehr weg.

        Aber was wichtig ist die richtige Pflege der Nase und da ist Nasendusche und ab und zu Pflegecreme oder ein Öl wichtig. Gerade die Dusche musst du wirklich regelmäßig anwenden um überhaupt besserung zu bemerken. Die bringt nix nur im akutfall anzuwenden.

        Ich bin seit der Op eigentlich nie mehr so schlimm an ner Nasennebenhölenentzündung erkrankt das Ab nötig war. Dafür hatte ich dann die "lustigesten" anderen Erkrankungen.

        • Hallo baerchie,

          vielen Dank für deine Antwort! Ein MRT bzw. CT oder Röntgenbild wurde gar nicht gemacht. Mein HNO meinte, dass man die Schiefe der Nasenscheidewand bei mir schon mit einem Blick in die Nase erkennen würde (er hat mit diesem Mikroskop reingeschaut). Wundert mich ehrlich gesagt schon etwas..

          Ich nehme überhaupt kein Nasenspray mehr und schlafe stattdessen mit offenem Mund (was dann wieder zu Halsschmerzen, einer eingerissenen Zunge etc. führt).

          Tja, das mit dem Gesundheitszustand ist so ne Sache: Schlecht geht es mir ansich nicht und ich könnte auch theoretisch damit leben. Auf der anderen Seite wäre es so schön, beim Sport nicht immer durch den Mund atmen zu müssen, weniger Halsschmerzen zu haben, keine blutenden Zunge oder Lippen mehr etc.

          Ein anderer HNO hatte mir angeboten, erst einmal mittels Laser die Nasenmuscheln zu verkleinern. Allerdings sagte er auch, dass diese normalerweise immer wieder nachwachsen und ich in einiger Zeit dann wieder vor demselben Problem stehe..

          Die Nasendusche wende ich seit 1 Jahr regelmäßig an und es ist auch schon besser geworden - aber eben längst nicht "gut".

          • Hallo,

            so einen Deppen hatte ich auch. Der wollte mich im zarten alter von 4 Jahren schon operieren ohne genaues Bild weil man das ja so schon sieht... Ja man kam mit dem Endoskop (das wars bei dir wahrscheinlich) auch nicht auf einer Seite bei mir in die Nase aber das allein ist zu ungenau vor allem wenn es auch um die Nasenmuscheln geht.

            Ist halt die Frage wie sehr du darunter leidest und wie oft du damit zum HNO gehst... Sonst stellen die Krankenkassen sich gerne mal quer.

            Stimmt die Muscheln können nachwachsen (auch wenn das per OP gemacht wird) müssen aber nicht.

            Ich würde dir raten hole die eine Weitere Meinung dazu ein und bestehe darauf das vom Kopf genaue Aufnahmen gemacht werden um überhaupt zu wissen was das Problem ist. Vielleicht wirst du mal in einer Klinik mit HNO Abteilung vorstellig.

            • Danke für den Tipp, dann werde ich mir nochmal einen Termin in der nächstgelegenen Uniklinik machen und dort auf ein CT bestehen.

              Was meinst du damit: "Ist halt die Frage wie sehr du darunter leidest und wie oft du damit zum HNO gehst... Sonst stellen die Krankenkassen sich gerne mal quer"?
              Je öfter ich damit zum HNO gehe, desto eher zahlen die KK? Oder andersherum? Macht es dabei einen Unterschied, dass ich privat versichert bin?

              Danke auf jeden Fall für die Antwort :)

              • Ich kann nur von der Gesetzlichen jetzt sprechen. Je öfter man wegen sowas zum Doc geht desto eher zahlen die die Op bzw. stellen die sich nicht quer und wollen dann nicht zahlen.

                Wenn du privat bist würde ich mal genauer bei deiner nachfragen inwieweit die sowas zahlen.

      Hallo,

      ich hab eine umfassende Op vor 17 Jahren hinter mir, da meine Mutter mir jahrelang Nasenspray gab.

      Bei mir wurde die Nasenscheidewand begradigt, der Nasensteg unten etwas verschmälert. Nasenmuscheln verkleinert/-größert(?), sowie ein Kieferhölenfenster "errichtet".

      Es hat den Allgemeinzustand natürlich verbessert, das aber nur suboptimal. Die Nasenscheidewand ist krummer als je zuvor, sodass die Nasenseite, wo auch ausgerechnet nicht das Fenster ist, fast immer nachts dicht ist. Zusätzlich neige ich zu Verkrustungen an der Nasenscheidewand (borkige Unitis oder so ähnlich). Ein anderer HNO sagte mal, mit dem Befund hätte man die Begradigung gar nicht gemacht. Auch das einseitige Fenster empfinde ich als nachteilig, beidseits wär besser gewesen.

      Was mir aber wirklich hilft:

      Ich reinige mit meinem Wasserstaubsauger regelmäßig (mind zweimal mtl.) meine Matratze und auch Kissen und Decke. Obwohl ich eig kein Allergiker bin, entlastet das erheblich die Schleimhäute. Dann habe ich einen Raumlufterfrischer, den ich abends (in der Heizperiode) mit Salzwasser und ggf Eukalyptus laufen lasse.

      Nasenspülungen mache ich auch oft und wenn meine Nasenscheidewand wieder sehr borkig ist, schmiere ich auch mal fettige Cremes hinein. Das alles hilft ungemein.

      Die OP war auch echt nicht ohne, obwohl ich noch Teenager war. Also ich würde erst die Alternativen testen.

      Gute Besserung

      Huhu,

      mein Mann hat die OP ambulant machen lassen. Die ersten 6 Wochen waren hart aber er sagt er würde es immer wieder machen lassen. Nase frei, keine Nebenhöhlenentzündungen mehr.

      LG

      Hallo,

      Ich denke das musst du genau mit deinem HNO Arzt besprechen. Ich hab nach genauer Beratubg von meinem die Op vor 7 Jahren machen lassen und würde es nie wieder tun.

      Bis alles komplett abgeheilt War dauerte es gut ein Jahr und nur ganz kurze Zeit später fingen die Probleme wieder.

      Ich hab genau soviele Probleme mit der Nasenatmung wie immer und brauchte 2015 insgesamt 6x Antibiotika wegen Nebenhöhlenentzündungen.

      Bei mir hat es nichts gebracht, aber laut Meinem Arzt ist die Op nur bei 35-45% der Patienten dauerhaft wirksam. Andererseits hätte ich die Op nicht gemacht würde ich nun auch nicht wissen ob es nicht evtl doch geholfen hätte.

      Rede mit deinem HNO , er kann dir am Besten sagen ob eine Op dir was bringen kann oder eher nicht.

      Lg

      Ich bin vor einigen Jahren zum HNO weil ich Nachts ständig so einen Trockenen Husten hatte und meine Nase ab und an dicht obwohl ich keinen Schnupfen hatte. Meine das es zum Herbst anfangen hatte. Meine Nasenscheidewand ist quasi ein S und meine Polypen sind zu groß.

      Ich bin Allergikerin. Sie meinte die einzige dauerlösung wäre da die Nasenscheidewand zu beradigen und und die Polypen zu verkleinern/entfernen. Die wachsen allerdings wieder nach.

      Als kleines Kind habe ich schonmal die Polypen raus bekommen.

      Ich habe von ihr Nasenspray mit Kortison bekommen. Ich sollte es 14 Tage a 2 mal täglich Benutzen.

      Mit der Op sollte ich mir das überlegen. Für mich war allerdings klar das ich es nicht mache so lange es ohne geht.
      Das Nasenspray habe ich 5 Tage Benutzt seid dem nicht mehr.
      Ich habe herausgefunden was mir hilft.

      Eine Bekannte die ihre Nase Operieren lassen hat würde es nicht wieder machen lassen

      • Hallo Goldlocke,

        meine Polypen sind schon draußen, seit ich klein bin. Allergien konnten bei mir komplett ausgeschlossen werden.

        Nasenspray mit Kortison habe ich auch schon eine ganze Zeit lang versucht (Nasonex hieß das). Zuerst hat es etwas geholfen, danach dann aber gar nicht mehr.

        Darf ich fragen, warum deine Bekannte diesen Eingriff nicht mehr machen lassen würde? Und ging es bei ihr "nur" um die Nasenscheidewand, oder war es eine "richtige" Nasen OP (mit Nase brechen, Höcker wegmachen etc.)?

        LG :)

        • Hey,
          gefühlt hat das Nasenspray mit Kortison nix gebracht. Es hieß aber bei mir anders.

          Sie hat die Nasenscheidewand richten lassen und noch irgendwas wurde verkleinert. Der Heilungsprozess verlief bei ihr nicht wie gewünscht und sie hatte lange starke Schmerzen und immer wieder kleine Blutungen.

          Im Vergleich zu vor der Op bekommt sie minimal besser Luft

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