Steife Finger, Schmerzen, Schwellung (lang)

    • (1) 21.02.16 - 17:13

      Hallo liebe Urbianer,

      ich bin heute hier um von meiner Großmutter zu erzählen. Vielleicht hat ja irgendjemand etwas ähnliches erlebt oder kennt jemanden, der jemanden kennt, der so etwas hatte.

      Meine Oma ist 86 Jahre alt. Mitte Januar klagte sie das erste Mal über Steifheit des Daumens, des Zeigefingers und des Mittelfingers ihrer rechten Hand. Nicht komplett steif, aber schon eingeschränkt in ihrer Bewegung. Dazu kam dann innerhalb weniger Tage eine Art Kribbeln, als wären die Finger eingeschlafen und die Fingerspitzen schwollen so an, dass sie das Gefühl hatte, die Haut würde aufplatzen.
      Im Laufe der nächsten Woche wurden die Schmerzen stärker und weiteten sich auf die anderen Finger und auf den Arm bis zum Ellenbogen aus.
      Und DANN fing es auch so langsam in der linken Hand an. Das war der Zeitpunkt, an dem ich mir das nicht mehr untätig ansehen konnte und schleppte sie in die Notaufnahme.
      Dort wurde uns dann mitgeteilt, es wäre wohl nur eine Sehnenscheidenentzündung. Ihr wurde ein Voltaren-Verband angelegt und mit Brief wurden wir nach Hause geschickt. Das war an einem Freitag. Das ganze Wochenende über habe ich ihr den Verband erneuert und auf Besserung gehofft, aber es tat sich nichts.
      Also am Montag ohne Termin zum Orthopäden. Dort Verdacht auf Capartunnelsyndom und Überweisung zum Neurologen. Termin erst danach die Woche Mittwoch.
      In den 10 Tagen bis dahin wurde es immer schlimmer. Sie war (und ist) nicht in der Lage, sich was zu Essen zu machen oder sich anzuziehen. Lief den ganzen Tag nur im Bademantel rum.
      Beim Neurologen wurde nach mehreren Untersuchungen (wohl mit Strom...?) tatsächlich ein Capartunnelsyndrom diagnostiziert, allerding nur in der linken Hand, was wir nicht so recht glauben können. Natürlich wollen wir nicht die Kompetenz des Arztes in Frage stellen, aber ihre rechte Hand ist viel schlimmer, als die linke. Mit links kann sie wenigstens noch eine Tasse halten oder so gerade eben ein Brot schmieren, mit rechts kann sie gar nichts machen.
      Der Neurologe hat uns jetzt zum Radiologen geschickt, weil er vermutet, dass irgendwas mit ihren Halswirbeln nicht stimmt. Der Termin ist nächste Woche und ich hoffe sehr, dass dann endlich was festgestellt wird und sie behandelt werden kann.
      Bis dahin dachte ich, ich frage mal hier nach, ob irgendjemand eine Idee hat, was sie haben könnte.

      Dieses Gefühl, seine Oma, die alleine lebt, so hilflos zu sehen, ist wirklich sehr schlimm.

      Ich möchte doch einfach nur, dass es ihr bald wieder besser geht und ich mir nicht mehr in jeder einzelnen Sekunde Sorgen machen muss. :(

      Danke schon mal und einen schönen Abend noch,

      Domi

      • Ist das Gelenk denn geschwollen und dick? Dann könnte es Rheuma oder Gicht sein. Ich würde als erste Maßnahme Voltaren Kapseln (und Magenschutz) nehmen. Das kann man problemlos mehrere Wochen mit Magenschutz machen (wenn ärztlicherseits nichts dagegen spricht). Unter der Behandlung sollte es schnell besser werden.

        Hi Domi,
        es könnte evtl. wie schon jemand schrieb, Rheuma oder Gicht sein.

        Deine Oma sollte mal sofort alles an Fleisch und Wurst meiden. Trinkt sie vielleicht auch Kaffee/Tee/Säfte/Limos mit Süßstoff drin? Dann lieber mit Honig süßen, oder echten Saft, 100%, besorgen.

        Es kann schon besser werden, wenn man eine Tiereiweißfreie Ernährung einhält.

        Butter statt Margarine und viel Gemüse und Obst.

        Alles Gute
        Claudia

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