Hodenentzündung Kindergartenkind

    • (1) 13.03.16 - 12:43

      Hallo an alle,

      mein 4-jähriger Sohn hat heute Nacht Hodenschmerzen bekommen. Heute früh hab ich gesehen, dass der linke Hoden gerötet und geschwollen ist. Wir sind dann ins Krankenhaus.

      Die Kinderärztin vermutete nach dem Ultraschall eine Entzündung, konnte eine torsion aber nicht komplett ausschließen und wir warteten dann noch auf den Urologen. Der sagte, er hätte eine nebenhodenentzündung, was bei Kindern sehr selten sei. Was die Ursache sein könnte, weiß man nicht. Allerdings hatte er auch gerade Scharlach und auch auf das Antibiotikum reagiert.

      Ich soll ihm nurofen geben und abwarten, ob es von alleine abheilt.

      Kennt ihr das von euren Kindern? Wie lange dauert es, bis es verheilt? Ich denke ich gehe morgen oder übermorgen trotzdem nochmal zum Arzt, wenn es nicht besser wird .. Es ist wirklich schmerzhaft für ihn.

      Viele Grüße,

      patsche

      Die Therapie wundert mich.

      Bei genau der selben Diagnose musste mein Sohn (jetzt 7, da noch 6) vor wenigen Wochen stationär bleiben und hat Antibiotika intravenös bekommen. Der Arzt meinte " Sie wollen ja schließlich mal Enkel, wir wollen ja nicht das die Samenleiter verkleben".
      Klar, war doof die 3 Tage im KH aber mit Blick auf die möglichen Spätfolgen (eine TESE ist kein Spaß, von Kosten und Erfolgsaussicheten mal abgesehen) habe ich gar nicht weiter diskutiert. Ok, wir sind da auch vorbelastet, haben selber Hilfe gebraucht um Kinder bekommen zu können.

      Auch im KH sagte der Arzt man wisse nicht genau was der Grund ist. Man vermute das es von an sich unschädlichen Keimen ausgelöst würde die unter der Vorhaut sitzen (immer) wenn die über Harnröhre und Samenleiter in den Nebenhoden wandern. Aber warum das manchmal passiert weiß auch keiner. Wahrscheinlich wie manche Mädels und Frauen alle Nase lang Blaseninfekte bekommen und andere nie einfach Pech.
      Bei meinem Sohn wurde es schon nach der 1. Gabe Antibiotika besser (abends bekommen, dann geschlafen, morgens war es schon viel weniger geschwollen, er konnte fast normal gehen und nicht mehr wie John Wayne). Und es konnte kein ungewöhnlicher Keim gefunden werden..

      • Ach so, und bei Nebenhodenentzündung gibt man andere Antibiotika. Bei Scharlach gibt man ja Penicillin oder penicillinähnliche Antibiosen. Die vertragen viele nicht, bekommen Ausschlag.
        Ich weiß aber nicht mehr was er bekommen hat.

        Danke für deinen Beitrag. Ich bin tatsächlich noch am selben Abend ein zweites Mal mit ihm in ein anderes Krankenhaus gefahren, weil mir das nicht geheuer war. Seit Sonntag ist er nun stationär dort und bekommt Antibiotika intravenös. Genau wie bei euch. Operieren müssen sie nicht, das stand im Raum. Er muss mindestens drei Tage bleiben. Es wird gekühlt und kontrolliert, es muss strikte Bettruhe einhalten.

        Ärgere mich sehr über das erste Krankenhaus. Es ist bis zum Abend noch viel mehr angeschwollen und tut ja auch sau weh. Aber gestern war es nach einem Tag Antibiotikum schon viel besser.

        • Ach herrje, das arme Kerlchen. Gut, dass Du dran geblieben bist. Das wäre mir auch nicht geheuer gewesen.
          Über das erste Krankenhaus würde ich mich aber sowas von beschweren. Am besten beim Verwaltungsdirektor plus Chefarzt. Damit habe ich die besten Erfahrungen gemacht.
          Sowas darf einfach nicht passieren.
          Gute Besserung dem kleinen Mann.
          LG Moni

          • Ich dachte mir dann so im Laufe des Nachmittags: hätten die im Krankenhaus nicht eine Urinprobe machen sollen? Ein Antibiotikum aufschreiben? Daher dann erstmal der Beitrag hier. Meine Schwester ist Krankenschwester und meinte dann auch, sie findet das alles sehr seltsam. Sind dann um 19 Uhr in das andere Krankenhaus ... Morgen darf er aber wieder heim, es geht schon viel besser. Aber ich zweifle daran, dass es ohne Antibiotikum weggegangen wäre. Im jetzigen Krankenhaus meinten sie, die Entzündung ist schon fortgeschritten. Einfach unnötig! Und schmerzhaft.

            Ich war am Abend total unsicher, weil ich mir dachte: da haben zwei Ärzte im Krankenhaus drauf geschaut. Die werden das schon wissen .. Und es fühlte sich falsch an, ihm Schmerzmittel zu geben und dann vielleicht nicht zu bemerken, ob es nicht doch schlimmer wird ... Weil er es unter den Schmerzmitteln nicht so spürt.

        Ja, wir mussten auch 3 Tage bleiben. Jeden Tag Ultraschall. Und Bettruhe......was hat das Kind sich über viel TV und Nintendo gefreut.

        Ich fand das erstaunlich. Hier zu Hause kaum geschwollen. Aber Hoden tut weh, kann ja auch mal eine Hodenverdrehung sein und das wäre ein Notfall. Deshalb bin ich direkt zum Arzt. Der meinte "Nee, lieber Kinderklinik!" und da "Oh, das war aber eben noch nicht so dick, höchstens die Hälfte"......aber nach dem AB konnte man fast genau so wieder gucken wie es besser wurde. Wie gesagt, spät abends das erste AB bekommen, dann haben wir geschlafen und am nächsten morgen meinte er "Tut schon fast gar nicht mehr weh" und die Schwellung war fast weg.

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