Wie hättet ihr gehandelt? (Betrifft Zecken)

    • (1) 07.04.16 - 17:35

      Hallo,

      Stellt euch folgende Situation vor:

      kind (5 J) läuft ganze 2 Tage mit einem schwarzen Punkt rum, der erst nach 2 Tagen als Zecke identifiziert wird. Kind ist zwar gegen FSME geimpft, wohnt aber in einem Borreliose-gefährdetem Gebiet.
      Es ist Wochenende, aber es ist noch eine unangebrochene Flasche Antibiotika im Haus, welches bei Borreliose geeignet ist.

      Mit einschicken meine ich in ein Labor, welches für ca 25 € untersucht, ob die Zecke Überträger von Borreliose ist.

      Danke für eure Meinung,

      Simone

      Reaktion auf Zeckenbiss in gefährdetem Gebiet

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      • Hallo,

        ich hatte das Aktuell ( also Zecke) im Januar bei meinem Sohn ( 3 Jahre) gehabt.

        Ich würde sagen, wenn man die Zecke selber raus machen kann, dann würde ich das tun. Bei meinem Sohn hat es mein Vater gemacht. Durch unseren Hund kann er das , ich trau mich das ja nicht ;) Habe am nächsten Tag Kinderarzt angerufen und die haben mir gesagt beobachten und wenn was verdächtiges ist, sollten wir vorbei kommen. Auch sollte man da, wo die Zecke ist mit kugelschreiber einkreisen, damit man die stelle genau weis.

        Mir sagte man, das man nach 6-8 Wochen einen Bluttest machen soll ( bei uns war alles in Ordnung) . Aber ich habe auch gehört, das die Borreliose auch nach 20 jahren auftreten kann. Ob das stimmt weis ich nicht.

        Naja einfach so antibiotiker würde ich jetzt nicht geben, zumal sie nach anbruch auch nur 14 Tage haltbar ist. Zu Not würde ich dann eher ins KH fahren oder dort mal anrufen.

        Das Wichtigste ist ja auch, das der Kopf dran ist, wenn sie draussen ist.

        lg

        Hallo,

        soweit ich weiß, gibt es Risikogebiete für FSME, aber keine besonderen für Borreliose - die kannst du dir überall bei einem Zeckenbiss holen.

        Du solltest die Stelle beobachten und schauen, dass dort keine Veränderungen auftreten. Ebenso solltest du im Hinterkopf haben, dass es mal einen Zeckenbiss gab, wenn das Kind irgendwelche undefinierbaren Krankheitssymptome zeigt.
        Ansonsten: Ruhig bleiben!

        Auf gar keinen Fall würde ich "auf Verdacht" Antibiotika geben - das ist völlig übertrieben!

        Wir wohnen direkt am Waldrand und mein Sohn war immer viel draußen. Im Kindergartenalter gab es im Sommer fast keinen Tag, an dem er keine Zecken hatte! Ich habe die Dinger rausgemacht (darin bin ich inzwischen Experte ;-)!) und gut war es. Sein Rekord lag bei 14 (!) Zecken an einem Abend.... da war er in ein Nest geraten.
        Wenn ich da jede Zecke hätte einschicken wollen, wäre ich arm geworden.

        Gruß, Lena

        Hallo,

        geht das schon wieder los mit den Viechern? #schock
        Ich entferne Zecken sobald ich sie entdecke und beobachte die Stelle die Tage darauf. Wir wohnen in gefährdetem Gebiet und ich muß erwähnen: Ich und meine Kinder haben seit jeher immer wieder Zecken, mein Mann weniger. Das war bei mir schon so, als ich noch selber Kind war. Gerade in den letzten Jahren war glaub ich kein Sommer dabei, wo ich nicht mindestens einmal von einer Zecke angefallen wurde - und auch meine Kinder hatten teilweise wirklich schon mehr als eine im Jahr.

        Also Antibiotika auf Verdacht schließe ich da absolut aus.

        Ich gehe was Zeckenbefall angeht sehr wachsam mit meinem Körper um und das habe ich in dieser Beziehung auch den Kindern beigebracht!
        IN Panik verfalle ich deswegen nicht.

        LG

      • (5) 08.04.16 - 01:50

        Ich bin da auch schon in wilden Aktionismus verfallen! :-)

        Das Einschicken von Zecken bringt recht wenig. Die Zecken sind bei Ankunft im Labor meist schon so vertrocknet, dass man die Erreger häufig nicht nachweisen kann, obwohl die Zecke Träger von Borrelien war.

        Auch wenn die Zecke Träger von Borrelien war, heißt das noch lange nicht, dass diese auf dein Kind übertragen wurden.

        Auch die Borrelien übertragen wurden, heißt das noch lange nicht, dass dein Kind an Borreliose erkrankt. Bei vielen Menschen bekämpft das Immunsystem erfolgreich den Erreger. Da braucht es kein Antibiotika.

        Vorsorglich sollte man das Antibiotika sowieso nicht geben, da es kontraproduktiv ist.

        Mit Antibiotika behandelt man nur eine akute Infektion, die sich (in der Regel) durch Symptome äußert.

        ...so habe ich das damals in meinem schlauen Zeckenbuch nachgelesen... :-D

        Grüße
        Matea

        Hallo,

        ich meine auch,dass es bei FSME ein Risikogebiet gibt, Borreliose aber quasi überall übertragen werden kann.

        Bei mir war es so, dass ich über einen Zeitraum von einem halben Jahr Antibiose iv bekommen habe, alle drei Wochen, hat wohl etwas mit der zyklischen Entwicklung und Teilung der Borrelien im Körper zu tun.

        Die "Viecher" sind wohl nur in ganz bestimmten Phasen angreifbar...von daher bringt eine prophylaktische Gabe da gar nichts, höchstens durch Zufall ????

        Ich hatte starke Symptome und der Bluttest hat es damals bestätigt.

        Bei mir hing das Mistvieh am Schienbein, ich habe es mit Zeckenkarte selbst entfernt, bin dann zum Doc, der hat dann einen Kreis drum gemalt den ich beobachten sollte ( Rötung...)

        Die Rötung kam und breitete sich aus, also Bluttest, dann erste Gabe, drei Wochen später nächste Gabe.

        Dann traten Gelenkschwellungen usw auf, nochmal Bluttest, immer noch, also zyklische Antibiose usw.

        So wars bei mir, und ist knapp 10J.her.

        Ob das heute, oder überhaupt immer noch so gemacht wird - keine Ahnung....

        Alles Gute,
        Lulu :-)

      • (7) 08.04.16 - 08:29

        Hallo,

        auf keinen Fall würde ich eigenmächtig eine Antibiose durchführen.
        Wende Dich doch lieber an einen Arzt als an ein Forum, um die richtige Vorgehensweise zu erfahren. Die Zecke kannst du ja mitnehmen. Sollte es sich um einen akuten Vorfall handeln, kannst Du heute noch zu einem Arzt gehen. In dem von dir hypotetisch klingenden Fall hätte ich die Zecke aufgehoben (Becher o.ä.) und wäre am Montag zum Arzt gegangen oder, wenn ich sie nicht selbst rausbekommen hätte, zu einem Bereitschaftsarzt schon am WE.

        LG

        a79

        Du hast ja schon viele hilfreiche Tipps bekommen.

        Meine Mutter zieht Zecken regelrecht an, wenn sie kurz in den Garten geht, krabbelt schon irgendwo einer. Vor ein paar Jahren, bildete sich ein roter Kreis um einen Zeckenbiss und im Bluttest wurden dann die nervigen Erreger festgestellt. Sie musste ein paar Wochen Anitbiotika nehmen und alles ist seitdem gut.

        Ich würde auch abwarten und genau beobachten. Dann zum Arzt und der muss dann entscheiden, welche Medikamente.

        Noch ein kleiner Anhang, der jetzt nichts mit deinem Fall zu tun hat: Wir haben eine Schildkröte, die den ganzen Tag (im Sommer) frei im Garten unter den Büschen rumstreift und die hatte noch nie in ihren 18 Jahren eine Zecke. Denke, es liegt daran, dass die Tiere eben keine eigene Körperwärme produzieren. Aber sowas wäre doch toll!

        Alles Gute euch

        Zecke entfernen
        Bissstelle mit Edding umkreisen, Stelle beobachten

        Fertig aus

        Nie würde ich auf Verdacht Antibiotikum eigenmächtig verabreichen.

        Hallo
        Wir wohnen im FSME Risiko Gebiet, meine Tochter hatte gestern übrigens ihre erste Zecke!

        Ganz klar immer Möglichkeit A!
        Alles andere finde ich dermaßen übertrieben

        Und bitte, prophylaktisch Antibiotika geben geht echt gar nicht #aerger
        Borreliose gibt es übrigens in ganz Deutschland, hier kann man nicht von Risiko Gebieten sprechen

        LG Silke

        Hallo,

        ich würde die Zecke entfernen (oder entfernen lassen, sofern ich es nicht kann) und beobachten.

        Ich würde nie und nimmer ein AB auf Verdacht verabreichen, das noch nicht einmal dem Kind verschrieben wurde.

        GLG

        1. Geb ich kein AB ohne ärztliche Verordnung.
        2. Wäre es konsequent und logisch, die zecke einzuschicken.

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