Gebärmutterentfernung und Belastungsinkontinez

    • (1) 12.04.16 - 07:21

      Hallo in die Runde ,
      vielleicht könnt ihr mir Tipps oder auch eigene Erfahrungen schreiben um meine Entscheidung besser zu fällen.
      Ich habe seit 1,5 Jahren eine Belsatungsinkontinenz,die mich zum Glück und zur Zeit nur beim Joggen und starken Belsatungen Kummer bereitet. Ärzte sind sich nicht einig,ob es vielleciht auch von meinem Bandscheibenvorfall kommen könnte.....
      Aber nun zu meiner ursprünglichen Frage.
      Da ich ständig Myome und Zysten bekomme,die mit starken Schmerzen verbunden sind,hat mir meine Frauenärztin gesagt,dass ich mir die Gebärmutter und Eierstöcke entfernen lassen könnte.
      Im laufe des Nachdenkens,habe ich mir die Frage gestellt, ob dann meine Belastungsinkontinenz schlimmer werden könnte,da ja nichts mehr da ist ,wasdie Blase eventuell halten könnte....
      Das sind so Vorstellungen die man hat ,wenn man kein Mediziner ist ;-)

      Meinen nächsten FA Termin habe ich erst im Juni ,daher würde ich mich über eure Erfahrungsaustausch freuen.
      Ich danke euch herzlich

      LG
      Nadine

      Du bist keine 40, da würde ich mir die Eierstockentfernung 3x überlegen. Das heißt dann entweder Hormone schlucken oder schlagartig voll in die Wechseljahre kommen. Frühe Wechseljahre und Hormonmangel kann langfristig auch Folgen haben (Osteoporose, Psyche....)
      Und eine reine Entfernung der Gebärmutter nutzt nichts gegen Belastungsinkontinenz. Da ist der Beckenboden dran schuld der alles nicht mehr so ganz da hält wo es hin soll. 2 Schwangerschaften, vielleicht eh nicht so super Bindegewebe, evtl zu wenig Beckenbodentraining....da kann das auch unter 40 passieren (und der Hormonmangel durch Eierstockentfernung würde das Bindegewebe eher noch schwächer machen!). Heißt um die Inkontinenz zu beheben müsste die Blase angehoben werden, der Beckenboden gestrafft, evtl noch eine Vaginalplastik gemacht werden je nach dem wie schwach der Beckenboden ist.....einfach mal raus damit und dann Ruhe haben ist da sicher nicht.

      Oder aber wenn die Bandscheibe schuld ist, dann wird wohl bei Belastung vielleicht irgend ein Nerv gereizt/geklemmt der dir die Blasenkontrolle raubt. Da nutzt dir auch eine Entfernung irgendwelcher Organe nicht.

      Hast du gegen die Myome und Zysten schon anderes versucht? Oder ist ausräumen die einzige Therapie die dein Gyn dir vorschlägt, dann solltest du dir einen anderen suchen!

      Mein Tipp: Wende dich an ein Inkontinenzzentrum oder ein Beckenbodenzentrum.

      Ich habe leider eine starke Scheidensenkung und auch die Blase und Gebärmutter sitzen nicht mehr so, wie sie sollten. Bei mir wird dann wohl auch nur eine OP helfen. Die Blase wird angehoben, die Gebärmutter kommt dann raus. Und in der Scheide wird es wohl eine Art "Hautstraffung" sein. Aber erst wenn ich 40 bin, vorher traue ich mich nicht.

      An Deiner Stelle würde ich die Eierstöcke drin lassen. Damit Du nicht plötzlich in den Wechseljahren bist!

    Uij, die Eierstöcke sollen auch raus? "Nur" weil Du Zysten hast? Puh, das sollte echt gut überlegt sein, und da würde ich mir eine zweite Meinung einholen.

    Wenn die Gb entfernt ist, hast Du eine große Lücke im Bauchraum. Die übrigen Organe suchen sich dann passend ihre neue Position. Ganz oft ist eine Nebenwirkung, die auftreten kann, Inkontinenz, da sich die Blase weiter senken kann (oder sich vorwölbt). Wenn Du jetzt schon Inkontinenzprobleme hast, wird es durch die Entfernung der GB bestimmt nicht besser.

    Ich weiß aber, dass man oft auch eine "Straffung" des Bauchnetzes vornehmen kann, wenn Du jetzt bereits Probleme hast. Dies würde dann im Zuge der Entfernung mitgemacht werden. Da solltest Du unbedingt noch einmal ausführlich mit Deinem Gyn drüber sprechen.

    Hallo, wo hast du denn den Bandscheibenvorfall? Ich würde mir da noch eine andere Meinung eines Neurochirurgen einholen. LG

    • Darf ich ma grade reingrätschen und fragen, ob du gute Erfahrungen mit einem Neurochirurgen und Bandscheibenvorfall gemacht hast?

      Ich habe da nämlich einen Fall in der engen Familie, der sich seit 1,5 Jahren kaum bewegt hat und mittlerweile sehr sehr eingeschränkt im Alltag ist..

      Wenn du dich da sehr gut auskennst, schilder ich dir den Fall mal per PN, die vielen Informationen möchte ich nicht öffentlich posten..

      LG und danke

      • Hallo,

        keine Ahnung, ich bin kein Arzt und schildere halt immer meine eigenen Erfahrungen.

        Meine angeblich psychisch bedingte Reizblase war nach einer Bandscheibenoperation verschwunden.

        Wenn ich wieder Schmerzen habe, renne ich dauernd aufs Klo, es hängt sicher damit zusammen.

        LW4/5 war die OP. Am wichtigsten bei einem Bandscheinenvorfall ist Gymnastik und in Bewegung bleiben. Ausruhen und rumliegen ist ganz schlecht.

        Ein MRT muss man machen lassen, da kann man dann erkennen, inwieweit die Nerven beeinträchtigt sind.

        LG

(13) 12.04.16 - 22:10

Hallo Nadine,
ich habe 2013 meine Gebärmutter entfernt bekommen( allerdings sind die Eierstöcke noch drin) , wegen ähnlicher Diagnosen .

Vor der OP musste ich teilweise 10- 15 mal auf Toilette ,wegen Tröpfchen.....

Myome hatte ich ständig und und ich hatte Anfälle , Epilepsie, gerade wegen der Periode , deswegen ist sie auch raus.

Ja , was soll ich sagen .

- Sex ist nach wie vor toll , ich geniesse es sogar mehr , weil ich mich nicht mehr um Verhütung kümmern muss
- ohne Periode kann ich prima Leben
- manchmal kann ich inzwischen 6 Std. Ohne Toilette aushalten

kurz: Ich bereue es bis jetzt kein bisschen .

Allerdings hatte ich definitiv kein Kinderwunsch mehr , ich nehme nicht mehr so schnell ab wie früher und ich habe mehr Haarwuchs.

Aber , dagegen mache ich : Sport , Dauerhafte Haarentfernung an einigen Stellen (ist aber irgendwann dann abgeschlossen) und dann habe ich auch wieder Ruhe.

Trotzdem bereue ich es nicht , die Periode hat zum Schluss mein Leben so stark eingeschränkt, dass ich die Nebenwirkungen als harmlos betrachte.

Du musst für dich entscheiden , was dich stärker einschränkt und klären , ob es nicht vom Rücken kommt.

LG, Humor

  • >>Myome hatte ich ständig und und ich hatte Anfälle , Epilepsie, gerade wegen der Periode , deswegen ist sie auch raus.<<
    wie ist da der Zusammenhang? Das Auslösen epileptischer Anfälle bei Frauen ist doch u. U. hormonell bedingt. Du hast geschrieben, dass du deine Eierstöcke noch hast, also hast du doch deinen ganz normalen Zyklus, das, was jetzt nicht mehr ist, ist die Blutung.

    Welche Informationen hast du von deinen Ärzten erhalten?
    Danke für Antwort (interessiert mich wirklich)

    • Ja,klar gerne.

      Ich hatte u.a.durch die Myome und einer Kaiserschnittsverletzung im Uterus unglaublich starke Blutungen. Das hatte hohen Eisenmangel zur Folge und mein Körper,bzw. mein Gehirn ist dann runter gefahren regelmäßig.Dass hatte Anfälle zur Folge. Zunächst habe ich es mit Ausschabungen versucht, aber es kam immer wieder.
      Ich habe bewusst erst die OP mit Erhalt der Eierstöcke gewählt,weil ich eben Sorge vor zu frühen Wechseljahren hatte. Dann wollte ich sehen, wie sich das mit den Anfällen ohne Blutungen verhält. Die Ärzte waren sich sicher , dass das eigentliche Problem der hohe Blutverlust ist.
      Zum Glück hatten sie recht , sonst hätte ich nochmal unter das Messer gemusst. Nun bin ich ,zwar mit Tabletten, aber seit 3,5 Jahren schon fast Anfallsfrei.Mit der Periode ging das auch mit den Tabletten nicht ganz weg.

      Es war ein irrsinnig langer weg , da den Zusammenhang zu finden.Obwohl ich selbst es schon immer gespürt habe. Das Blut zog mir wortwörtlich den Boden unter den Füßen weg.

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