Darm eingeklemmt in Nabelbruch

    • (1) 12.04.16 - 18:38

      Hallo,

      ich bin neu hier.

      Meine Mutter hat gerade 2 Not-Operationen hinter sich. Der Grund für die erste OP war:
      das sich der Darm in den Nabelbruch eingezwickt hat und starke Schmerzen verursacht hat. Nach 6 Tagen haben die Ärzte sie einfach aus der Klinik entlassen. Das war ein Fehler, denn 4 Tage danach mußte sie erneut in die Klinik, da sich ein Abszess gebildet hatte. Das hatte eine zweite OP zur Folge. In den letzten 2 Wochen wurde die Wunde alle 3 Tage unter Vollnarkose gespült. Wunde selbst ist von innen gut geheilt. In den letzten Tagen bekam Sie alle 6 Stunden eine Antibiotika Infusion verabreicht, damit die Entzündungsherde aus dem Blut weggehen. Heute durfte sie endlich wieder nach Hause. Natürlich muß sie sich noch schonen und darf nicht schwer heben. Sie muß jetzt regelmäßig zum Verbinden gehen. Hat jemand von euch sowas schon erlebt?Wenn ja würde ich mich sehr freuen über Nachrichten.
      Danke vorab.

      • (2) 12.04.16 - 20:20

        Was genau? Einen Nabelbruch? Oder eine OP-Komplikation? Oder eine Wundheilungsstörung?
        Oder nur die Kombination?

        6 Tage Krankenhaus nach einer Nabelbruch-Operation ist ziemlich lang ...

        • (3) 15.04.16 - 22:30

          der Darm hat sich in den Nabelbruch eingezwickt. Deshalb die erste Not OP. Nach 6 Tagen kam sie aus der Klinik. Nach 4 Tagen sollte Sie beim Arzt die Klammern rausbekommen. Leider stellte man fest daß sich ein Abszess gebildet hat. Deshalb die 2 OP. in den 3 Wochen danach wurde immer jeden 3.Tag unter Vollnarkose die Wunde gesäubert bzw. gespült. Am vergangenen Dienstag wurde sie entgültig aus der Klinik entlassen. Die 3 Tage davor bekam sie alle 6 Stunden eine Antibiotika Infusion, damit die Entzündungsherde im Blut weggehen. Deshalb der lange Krankenhausaufenthalt, Es ist alles prima verheilt.

      (4) 13.04.16 - 13:15

      Meine Nabelfistel/bruch-OP vor ca. 5 Jahren war ambulant. Da war aber nichts eingeklemmt.

      Es war auch eine ziemlich unangenehme Sache, da sich auch was entzündete und ich dann täglich zum Arzt in die Praxis musste zum Reinigen. Aber ohne Narkose.

      Ich war insgesamt 5 Wochen krank geschrieben.

      LG
      Merline

    • Warum war es ein Fehler das deine Mutter nach 6 Tagen entlassen wurde? 6 Tage finde ich schon lange. Und das es zu Heilungsstörungen und Entzündungen kommen kann, das ist bei jeder OP so und da wurde deine Mutter mit Sicherheit drüber informiert. Das hat weder was mit der Not-OP zu tun (denn so extrem ist der Notfall dann doch nicht, es muss zwar schnell gehen aber Zeit den Bauch zu desinfizieren und ab zu decken hat man auch bei eingeklemmtem Darm)
      Mein Sohn war 4 Tage alt als er den Darm in einem Leistenbruch eingeklemmt hatte, ebenfalls sofortige Not-OP. Und wir sind nach 2 Tagen wieder nach Hause, es kam zu keinerlei Komplikationen.

      • Die 1.OP war ein Notfall weil der eingeklemmte Darm starke Schmerzen verursachte.
        Wäre sie nicht operiert worden, hätte Darm platzen können. Deshalb die Not OP.
        Die zweite OP war nötig wegen dem Abszess und der Entzündung. Klar wurde sie aufgeklärt über Risiken... Habe ja nicht gesagt daß die Entzündungen was mit der Not OP zu tun hatten. Damit die Entzündungen bzw. die Entzündungsherde im Blut weggehen,wurde halt alle 3 Tage unter Narkose diese Wunde gesäubert bzw. gespült bzw. in den letzten Tagen vor der Entlassung diese Antibiotikainfusionen verabreicht.
        Wunde ist gut verheilt. SIe muß noch jeden Tag zum Verbinden gehen.
        Aber es geht ihr gut. Muß halt noch aufpassen mit schwer heben....

        • (7) 15.04.16 - 22:41

          Die Ärzte haben übrigens selbst gesagt, daß sie meine Mutter nach den ersten 6 Tagen nicht einfach hätten entlassen sollen, War selber beim Gespräch dabei.

    Hallo,

    Tut mir leid für deine Mutter, dass sie das mitmachen musste.

    Allerdings klingt es in meinen Augen alles ziemlich " normal".

    Bei einem Nabelbruch kann es je nach Lokalisation und/oder Größe und dann auch Belastung zu einem eingeklemmten Darm kommen.

    Das wird immer als Not-op behandelt, da im schlimmsten Fall der eingeklemmte Darm absterben oder bei ganz viel Pech auch reißen kann.

    Je nach Zustand des Patienten darf dieser dann innerhalb weniger Tage nach Hause, wobei 6 Tage schon eher lang sind, ( außer die Ärzte wussten schon bei Entlassung dass Blutwerte oder Zustand nicht ok sind) wenn der Zustand des Patienten gut ist, er essen kann, Darm (Stuhlgang) etc normal funktioniert und Blutwerte gut sind kann der Patient nach Hause.

    Dass sich im Op Bereich ein Abszess bildet ist zu jederzeit möglich und nicht vorhersehbar. Dass die Wunde dann unter Vollnarkose gespült wird, spricht für die Ärzte, da das echt mega schmerzhaft sein kann, die Spülung aber dafür sorgt, dass der Abszess vom Grund her heilt und sich nicht nur oberflächlich schließt und drunter weiter Probleme macht.

    Alle 6 Stunden Antibiotika ist durchaus ok, da es je nach Antibiotika unterschiedliche Wirkdauern gibt. Einige wirken nur 4 Stunden, änder 6-8 wieder änder sogar 12-24 Stunden.

    Im Idealfall wurde aus dem Abszess Flüssigkeit entnommen und ein Antibiogramm gemacht, also geschaut welches Antibiotikum am besten wirkt und dementsprechend die Therapie angeordnet.

    Wenn die Wunde von innen her gut verheilt ist, ist es auch normal noch regelmäßige den Verband ambulant wechseln zu lassen. Dabei schaut sich der Arzt resp die Krankenschwester die Wunde immer nochmal genau an um mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen.

    Eine Abszesstherapie dauert leider extrem lange. Bei einer Op ohne wundheilungsstörung heilen plump gesagt alle Schichten mehr oder weniger zeitgleich ab, da sie sauber zusammengefügt wurden und der Körper " nur" die Schnitte wieder verbinden muss.

    Beim Abszess muss der Körper erst die Wunde säubern, also Bakterien, "Abfallstoffe" usw aus der Wunde rausbefördern , und dann muss er viel mehr neues Gewebe herstellen um die Wundränder einander näher zu bringen. Diese Art der Wundheilung ist aufwändiger und dauert länger, aber die einzig "richtige "Art beim Abszess.

    Ich selbst hatte nur einen "Mini "Abszess in der Brust in dem sich bei Therapie Beginn bis zu 250ml sammelten ( ich habe noch gestillt).

    Insgesamt war ich während 12 Wochen unter Antibiotika und erst nach 5 Monaten war der Abszess soweit abgeheilt.

    Ich musste zumGlück nicht stationär bleiben da mein Mann und ich beide Krankenpfleger sind und die Spülung und Verbandwechsel zuhause machen könnten, aber zumindest die ersten Male habe ich geflucht und geheilt bei jeder Spülung.

    Alles Liebe und gute Besserung an deine Mutter

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