Windpocken impfen?

    • (1) 15.04.16 - 09:38

      Hallo!

      Im Kindergarten hab ich heute einen Flyer gesehen das man Windpocken mittlerweile impfen lassen kann.

      Nun frage ich mich ob das überhaupt sinnvoll ist?

      Werde darüber natürlich mit unserem Arzt reden, möchte mir aber vorher noch andere Meinungen holen.

      Mir ist natürlich bewusst, das jede Impfung eine Reaktion oder sogar einen impfschaden hervorrufen kann. Deswegen auch daß große Fragezeichen ob wirklich sinnvoll

      Meine Kids 2 und 5 hatten sie noch nicht obwohl sie im kiga immer wieder große Kreise gezogen haben.
      des weiteren hatten die kinder alle die Windpocken sehr stark.

      Würdet ihr impfen, habt ihr geimpft und was waren die Beweggründe?

      Des weiteren würde mich interesieren wie eure Kids die Impfung vertragen haben

      Lg
      bunny

      • Guten Morgen.

        Mittlerweile ist gut. Die Impfung gegen Varizellen gibt es schon einige Jahre. :)
        Meine Jungs (3,5 und 1,5 Jahre) sind beide geimpft. Haben bis auf Rota alles impfen lassen was von STIKO empfohlen wird.
        Ich selbst hatte mit 4 Jahren die Windpocken und ich weiß noch ganz genau das es die Hölle war dieses ständige Jucken und dann alles aufgekratzt. Das möchte ich meinen Kids ersparen. Außerdem sind sie dann keine "Gefahrenquelle" für Schwanger die in der Bekanntschaft/Verwandtschaft sind.

        Letztlich ist es jedem selbst überlassen was er macht.

        Ich denke immer, die STIKO denkt sich was dabei. Sonst wären zumindest die Pocken nicht ausgerottet wenn man nicht geimpft hätte.

        Alles Gute und viel Erfolg bei der Entscheidungsfindung.

        (3) 15.04.16 - 10:01

        Windpocken kann man schon lange impfen. Meine Kinder sind alle geimpft, weil mein ältestes Kind (10) Neurodermitis hat und der Arzt uns dringend geraten hat, sie zu impfen. Bei Neurodermitis können Windpocken sehr schlimm verlaufen. Damit das Risiko für sie sinkt, haben wir auch alle anderen impfen lassen.

        Reaktionen oder Folgen hatte keines der Kinder. Bei den üblichen Wellen durch den Kindergarten ist keines meiner Kinder je erkrankt, auch nicht leicht. Aber so wie ich es immer mitbekommen habe, sind in unserem Kindergarten sowieso nur nichtgeimpfte Kinder erkrankt.

        Und nein, ich lasse nicht blind impfen, ich informiere mich durchaus vorher und meine Kinder sind nicht gegen alles geimpft. Ich wäge jede Impfung ab und lasse die impfen, bei der der Nutzen die Risiken in meinen Augen überwiegt. Klar können Impfungen Folgen haben, aber die Erkrankung selber nun mal auch und dann oft schwerwiegender.

        Die STIKO-Empfehlung gibt es schon seit ein paar Jahren, allerdings ist sie nicht unumstritten. Ganz hilfreich finde ich z. B. folgende Erläuterungen
        http://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/stiko_kommentar_stiftung_warentest.html

        Als mein Sohn (13) klein war, gab es die Empfehlung noch nicht, und unser Kinderarzt, sonst ein absoluter Impfbefürworter, hat uns davon abgeraten, gegen Windpocken impfen zu lassen. Die Krankheit ist zwar nervig, verläuft aber bei Kindern fast immer ohne Komplikationen; die Impfung hingegen bietet keinen 100%igen Schutz. Wir haben also nicht geimpft, mein Sohn hatte mit vier Jahren Windpocken (so mittelschwer, würde ich sagen), er erinnert sich nicht mehr daran.

        LG
        Anja

      Ich habe geimpft weil

      - man wenn das kind Windpocken hat man gleich mal 14 Tage ausfällt in der Arbeit, die Kinderkranktage sind somit damit gleich aufgebraucht. Mein Kinderarzt meinte, wenn ich niemanden habe, der mir im Falle der Erkrankung bei der Betreuung unterstützen kann soll ich mir überlegen zu impfen.

      und der entscheidende Punkt war
      -mein Vater hatte Krebs, ist geschwächt und es wäre möglich gewesen, dass er sich bei ihr ansteckt und sein Immunsystem das nicht bewältigen kann

      Zwischenzeitlich ist mein Vater verstorben, ich bereue die Impfung aber trotzdem nichts. Gemerkt haben wir davon gar nichts.

      • Das mit den 14 Tagen Ausfall ist mit ein Grund warum ich auch so überlege.

        Andererseits. Wenn man 2 Kinder hat und diese unmittelbar nacheinander krank werden is man auch gleich 14 Tage weg.

        Gut bei 2x Windpocken 4 Wochen.

        Hm schwer

    Ich lasse nicht gegen Windpocken impfen. auch nicht gg Rotaviren,Pneumokokken und meningokokken.

    Gegen alles andere schon.(normale 7- fach Impfung und mmr)

    Windpockenimpfung ist umstritten,da man z.b. nicht weiß, wie lange die Wirkung anhält. Und eine Windpocken Infektion im Erwachsenenalter kann schwerwiegend sein.

    Lg

    • Der letzte Punkt von dir, bringt mich eben auch stark zum überlegen.

      Ich weiß ich hatte Windpocken. Ich weiß noch, das ich damals in die Grundschule ging und saß es juckte wie nur was. Bleibende Schäden habe ich allerdings nicht davon getragen.

      Wenn ich allerdings die Fotos von meinen Windpocken mit den Fällen von heute vergleiche, die ich kenne, bleibt mir der Mund offen.

      Also entweder hatte ich sie nicht so krass oder der Virus is heute stärker als früher

      • Das kann schon sein...

        Ich hatte sie mit 4...es hat paar Tage gejuckt...und fertig.

        Mein Sohn hatte sie...dem hab ich anaesthesulf draufgeschmiert...und fertig.

        Beim rki kannst du das nachlesen...die empfehlen die Windpockenimpfung nicht bedenkenlos.

        Gürtelrose hängt mit Windpocken insofern zusammen,dass die Viren deaktiviert ruhen...im Rückenmark oder so...bin mir nicht sicher..oder dort im Hirnwasser...wenn sie reaktiviert werden,können sie bei immungeschwachten Gürtelrose auslösen.

        Auch wird ein Zusammenhang zur multiplen Sklerose vermutet und untersucht.

        Inwieweit da eine Impfung von Vorteil oder Nachteil sein könnte,weiß ich nicht.

        Auffällig ist ,daß viele junge Menschen heutzutage an MS erkranken. Überwiegend Frauen.

        (schon mit 20 Jahren....)

        Lg

(16) 15.04.16 - 13:06

Hallo, mein Großer ist nicht geimpft und ich hätte meine Kleine eigentlich auch nicht impfen lassen, wäre uns nicht ihre Augenkrankheit dazwischen gekommen, genau zu dem Zeitpunkt an dem meine Maus alle 1-2 WOchen ins KH musste bekam meine Großer die Windpocken (kein Problem, nicht allzu ausgeprägt, kein Fieber, 3-4 Tage dann war alles erledigt) nur für Mäuschen war es der denkbar ungünstigste Zeitpunkt, da sie mit Windpocken ja nicht zur KOntrolle ins KH kann. Deshalb haben wir sie dann impfen lassen, damit sie sich nicht ansteckt.

Es war beides nicht schlimm, die Windpocken und das impfen, beiden ohne Probleme überstanden.

LG

  • ganz schön schräg
    >> Deshalb haben wir sie dann impfen lassen, damit sie sich nicht ansteckt.<<
    ihr habt sie impfen lassen, dass sie sich nicht an steckt, weil sie mit einer Ansteckung nicht ins Krankenhaus zur Kontrolle hätte kommen können.

    Impflinge können aber auch an steckend sein
    >> Windpocken sind bekanntlich eine hoch ansteckende Erkrankung. Bei der Impfung wird ein abgeschwächter Lebendvirusstamm verwendet; eine Übertragung auf anfällige Kontaktpersonen ist möglich, auch wenn der Impfling selbst weitgehend gesund bleibt und lediglich einen windpockenähnlichen Hautausschlag entwickelt.<<
    http://www.arznei-telegramm.de/html/2008_03/0803043_03.html

    • richtig. ich muss ganz egoistisch sagen, dass mir das Sehvermögen meiner Tochter zu dem Zeitpunkt wichitger war, als die Tatsache, dass wir eventuell andere Kinder anstecken können hätten.

      LG

      • du, ich versteh das. Was ich schräg finde ist, dass du letzt endlich mit einem Kind, das so od. so andere hätte an stecken können, in die Klinik durftest. Legitimation so zu sagen war die Impfung.

        Am Zustand, jemand anderen an zu stecken hatte sich ja vom Prinzip her nichts geändert

(20) 15.04.16 - 13:17

Wir haben Windpocken impfen lassen, haben aber auch lange überlegt ob wir es machen sollen oder nicht.
Ich hatte die Windpocken aber nicht besonders schlimm.
Windpocken können aber auch schlimm verlaufen.

Umstritten ist ja, ob die Impfung überhaupt jahrelang hält und einfach dann doch häufiger Erwachsene erkranken, weil der Impfschutz nachlässt. Soweit ich weiß gibt es auch Fälle wo geimpft wurde und dann doch Windpocken auftraten.

Aber Hauptgrund war für uns das Windpocken auch böse Gürtelrose auslösen können, mein Mann hatte Gürtelrose und das war kein Zuckerschlecken.

Also wir haben impfen lassen.

Ja, das ist sinnvoll, weil die Impfung auch vor Gürtelrose schützt.

Hallo

Nein habe ich nicht impfen lassen, würde ich auch nicht.

lg teufelchen

Ich hab meinen kleinen sohn impfen lassen, da hier seit drei jahren keine windpocken mehr aufgetreten sind.
Als mein großer sohn windpocken hatte, durfte er mit dem nachbarkind spielen und es hat sich nicht angesteckt.

Man muss halt zwei mal impfen.
Ich arbeite vollzeit und möchte nicht 3-4 wochen lang mit meinem kind daheim bleiben, weil es blöde windpocken hat.
Die erkrankung an sich war bei meinem großen sohn nicht schlimm, aber es gab so 2 bläschen, die nach zwei wochen immer noch nicht abgetrocknet waren. Das war vielleicht nervig...

(24) 16.04.16 - 10:04

Mitterlweile.

Schon seit 10 jahren kann man das impfen bzw. seit 10 Jahren empfiehelt die Stiko die Impfung als Kombinationsimpfung MMRV (Massern, Mumps, Röteln, Varizellen aka Windpocken) im Alter von 12 bis 36 Monaten.

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