Karpaltunnel - Syndrom

    • (1) 03.05.16 - 09:43

      Hallo, bei mir wurde festgestellt das ich an beiden Händen einen Karpaltunnel Syndrom habe, die Werte waren schon so hoch das man operieren könnte. Nun ist es so das ich an manchen Tagen richtig starke Schmerzen habe vor allem am Handgelenk ...also muss ich was tuen. Mit Schiene habe ich keine Besserung bemerkt. Groß ruhen kann ich meine Hände nicht habe ein 4 Monate altes Baby.

      Hätte gerne ein paar Erfahrungsberichte, wie war es bei euch nach der OP? Waren die Schmerzen weg? Wie lange dauert die Genesung?
      Gibt es Alternativen zur OP außer Ruhen? Vielleicht ein Besuch beim Osteopathen ratsam? LG

      Bei vielen kommen die Beschwerden nach der OP wieder. Darüber sollten Chirurgen aufklären, tun aber leider viele nicht.

      Gerade mit Baby würde ich mich nicht operieren lassen. Du kannst das Baby wochenlang nicht heben.

      Was du am Ende machst, ist dir überlassen. Aber an deiner Stelle würde ich die Schmerzen irgendwie aussitzen und darauf hoffen, dass alles besser wird, wenn du dein Kind nicht mehr tragen musst. Ich hatte nur mal paar Monate arge Probleme, als ich mal das Haus gemalert habe und wo wir umgezogen sind. Die Schmerzen sind nach dieser Belastung aber schnell wieder weg gewesen bzw. habe ich nur noch nachts Probleme mit tauben Fingern. Das ging nie wieder weg, ist aber nicht schlimm.

      • Die Frage ist halt, ob das so klappen würde.

        Ich hätte kein Baby mehr hochheben können. Mir ist alles aus der Hand gefallen, weil ich gar kein Gefühl mehr dafür hatte, ob ich richtig zugefasst habe. Und im Gegensatz zur TE hatte ich nur eine betroffene Hand.

    Hallo,

    kleiner Tipp: es gibt unterschiedliche Operationsmethoden. Die eine - wird von der Krankenkasse am liebsten gezahlt ist für den Patienten sehr aufwendig und danach mit langen Problemen verbunden.

    Die Alternative - mein Mann wurde danach operiert ist ein kleiner 2cm Schnitt und wird bei vollem Bewusstsein gemacht. Mein Mann hat danach keine Schiene oä. gebraucht. Die Hand musste geschont werden, die Narbe wurde noch dreimal kontrolliert beim Chirurg vor Ort und nach sechs Wochen durfte mein Mann wieder arbeiten gehen. Grund für die lange Krankschreibung war sein Job. Die Operation hat 20min gedauert incl Vorbereitung. Die Praxis macht das mehrfach am Tag mit einem sehr teuren Gerät. Durch die Masse an Patienten lohnt es sich inzwischen auch im Vergleich zur herkömmlichen Methode. Mein Mann hatte früh um 08.00Uhr die Operation. Er musste um 07.00Uhr dort sein, kam 08.00Uhr in die Vorbereitung war kurz vor 09.00Uhr fertig und war um 11.00Uhr wieder daheim incl einer Stunde Fahrtzeit. Schmerzmittel keine und als die Fäden raus waren gab es Narbencreme zum schöner werden der Narbe. Nach zehn Tagen konnte er wieder Auto fahren - leichte Belastung nach drei Wochen. Den Alltag hat er ohne Belastung zeitnah hinbekommen. Er ist freiwillig sechs Mal zur Physio gegangen damit er beschäftigt war ;-)

    VG Geli

    Hi,
    ich hatte es auch, sehr schlimm an der rechten Hand.

    Ambulante OP, 2 Tage Schiene mit Verband. Danach ein Pflaster über den Nähten.

    Habe 2 Wochen nur leichte Sachen gemacht, aber KEIN Kind gewickelt oder hochgehoben.

    Thilo war da 15 Monate alt und hatte da schon 13-14 Kilo. Da hatte ich morgens ne Haushaltshilfe, da mein Mann 14 Stunden und mehr außer Haus war, neuer Job, konnte kein Urlaub nehmen, etc. Mittags kam meine Mutter.

    Nach 2 Wochen machte ich aber wieder fast alles. Nach 3 Wochen ALLES.

    Gruß claudia

    Ich hatte das vor gut 3 Jahren auch - rechts - wirklich ganz schlimme Schmerzen.
    Der Orthopäde sagte mir knallhart, dass die Chance, dass es nach einer Op gut ist, 50:50 sind - und - dass ich mindestens 3 Monate die Hand keinesfalls belasten darf.
    Danke fürs Gespräch, Op war somit erledigt, Ruhigstellung so lange nämlich unmöglich.
    Ich habe mir eine Schiene verschreiben lassen, die stramm war und die ich bei starken Schmerzen trug. Selber kaufte ich mir eine etwas leichtere Bandage, die man länger tragen konnte. Dazu entzündungshemmende Salbe und schmieren, so oft man dran denkt.
    Es gibt auch Schienen, die den Karpaltunnel öffnen, werden verschrieben.
    Bei mir haben sich die Schmerzen wieder komplett gegeben, obwohl ich nicht krankgeschrieben war und weiter arbeitete.
    Ob ein Osteopath helfen kann, weiß ich nicht - einen zu engen Kanal wird er wohl eher nicht weiten können.
    Gute Besserung!
    LG Moni

    Ich hatte 1990 ebenfalls eine ambulante OP. Es war ein kleiner Eingriff, der mit örtlicher Betäubung durchgeführt wurde. Die Wunde wurde mit 4 Fäden genäht. Nach der OP habe ich für 2 Wochen eine Schiene getragen. Es hat max. 6 Wochen gedauert bis ich die Hand wieder normal benutzen konnte.

    Vor der OP haben sich die Beschwerden immer weiter verstärkt. Ich hatte Schmerzen und kein Gefühl mehr dafür, ob ich etwas richtig festhalte. Mir sind etliche Dinge runter gefallen. Ein Baby hätte ich nicht mehr heben können. Dazu kommt noch, dass der Nerv auch dauerhaft Schaden nehmen kann. Bei mir hat wohl nicht viel gefehlt. Vor der OP habe ich 4 Monate eine Schiene getragen (Tag und Nacht). Operieren wollte ich auf keinen Fall, weil ich Angst davor hatte. Im Nachhinein habe ich mich geärgert, dass ich so lange mit der Schiene gelaufen bin und nicht gleich die OP habe machen lassen.

    Hallo,

    Zur OP kann ich keine Erfahrungen bieten, aber du hast erwähnt das du ein Baby hast...
    Stillst du? Dann kann es nämlich daher kommen und nach der stillzeit völlig ohne OP wieder verschwinden.
    Hatte das beim 3. Kind auch links ganz ganz schlimm, schmerzen ohne Ende und kaum noch Gefühl, ab und an musste sogar mein Mann daheim bleiben weil ich mich nicht um unsere Kinder kümmern konnte.
    Hätte man auch sofort operieren können, aber mein Hausarzt hat dringend dazu geraten einfach abzuwarten. Solange habe ich dann heparinsalbe und eben ne Schiene bekommen, hat es nicht besser gemacht, aber immerhin auch nicht schlimmer.

    War danach nochmal zum Neurologen und habe messen lassen, da war es schon komplett weg.

    Die Neurologin hat gesagt das sie das sehr oft mit Schwangeren und stillenden Müttern hat.
    Dieses Mal habe ich das gleiche wieder auf derselben Seite, nur nicht ganz so schlimm.
    Den Arztbesuch schenke ich mir, ich denke das wird auch wieder von allein verschwinden wenn ich abstille.

    Mir wurde damals gesagt 2-3 Wochen Genesungszeit und erst dann wieder normal belasten, also bräuchtest du mit kleinem Kind auf jeden Fall eine Haushaltshilfe.

    LG

Ich danke euch für die Erfahrungsberichte und Meinungen. Ich muss wohl die Zähne zusammen beißen denn eine OP kommt mit Baby für mich eigentlich nicht in Frage, habe niemand der mich unterstützen kann. Mann kommt erst spät abends nach Hause, dazu sind wir mitten im Hausbau. Eine Haushaltshilfe könnten wir uns eigentlich nicht leisten so lange ich in Elternzeit bin. Aber an manchen Tagen ist jedes tragen, jedes wickeln und Fläschchen geben für mich richtig unangenehm. Kribbeln und Taubheit habe ich auch mehrmals am Tag damit könnte ich leben bzw umgehen nur die Schmerzen am Handgelenk sind so was von unangenehm. Mein Neurologe meinte wenn ich zur Zeit keine OP möchte sollte ich nach 3 Monaten wieder die Messung machen lassen nicht das es zu fortgeschritten ist und man nichts mehr machen könnte. Der Zeitpunkt ist im Moment einfach miserabel :-(

(15) 05.05.16 - 11:23

Hi,

jeder gute Orthopäde, der das operiert, verdient eine Menge Geld aber behandelt hat er Dich nicht!

Kapaltunnel ist ein Symtom, die Ursache liegt an der Halswirbelsäule!
Leider ist es derzeit eine Modekrankheit, die super schenll operiert wird aber ich kenne viele Leute, die hinterher mehr Probleme hatten als vorher....sogar so extrem, das sie z.B. keine Handarbeit mehr machen konnten oder ihren Beruf als Frisör an den Nagel gehängt haben.

Ich habe meine Zwillinge fast fallengelassen, konnte kein Haarfön ohne Schmerzen heben...nix hat geholfen. Zufällig einen guten Artikel gelesen, ab zum Osteopathen und nach zwei Sitzungen war das Thema erledigt.
Hatte von zwei Orthopäden schon Termine für die OP gehabt...ich hatte echt Glück. Das ganze ist 9 Jahre her und ich würde niemanden zu einer OP empfehlen, bevor man nicht alles probiert hat.

lg
lisa

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