Skeptisch gegen die Homöopathie Behandlung - Erfahrung?

    • (1) 12.05.16 - 21:23

      Meine Tochter (2) Jahre leidet schon lange an verschiedenen Allergien. Der KiA konnte zwar ein paar Ursachen feststellen aber nicht alle. Da sie aber eine häufig sehr gerötete und juckende Haut hat wollten wir noch was probieren. Daher haben wir uns für die Behandlung bei einer Homöpathin entschieden. Wir waren da ganz offen und dachten uns "ausser Geld haben wir ja nichts zu verlieren". Es wurde auch ein Anamnese gemacht und meine Tochter hat eine Globuli-Empfehlung bekommen.

      Das erste was wir komisch fanden war, dass sie die Globulis erstmal nur in einem gefalteten Zettelchen auf dem Body geklebt bekommt um die Wirkung zu testen. Das fand ich schon etwas komisch. Beim ersten Mittel hat sie abends immer total Theater gemacht und war pitschnass geschwitzt. Wir haben es dann nach Rücksprache abgesetzt. Dann bekam sie ein anderes. Das war soweit unauffällig ausser dass meine Tochter nachts ständig wach wurde und auch das zu-Bett-gehen auf einmal stressig war. Auch dann wurde das Mittel nach RS abgesetzt. Das ist nun 3 Wochen her. Meine Tochter schläft seitdem immer schlechter, hat total Verlassensängste wenn der Papa arbeiten geht und ist auch sonst Abends nur noch schwer ins Bett zu bekommen. Nachts will sie nur noch zu uns ins Bett (sie hat ab dem 3. Monat alleine in ihrem Bett geschlafen).

      Nun stelle ich mir ein wenig die Frage ob das alles tatsächlich von den Globulis kommen kann. Die Homöopathin meinte, dass können noch Nachwirkungen sein. Aber, nach 3 Wochen???? Und das auch nur weil sie die Globulis auf dem Body geklebt hatte?

      Bin gerade sehr skeptisch ob das ganz Sinn macht. Hat jemand ähnliche Erfahrungen damit?

      • (2) 12.05.16 - 22:06

        Huhu,

        So ein Verhalten ist in diesem Alter normal. Kinder erkennen, dass sie eine eigene Persönlichkeit sind und bekommen dadurch Verlustängste. Autonomiephase, Trotzphase, Terrible Twos... Mein Sohn schief sogar 4 Jahre friedlich in seinem Bett und dann plötzlich nicht mehr.

        Du achtest wegen der Behandlung besonders auf ihr Verhalten, deswegen fällt Dir alles auf, was irendwie anders ist. Vielleicht hatte sie so ein Verhalten aber auch schon einmal vor einigen Wochen, nur da hast Du es nicht als herausragend empfunden.

        WIe dem auch sei. Du kannst Dir ja auch mal ein Tütchen mit Zucker auf den Bauch binden und schauen, was passiert. ;-)
        An was auch immer man glaubt, Placeboeffekt oder sonstiges, wie soll denn ein Zuckerkügelchen in einem Tütchen irgendwelche Wirkung übertragen?

        Seltsames Schlafverhalten bei Zweijährigen ist jetzt nichts Ungewöhnliches.

        LG

        Hanna

        • Hallo,

          bei mir helfen manche homöopathische Sachen(z. B. Augentropfen und Salben) und andere gar nicht (Globuli).

          Dass man sie nicht einmal schlucken soll, finde ich total unseriös, wie sollen die da bitte helfen??? Hat irgendwas von Okkultismus und Schamanismus für mich.

          Mehrere Familienmitglieder haben erfolglose Hyponsensibilisierungen und Eigebluttherapien hinter sich, ich halte deshalb nichts davon.

          Ich nehme an schlechten Tagen seit meinem 10. Lebensjahr Fexofenadin (früher Terfenadin) und vertrage es problemlos, ich finde, dass es mit den Jahren besser geworden ist.

          Bitte quäl dein Kind nicht unnötig, es gibt super verträgliche Allergiemedikamente (z. B. Fenistil).

          LG

      (7) 13.05.16 - 09:03

      Hallo,

      ich selber habe eine Hausärztin, die Homöopathie und Schulmedizin miteinander kombiniert. Was wirklich kurzfristig Linderung brachte, was Akupunktur, alles andere ist in meinen Augen Geldschneiderei. Meine Schwägerin hatte ne Bioresonaz...hat viel gekostet und nichts gebracht. Auf gerötete, juckende Haut gehört eine linderde Salbe. Bei meiner Tochter ging es auch mit ca. 2 Jahren los, sie bekam dann Allergiesaft und alles war gut.

      LG

      • dann wurde bei deiner Tochter sicher gestellt, dass es sich bei den Hautreaktionen um eine Allergie handelt. Sonst hätte der Sagt ja nichts gebracht.

        Darum gehts in erster Linie, heraus zu finden, was die Hautreizung aus löst. Um dann entweder das Allergen zu um gehen, aus dem Alltag zu verbannen oder aber mit einem Medikament den Körper aus zu tricksen.

        Da sich jedes Medikament u. U. negativ auf die z. B. Nierenfunktion aus wirken kann, finde ich es durch aus legitim, nach anderen Mitteln zur Linderung (od. gar Heilung) zu suchen, als einen schon so jungen Körper u. U. ein Leben lang mit Medikamenten voll zu stopfen.

        Ich muss dann immer daran denken, dass so viele Spendernieren benötigt werden. Warum wohl?

    >>dass sie die Globulis erstmal nur in einem gefalteten Zettelchen auf dem Body geklebt bekommt um die Wirkung zu testen.<<

    das mutet wirklich bescheuert an. Da könnte man ja auch ein ein gepacktes Bonbon in die Hosentasche stecken um fest zu stellen, ob der Geschmack genehm ist

    (16) 13.05.16 - 10:34

    Ich würde an Deiner Stelle zum Hautarzt gehen und zum Gastroenterologen, ein Kinderarzt ist kein Fachmann für Allergien.
    Gab es denn Pricktest und Blutuntersuchung, sowei Magenspiegelung, Laktosetest etc?

    Ich habe übrigens mit Homöopathie sehr gute Erfahrungen, jedoch nicht aufgeklebt auf die Haut.

    Hallo, noch etwas anderes: mein Sohn hatte in dem Alter Neurodermitis, das fällt mir zu der juckenden Haut ein. Richtig gut kann man da nicht schlafen. Wir waren in der Ambulanz einer Hautklinik, die haben uns da sehr geholfen. Meistens ist die Allergologie zusammen mit der Dermatologie. LG

    (18) 13.05.16 - 13:19

    Darf ich fragen, was diese Behandlungen kosten?

    Ich finde das wirklich lächerlich. Man klebt sich auch kein Medikament auf die Kleidung und glaubt, dass es wirkt.

    Welche Allergien wurden denn festgestellt bei Deiner Tochter?

    • (19) 13.05.16 - 18:20

      Das Erstgespräch kostete 160 € und jede weitere neue Gabe von Globulis 20€. Wir müssen auch gar nicht dorthin gehen sondern wir können alles telefonisch machen. Wenn Sie mir nicht von einer anderen Allergiegeplagten Mama empfohlen worden wäre, dann hätte ich das für absolut unseriös gehalten.

      lg Kathrin

      • (20) 13.05.16 - 18:23

        Wie lange dauerte denn dieses schweineteure Erstgespräch?

        Ich halte das definitiv für unseriös, und wenn Du kein gutes Gefuhl dabei hast würde ich umgehend abbrechen.
        Denn auch das überträgt sich auf ein Kind.

        • (21) 13.05.16 - 20:34

          Das Gespräch dauerte 90 Minuten und in den Kosten waren noch die Anamneseerhebungsvorbereitungszeit ( ein 20 seitiger Fragebogen den ich vorher ausfüllen musste) mit eingerechnet. Lt. Internet war der Preis nicht unbedingt ungewöhnlich. Aber dennoch, ich habe mir überlegt einfach mal einen anderen Homöopathen zu fragen ob so eine Praxis (Globulis aufkleben) gängige Praxis ist. Im Netz habe ich sowas zumindest noch nirgendwo gelesen.

(22) 13.05.16 - 15:44

Hallo,

das, was Du beschreibst, liegt nicht an den Globulis. Sie nimmt sie ja auch nicht ein.

Ich kann nur sagen, dass Homöopathie bei meiner Tochter hilft. Wenn sie eine Beule hat oder blaue Flecken hat, kommen Arnika-Globulis zum Einsatz und innerhalb von Stunden sind die weg.

Das, was die Homöopathin da betreibt, ist in meinen Augen unseriös. Was hat sie denn für eine Ausbildung?

GLG

Erst einmal danke für eure Antworten.

Ja, das aufkleben der Globulis fand/und finde ich auch sehr komisch. Dass ist es ja auch was mich so misstrauisch macht. Mir wurde die Homöopathin empfohlen weil sie bei anderen Kindern mit Allergien wohl gute Ergebnisse erzielt hat.

Meine Tochter hat sowohl Neurodermitis als auch Allergien. Wir haben das gesamte Spektrum der klassischen Medizin durch. Blutabnahme, Pricktest, Hauträtzte, Allergologen etc. Ausser die Hühnereiweißallergie ist nichts wirklich feststellbar. Ich habe noch die Vermutung auf Säurehaltiges Obst (bei Erdbeeren und Kuchen mit Zitronensäure hat sich ein Tag später heftige Schübe gehabt). Aber manchmal sieht sie halt auch so schlimm aus, ohne das ein Auslöser feststellbar ist. Ich habe die Vermutung, dass kaltes Wetter auch dazu beiträgt. Im Winter sah sie täglich ganz schlimm aus. Jetzt, wo es wärmer geworden ist, ist es nicht mehr ganz so häufig. Die Ärzte waren alle mit ihrem Latein am Ende.

Die Homöopathin meinte, dass nicht Allergien, sondern das Gemüt meiner Tochter auch Einfluss auf die Haut hat. Daher wollte sie ihr Globulis geben, die sie ruhiger machen. Da meine Tochter so sensibel sei, solle sie erstmal die Globulis nur auf der Haut tragen (aber sie trägt die ja gar nicht auf der Haut).

Ich bin einfach hin und her gerissen. Ich würde gerne dran glauben (bei meiner Schwester mit Neurodermitits hilft Homöopahtie) aber an das was jetzt bei meiner Tochter gemacht wird, Zweifel ich ein wenig.

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