Nabelbruch und Rektusdiastase

    • (1) 11.06.16 - 21:13

      Hallo,

      Ich habe eine bald 21 Monate alte Tochter, die mit fast 4 kg und 57 cm ein großes Baby war. Mein Bauch war riiiiesig, na gut, ich selbst bin mit 79kg auf 1,76 auch nicht gerade als Leichtgewicht in die SS gestartet...

      Anfang 10. Monat habe ich mir einen Nabelbruch zugezogen, der zwar schmerzhaft, aber auszuhalten war. Meine FA meinte bei der Nachkontrolle, das wäre nicht schlimm und könnte von alleine weg gehen.

      Nun gut. 21 Monate nach Geburt steht er immer noch raus und manchmal habe ich das Gefühl, ich kann Gewebe oder so 'wieder reindrücken' (Sorry!)

      Manchmal ist das auch kurz schmerzhaft.

      Dazu kommt, dass meine geraden Bauchmuskeln noch 1-2 Fingerbreit auseinander stehen, Rektusdiastase eben und trotz Rückbildung und anschließendem Training der seitlichen Bauchmuskeln zu Hause, bekomme ich das nicht weg. Ich sehe (manchmal) aus, wie im 5./6. Monat :( Das nervt mich...

      Seit einer Woche habe ich nun komplett abgestillt und frage mich, ob ich da nun irgendwie nachhelfen lassen soll bzw. was für Möglichkeiten ich habe?

      Hatte das eine von euch bzw. kennt sich damit aus?

      Freue mich über jegliche Tipps... Vielen Dank

      LG, die.inetian

      • Die Frage ist, welche Qualität deine Rückbildung hatte.

        Du wirst vermutlich in der Rückbildung kontraproduktive Übungen gemacht haben, die deine Rektusdiastase nicht zum Schließen gebracht haben. Viele Hebammen leiten gerne mal zu nicht geeigneten Übungen an.

        Und das Bauchmuskeltraining zuhause könnte sein Übriges geleistet haben..

        Ich habe mir mal von einer in Rückbildung sehr erfahrenen und kompetenten Physiotherapeutin erklären lassen, wie schwer es ist, die schrägen Bauchmuskeln wirklich isoliert zu trainieren.

        Da passiert es sehr leicht, dass man sich dabei die Rektusdiastase immer wieder aufzieht.

        Daher habe ich nun in der Rückbildung davon Abstand genommen.

        Ich würde an deiner Stelle mir einen Physiotherapeuten suchen, der auf Rückbildung spezialisiert ist und mal schauen, ob gutes (!) Training etwas bewirkt.

        Ihre DVDS und die Fernkurse kann ich dir sehr empfehlen.

        http://www.akademie-wiechers.de/prae-postnatales-training/

        Den Nabelbruch würde ich von einem Arzt noch einmal anschauen lassen.

        Für den Anfang achte im Alltag auf die richtigen Bewegungsabläufe, die den Beckenboden schonen, achte auf deine (aufrechte) Haltung und meide Bewegungen, die die Rektusdiastase immer wieder aufziehen, z.b. gerade aus dem Liegen aufsetzen etc..

        LG

        • Vielen Dank!

          Werd mir den Link gleich mal anschauen...

          Muss demnächst eh mal wieder zur Kontrolle und lasse mir dort nochmal den Nabelbruch anschauen bzw. wollte nach Physio fragen, weil ich das Gefühl habe, alleine bekomme ich es nicht in den Griff.

          Die Rückbildung habe ich extra ohne Baby gewählt, da es möglichst effizient sein sollte. Hab aber keine Vergleichswerte, ob gut oder schlecht...
          Ein Indikator ist aber wohl die Diastase.

      (4) 12.06.16 - 09:26

      Ich habe es operieren lassen........ und habe mir gleichzeitig den Bauch straffen lassen.
      So habe ich keine Narbe mitten auf dem Bauch.

      Ich bin sehr happy damit, der Bauch sieht aus wie neu ;-)

      • Wie lange nach deinem Kind/deinen Kindern hast du es machen lassen?

        Meine Tochter ist nun fast ganze 21 Monate, so langsam kommt der Wunsch nach einem 2. auf - muss allerdings noch den Herzmann überzeugen, demnächst noch so eine tolle Lausemaus in die Welt zu setzen ^^

        Allerdings frage ich mich halt, ob es dann vorher sinnvoll ist bzw. eventuell notwendig?

        Hält der Bauch(-nabel) noch eine zweite SS so aus, oder sollte das vorher wieder stabilisiert werden?

        Falls operiert wird, sollte das Thema SS wahrscheinlich eh erstmal ruhen, damit die Narben verheilen können. Stelle mir das ja schon als größeren Eingriff vor, ähnlich dem Kaiserschnitt und da soll man ja auch ca. nen Jahr warten...

        So eine Bauchdeckenstraffung macht wahrscheinlich auch erst Sinn, wenn der KiWu durch ist, oder?

        Musstest du die eigentlich dann selbst übernehmen? In der Regel werden ja nur die RD Operationen von der KK übernommen, oder?

        Fragen über Fragen... #sorry und #danke schon mal :)

        • (6) 12.06.16 - 19:20

          Ich hatte keinen Nabelbruch, nur die Rektusdiastase. Du solltest nach solch einer OP nicht nochmal schwanger werden. Allerdings weiß ich jetzt nicht wie es mit dem Nabelbruch aussieht, ob der lieber vor einer Schwangerschaft gemacht werden soll.

          Mein letztes Kind wird im Sommer 5, ich habe also schon gewartet, auch weil ich es selbst bezahlt habe. Ich hatte aber gar nicht erst versucht, da was von der Kasse zu bekommen. Mir war der Aufwand dafür viel zu doof.

          Wenn Du eine Straffung machen lassen willst, dann warte auf jeden Fall auch, bis das letzte Kind aus dem Kleinkindalter raus ist.
          Die OP ist schon nicht ohne, ich gebe zu, dass ich alles etwas unterschätzt habe. Es ist eine riesen OP und man braucht einige Wochen um sich wirklich davon zu erholen.

          Die genähte Rektusdiastase merkt man auch die ersten Wochen total. Beim atmen, beim essen........ es fühlt sich ziemlich heftig eingeengt an. Und Du darfst viele Wochen auf gar keinen Fall den Bauch irgendwie belasten oder heben.

          Allerdings ist mir das Ergebnis alles wert. Mein Bauch sieht aus, als wäre nie etwas gewesen.

          LG

    Ich hatte nach der Entbindung des jüngsten auch eine Rektusdiastase - die graden Bauchmuskeln waren eine Faust breit auseinander. Zusätzlich hatte ich mir in der Schwangerschaft einen Nabelbruch zugezogen. Meine Hebamme hat mich getapet und ich hatte Rückbildungsgymnastik unter der Anleitung einer Phyiotherapeutin in der Entbindungsklinik.
    Nach einem halben Jahr hatte sich die Rektusdiastase geschlossen und der Nabelbruch ist ebenfalls verheilt. Nun ist der kleine schon 17 Monate alt und alles ist wieder top ;)

    Allerdings bin ich mir nicht so sicher ob Tapen nach 21 Monaten noch hilft. Vielleicht solltest Du mit Deiner FÄ nochmal darüber reden.

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