Todesursache Lungenembolie?

    • (1) 18.06.16 - 16:47

      Hallo zusammen,

      habe eine Frage, da ich mich damit nicht so ganz gut auskenne:

      Lässt sich nach dem plötzlichen Versterben einer Frau von nicht ganz 50 Jahren die Todesursache "Lungenembolie" ohne Obduktion durch den Arzt feststellen?
      Die Frau war nicht krank, nahm keinerlei Medikamente und hatte keine Operation in den vergangenen Jahren.

      LG

      • Hallo,
        ich denke, es kommt auf die Umstände des Todes an. Wenn die Frau mit Beschwerden ins Krankenhaus kam und die Lungenembolie dort vielleicht schon anhand von z,B. Röntgen oder CT diagnostiziert wurde, wäre es ja offensichtlich. Vielleicht bestand auch eine unbekannte Krebserkrankung? Wenn die Frau jedoch tot aufgefunden wurde, ohne vorher wg. Lungenembolie behandelt worden zu sein, kann ich mir nicht vorstellen, dass man das sicher ohne Obduktion feststellen kann. Hier kommt es immer darauf an, wer den Totenschein ausstellt. Ist es der Hausarzt, der die Lungenembolie vermutet und vielleicht die Familie noch kennt, dann wird er den Totenschein i.d.R. als natürliche Todesursache und nicht als "Todesursache Unbekannt" ausstellen. Zweiteres ist jedoch für eine Obduktion notwendig. Ich arbeitete vor Jahren als Medizinische Fachangestellte in verschiedenen Arztpraxen. In der einen stellte mein damaliger Chef den Totenschein als unklar aus, weil die ältere Dame hier auf Besuch war. Daraufhin musste sie obduziert werden und die Familie war entsetzt, da sie an einem plötzlichen Herzversagen starb. Dies konnte mein ehemaliger Chef jedoch nicht wissen und stellte aus Gründen der Sorgfalt den unklaren Schein aus. Ein anderes Mal arbeitete ich in einer anderen Praxis, in der eine russische Ärztin als Urlaubsvertretung arbeitete. Auch dort wurden wir zu einem Todesfall gerufen. Der ältere Herr lag auf seinem Bett, die Ärztin fühlte Puls, hörte das Herz kurz ab und sage "ja, is toood"....! Die Familie bekam einen Totenschein mit natürlicher Todesursache ausgestellt. Der Mensch wurde nicht nach den Regeln der Totenschau untersucht. Ich war damals entsetzt, jedoch zu jung, um den Mund aufzumachen! Hast du denn die Vermutung, dass dort etwas nicht mit rechten Dingen zuging?

        Liebe Grüße

        • Danke für deine Antwort.

          Ja - ich habe ein komisches GEfühl. Das ganze ist eine etwas "seltsame" Angelegenheit.

          Es hat nichts mit mir beruflich zu tun.

          Geht einfach um einen Todesfall in einer Familie, die sehr zurückgezogen lebt(e). Vor allem die Frau hat in all den Jahren nie irgendwie Anschluß gefunden oder gesucht. Ich will hier nun nicht ins Detail gehen.

          Jedenfalls war es so, daß die Frau wirklich von einer Stunde auf die nächste verstarb, sie wurde vorher nicht ärztlich behandelt, auch nicht in der Vergangenheit. Angeblich war der Mann zum Todeszeitpunkt nicht anwesend, hat sie nach einem Spaziergang tot aufgefunden. Und angeblich habe der Arzt als Ursache Lungenembolie diagnostiziert. Die Beerdigung fand umgehend statt, also eine Obduktion kann nicht erfolgt sein!

          In der FAmilie gibt es zwei Kinder, ebenfalls sehr schüchtern, beide 8. Klasse, die nun wirklich den ganzen Tag auf sich gestellt sind, da der Vater sehr früh morgens das Haus verlässt und spät abends heim kommt.

          Er ist der Meinung, die Zwillinge sind alt genug, Nimmt keinerlei Hilfe an bzw. lässt diese auch nicht zu.
          Ich kann es mir einfach nicht vorstellen, daß selbst ein Hausarzt in solch einem Fall natürlicher Tod angibt... im Alter von etwas über 45 J.
          LG

          • Puhhh....das sind natürlich heftige Vermutungen, die du da hast! Ich kenne die familiären Umstände ja nicht, aber wenn ein Mensch in diesem Alter ohne Vorerkrankungen tot aufgefunden wird, dann ist das eigentlich keine natürliche Todesursache und müsste durch eine Obduktion geklärt werden. Könnte es denn sein, dass sie Suizid beging und der Ehemann das nicht an die Öffentlichkeit tragen möchte? Vieleicht findest du ja doch den Kontakt zu ihm. Es kann ja sein, dass er unter Schock steht und einfach so weiter machen möchte, als wäre nichts gewesen.Für mich ist es unvorstellbar, wenn ich vom Spazieren heimkommen würde und meinen Partner tot vorfinden würde! Und leider bleibt auch laut Kriminalpolizei ca. jeder 2. Mord unaufgedeckt. Hat er den schonmal ein gewaltätiges oder aggressives Verhalten gezeigt oder trinkt er? Eine Schwester meiner Oma kam in der Nachkriegszeit auch durch seltsame Umstände ums Leben. Sie fiel von einer Leiter und hatte tödliche Kopfverletzungen. Anwesend war nur ihr Ehemann, der wohl ein Tyrann war mit hohem Agggressionspotential. Alle hatten Angst vor ihm. Der Totenschein wurde als Tod durch Unfall ausgestellt und die Wahrheit weiß nur der inzwischen verstorbene Ehemann....! Das mit den Kindern geht meiner Meinung nach garnicht! Gibt es denn keine Paten? Auch wenn sie nicht mehr so ganz klein sind und sich gegenseitig haben, so muss dringend Trauerarbeit geleistet werden. Ich kann dich verstehen, man hat ein komisches Gefühl, weiß aber, dass es an der Situation nichts ändert. Wenn du das nicht verdrängen kannst, würde ich den Kontakt zu dem behandelnden Arzt aufsuchen und deine Bedenken ansprechen. Um es dann letztendlich zu klären, müsste gerichtlich eine Autopsie und somit eine Exhumierung angeordnet werden. Das finde ich persönlich aber schon ziemlich heftig! Da müssten eindeutige Hinweise bestehen.

            • ....aber wenn ein Mensch in diesem Alter ohne Vorerkrankungen tot aufgefunden wird, dann ist das eigentlich keine natürliche Todesursache....

              Ich muss mich korrigieren. Habe mich etwas unpassend ausgedrückt...wenn ein Mensch in diesem Alter ohne Vorkerkrankungen tot aufgefunden wird, sollte die Todesursache durch eine Obduktion geklärt werden! Diese kann selbstverständlich auch natürlich sein und muss nicht zwingend unnatürlich sein!

      (7) 18.06.16 - 22:46

      Ist nur eine Vermutung, aber da eine Lungenembolie zu einer der häufigsten plötzlichen Todesursachen zählt, hat der Arzt vermutlich diese auf dem Totenschein eingetragen. Hätte er "Todesursache ungeklärt" angekreuzt, würde wahrscheinlich eine Obduktion gerichtlich angeordnet.

      wenn kein Fremdverschulden oder Suizid oder Unfall offensichtlich ist, wird auch keine Obduktion zur Klärung der Todesursache angeordnet.

      Wollen die Angehörigen absolute Klarheit, dann müssen sie einer Obduktion zustimmen und diese auch bezahlen.

      Vermutlich wollte die Familie dieses nicht und ging ebenfalls davon aus, dass sich die Frau nicht selbst getötet und auch niemand nachgeholfen hat.

      Darf ich fragen, ob es eine Erd- oder Feuerbestattung bei der Frau war? Ist nämlich ein erheblicher Unterschied.
      Bei einer Feuerbestattung erfolgt im Krematorium noch eine wirklich eingehende Untersuchung des Verstorbenen, da reicht der Totenschein des Hausarztes nicht aus.
      Beim geringsten Verdacht muss die Polizei eingeschaltet werden.
      Da bei einer Einäscherung definitiv alle Spuren vernichtet sind, gibt es dieses Gesetz.
      Sollte die Frau eingeäschert worden sein, kannst Du davon ausgehen, dass ihr Tod ärztlich "abgesichert" nicht fragwürdig war.
      LG Moni

      (9) 21.06.16 - 13:15

      Du wirst als Außenstehende im Bezug auf die Verstorbene, nicht viel machen können, jedoch könntest Du deine Bedenken gebenüber dem Jugendamt äußern, dass die Kinder mehr oder weniger auf sich alleine gestellt sind in dem zarten Alter!

      Mir persönlich würde das viel mehr zu schaffe machen, als die Obduktionsfrage und warum der Arzt diesen Vermerk auf dem Totenschein gemacht hat. Woher kommen die Zweifel, wenn Du die Frau und ihre Familie im Grunde gar nicht kennst?

      Warum ist die Thematik wichtiger, als jetzt zu gucken wie den Kindern am schnellsten geholfen werden kann?

      • (10) 24.06.16 - 07:46

        Hallo,

        das kam hier wohl völlig falsch rüber - die Thematik über die Todesursache ist keineswegs wichtiger als was denn nun aus den Kindern wird.

        Es ging dabei darum, hier evtl. hintergründiges nicht außer Acht zu lassen.

        Es ist ein verworrene Sache, das will ich hier nicht alles einfach schreiben.

        Hatte ein langes GEspräch mit der Schwägerin der Verstorbenen und daraus resultierte meine Frage...

    Ja durch eine Lungenembolie kann man sterben,Ursachen können vielfaeltig sein,Thrombose im rechten bein verursacht durch die Pille,zu wenig trinken,bettlägerig,verschränkte Beine.durch eine lungenbolie kann Lungengewebe absterben, es wird das rechte Herz belastet, es ist so vorzustellen,dass ein kleiner wuerfelzucker aus Blut einen teil der Lunge verschließt.das eingeflossene Blut kann nicht mehr raus und wenn dieser wuerfelzucker verschwindet,stoesst das ganze Blut raus und ist eine enorme rechtsherzbelastung, bloed erklaerkt, der rechte teil deines Herzens bekommt einen intensiven gartenschlaucjstrahl. Das gefuehl dass du bei einer lungenembolie hast,es ist als ob du innerlich zerblatzt,keine Zeit zum denken was das ist,ich hatte eine Lungenembolie,deswegen weiss ich so genau.lg

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