Arzt stellt kein Rezept aus

    • (1) 15.08.16 - 22:07

      Hallo zusammen,

      ich bin chronisch krank und benötige regelmäßig Medikamente.

      Eines davon sind Schmelztabletten, die ich benötige, damit die Nieren nicht soviel Wasser ausscheiden. Normalerweise nimmt man die einmal am Tag nach Bedarf, es kam aber schon oft vor, dass ich sie zweimal nehmen musste.
      Nehme ich sie nicht, geht der Vorgang Wasser lassen, trinken, Wasser lassen.... das wird immer schlimmer und führt nach langer Zeit ohne Medikament zum Tod.

      Nun wollte ich mir heute bei meinem Hausarzt ein Rezept ausstellen lassen und mir wurde gesagt, dass ich für 30 Tage noch Tabletten haben müsste. Habe ich aber nicht. Wie gesagt der Wassernotstand kann innerhalb von 24 durchaus zweimal vorkommen. Da wurde mir gesagt, ich kann die Tabletten nicht "wahllos" nehmen und dürfte nur einmal am Tag eine nehmen.

      Dazu muss ich sagen, dass ich beim Hausarzt nur die Rezepte hole, selbstverständlich bin ich sonst auch regelmäßig beim Endokrinologen.

      Das Rezept wurde mir verweigert. Die Tabletten habe ich dann von meinem Apotheker bekommen, der braucht aber natürlich noch ein Rezept dafür.
      Das werde ich mir morgen beim Facharzt besorgen.

      Meine Frage ist nun, ist es richtig, dass das Ausstellen von lebenswichigen Rezepten vom Arzt verweigert werden kann?

      LG
      bruchetta

      (4) 16.08.16 - 08:35

      Hallo,

      bei mir stellt der HA auch kein Cortisonspray für mein allerg. Asthma aus, das Rezept bekomme ich vom Facharzt. Du müsstest doch auch beim Nephrologen in Behandlung sein, oder? Der wird Dir die Medikamente so verschreiben, wie es notwendig ist, nicht wie Du denkst, daß Du sie nehmen musst.

      LG

    (7) 16.08.16 - 08:44

    Hi,

    Ich hole Rezepte auch beim Hausarzt, wenn möglich. Aber auch nur nach Behandlungsplan des Facharztes. Ich habe auch schon mal vor dem Urlaub noch eine Packung Herzmedikamente auf Vorrat holen wollen, ging nicht. Hab mir das Rezept dann im Urlaub (komplette Sommerferien bei meiner Mutter, also war schon ein längerer Zeitraum) schicken lassen.
    Schmerzmedikamente bekomme ich nur von der Schmerzambulanz (hiesige Uniklinik), vom Hausarzt gar nicht.
    Ich würde mit dem Facharzt sprechen. Entweder bekommst du von dort das Rezept oder einen neuen Behandlungsplan auf dem steht 1-2 Tabletten täglich. Dann sollte das doch kein Problem sein.
    Ich kann die Ärztin da schon verstehen, am Ende ist sie ja in der Haftung.

    Lg

    • (8) 16.08.16 - 13:22

      Ist sie dann auch in der Haftung, wenn mir etwas passiert, weil ich keine Tabletten mehr habe? Das war eigentlich meine Kernfrage.

      • sie ist ja nicht die Ärztin, die das Medikament verordnet hat. Sie ist die jenige, die es dir ermöglicht, das Medikament in der Apotheke zu holen, da es sich um ein verschreibungs pflichtiges Medikament handelt.

        Du selbst solltest es dir wert sein, dich um dich und deinen Körper zu kümmern. Die Ärztin hat den ersten Schritt getan, jetzt sollte es dir dämmern, dass du zu dem Arzt gehen musst, der dir das Medikament verordnet hat.

        • Ich weiß auch gar nicht, wie die Hausärztin darauf kommt, dass man nur eine Tablette davon nehmen darf.
          Selbst in der Packungsbeilage steht, dass das Medikament bei Bedarf erhöht werden kann.
          Ich lebe seit 10 Jahren mit der Krankheit, ich weiß, damit umzugehen.
          Dennoch gehe ich morgen zu meinem Endokrinologen, um das abzuklären.

(12) 16.08.16 - 10:54

und was, wenn mehr als eine pro Tag schädlich ist? abhängig macht? Folgeschäden hat? oder eben nicht dem Sinn entspricht?

also meine Gyn würde mir ja auch keine 3Monatspackung pro Monat aussellen, weil ich noch genügend haben müsste und eben nicht mehr als eine pro Tag nehmen darf....

Dann ist es einfach das falsche Medikament, wenn es einmal pro Tag nicht reicht? - schon mal in diese Richtung gedacht?

weißt du was? Ich finds richtig gut, dass in zu nehmendem Maße eine Kontrolle beim Verschreiben statt findet und nicht mehr auf Patientenwunsch ein fach so ein Rezept aus gestellt wird.

Für dich ist das natürlich ärgerlich, aber mal ehrlich, du siehst doch, wie dein Tablettenvorrat langsam schwindet, dann kümmert man sich eben recht zeitig drum.

Es ist auch so, dass du nicht eigen ständig die Dosierung eines Medikaments verändern solltest, das muss mit dem Arzt, der das Medikament verordnet hat, ab gesprochen werden.

So gesehen hat deine Hausärztin absolut richtig gehandelt, das Verhalten der Apotheke empfinde ich als kpl. unkorrekt.

>>Nehme ich sie nicht, geht der Vorgang Wasser lassen, trinken, Wasser lassen.... das wird immer schlimmer und führt nach langer Zeit ohne Medikament zum Tod.<<

es ist ja auch durch aus möglich, dass eine, selbst nur zeit weise, Überdosierung den gleichen Effekt hat.
Alles Gute und melde dich bitte sehr zügig beim Arzt, der dir dieses Medikament verordnet hat.

(14) 22.08.16 - 14:46

Hallo,

Deine Erkrankung kommt nicht so häufig vor, Hausärzte kennen sich damit in der Regel nicht so gut aus. Die Ärztin wusste sicher nicht genau, wie oft man das Medikament anwenden darf. Außerdem ist es vielleicht auch eine Budget-Frage. Hausärzte haben ein viel kleineres Medikamenten-Budget als Fachärzte. Seltene Medikamente sind oft teuer. Also versuche, möglichst immer diese Spezialmedikamente beim Facharzt zu bekommen. Mein Sohn ist schwer chronisch krank und braucht viele Medikamente. Die Fachärzte in der Kinderklinik und Augenklinik verschreiben auch meist gleich Großpackungen. Nur im "Notfall", also wenn ich was vergessen habe, nicht mehr rechtzeitig in die Klinik komme, sie mir das Rezept auch nicht mehr schicken können...wende ich mich an den Kinderarzt oder den Hausarzt.

Das war sicher keine Böswilligkeit. Im Gegenteil, die Hausärztin ist sehr gutmütig, wenn sie Dir bisher das Rezept immer wieder gegeben hat.

Liebe Grüße.

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