Gesicherte Diagnose: Endometriose

    • (1) 08.09.16 - 11:31

      Huhu alle miteinander,
      kurz zu mir, ich bin w 26 und habe noch keine Kinder und derzeit auch keinen Kinderwunsch. Ich hab gestern ne diagnostische Laparoskopie bekommen, bei dem die Diagnose Endometriose gesichert wurde und mehrere kleine Endometrioseherde entfernt wurden ( Beckenboden, Blase und Gebärmutter). Mein Arzt hat mir drei Therapiemöglichkeiten offen gelassen:
      1. Schwangerschaft
      2. Gestagenpille
      3. Künstliche Wechseljahre

      Ich hab mich für die Gestagenpille, nämlich die Desogestrel 75 entschieden. Jetzt liest und hört man aber von vielen, dass diese Minipillen nicht sehr zuverlässig sein sollen, Blutungen kommen und gehen wann sie wollen etc. Jemand Erfahrungen damit gemacht? Und kann mir jemand sagen, ob auch ne minimale Endometriose zur Unfruchtbarkeit bzw. erschwerter Schwangerschaft führt?
      Um Meinungen und evtl auch Tipps wär ich sehr dankbar :)

      Liebe Grüße

      • hi

        also endo führt nie zur Unfruchtbarkeit

        es kann aber gebärmutter und Eileiter schädigen und eine ss verhindern

        aber bei leichter endo ist das eher selten das frau damit Problem hat.

        was auch geht ist wenn du eine verhütungs wählst die dein Periode ausbleiben lässt

        also keine Periode bekommen kanns

        ich habe endo schweren grades und deswegen das stäbchenn um keine mens zubekommen.

        lg

            • Nein. Unfruchtbar ist man, wenn man nach 1 Jahr regelmäßigem GV nicht schwanger wird. Die Ursachen sind dabei nebensächlich. Eine Frau, die sterilisiert wurde und ihre Eileiter dadurch nicht mehr funktionieren, kann auch durch IVF schwanger werden. Es geht hier aber darum, dass man ohne Hilfe nicht schwanger werden kann und somit unfruchtbar ist.

              "1 Definition

              Unfruchtbarkeit oder Infertilität bezeichnet das Unvermögen, ein Kind zu zeugen, zu empfangen oder auszutragen.

              2 Unfruchtbarkeit bei Frauen

              In etwa 40% der ungewollt kinderlos bleibenden Paare liegt die Ursache der Unfruchtbarkeit bei der Frau. Die Gründe hierfür können vielfältig sein.

              Normalerweise gelangen beim Geschlechtsverkehr die Spermien tief in die Vagina, wandern von dort in den Uterus und erreichen schließlich die Tuba uterina, wo die Befruchtung stattfindet. Danach nistet sich die befruchtete Eizelle in die Uterusschleimhaut ein - die Schwangerschaft beginnt.

              Liegt nun eine Störung in einem der genannten Mechanismen vor, so kann dies eine Schwangerschaft verhindern und zu Unfruchtbarkeit führen. In vielen Fällen liegt die Unfruchtbarkeit bei Frauen an einem fehlenden Eisprung."

              http://flexikon.doccheck.com/de/Unfruchtbarkeit

              "Unfruchtbarkeit ist nicht selten. In Mitteleuropa hat heutzutage etwa jedes sechste Paar Mühe bei der Erfüllung des Kinderwunsches. 10 % der Paare benötigen länger als zwei Jahre, um Kinder zu bekommen, 3–4 % der Paare bleiben dauerhaft ungewollt kinderlos.
              Etwa ein Drittel der Unfruchtbarkeit beruht auf Ursachen bei den weiblichen Individuen, ein Drittel auf Ursachen bei den männlichen Individuen und bei einem Drittel der Fälle sind kombinierte oder keine Ursachen zu finden. Mit zunehmendem Lebensalter sinkt die Fruchtbarkeitsrate.[4][5]

              Primäre Sterilität bezeichnet bei Frauen das Nichteintreten einer Schwangerschaft nach einem Jahr regelmäßigen Geschlechtsverkehrs ohne Verhütungsmittel bei einer Frau, die noch nie konzipiert hat. Sekundäre Sterilität bezeichnet das Nichteintreten einer Schwangerschaft nach einem Jahr bei regelmäßigem Geschlechtsverkehr ohne Verhütungsmittel bei einer Frau, bei der bereits mindestens eine Schwangerschaft eingetreten war."

              https://de.m.wikipedia.org/wiki/Unfruchtbarkeit

              Ebenso bei Wikipedia (gleicher Link):

              "Faktoren, die bei Frauen zur Unfruchtbarkeit führen können, sind Ovulationsschwierigkeiten, Follikelreifungsstörungen, blockierte Eileiter (unterbrochen/verklebt/verengt), Hormonelle Störungen (Hyperprolaktinämie, Hypothyreose, Hyperandrogenämie), Endometriose, Unfähigkeit der befruchteten Eizelle, sich in der Gebärmutter einzunisten, Unfähigkeit, eine Schwangerschaft erfolgreich zu beenden, Genetische Defekte, perniziöse Anämie (Vitamin-B12-Mangel), Infektion durch eine sexuell übertragbare Erkrankung, wie beispielsweise Chlamydien oder Gonorrhoe, das Alter (die Fruchtbarkeit der Frau nimmt ab dem 35. Lebensjahr signifikant ab), Stress, Über- und Untergewicht, Alkohol- und Drogenmissbrauch, Schädigungen durch Behandlungen bösartiger Erkrankungen (Chemotherapie, Strahlentherapie) und Zöliakie.[6] Auch nisten sich die befruchtete Eizellen bei starken Raucherinnen nur schwerer im Endometrium ein. In einer Studie wurde die Hälfte der Frauen, die rauchten, schwanger, bei starken Raucherinnen war es nur ein Drittel der Frauen.[7]"

      Ich hatte leichte Endo, wobei mir eine Golfball-große Verwachsung zw. Blase und Gebärmutter sowie weitere kleine Herde damals entfernt wurden. Danach habe ich 4 Jahre lang eine reine Gestagenpille (Cerazette) genommen und hatte in dieser Zeit keine Periode.

      Ich hab diese Pille gut vertragen, nur anfangs etwas zugenommen und Mehr Hautunreinheiten gekriegt. Manche Frauen vertragen sie nicht so gut, aber das ist eh bei jeder Pille/Frau anders. Jedenfalls hatte ich nach der Umstellungsphase dann keinerlei Blutungen mehr und auch keine Endo-Beschwerden. Wichtig ist, dass man Gestagenpillen wirklich pünktlich einnimmt, also nur in einem sehr kleinen Zeitrahmen variiert. Habe das immer morgens gemacht und notfalls Wecker gestellt. Haben dennoch meistens Kondom dazu genommen.

      Nach dem Absetzen und sofortigem Hibbeln bin ich gleich im 2. Zyklus schwanger geworden. In den 3,5 Jahren nach der Geburt habe ich keine Pille genommen. Und nun bin ich bei einem Sex ohne Verhütung sofort schwanger geworden.

      Im Internet gibt es viele gute Infos und auch ein Forum (Endometriose Vereinigung). Meine damalige FÄ kannte sich mit Endo nur ganz schlecht aus, hab mir dann eine zeitlang einen Spezialisten als Privatarzt geleistet.

      Hallo,

      Ganz ehrlich, ich würde an deiner Stelle sofort versuchen schwanger zu werden.
      Bei mir half kein Gestagenpille, noch dazu kamen Nebenwirkungen hinzu, die mich nciht gerade glücklich machten.

      Nach meiner ersten Lapraskopie ging es bei den Verwachsungen erst richtig los.
      Letztes JAHR waren es nur ganz leichte und jetzt ein Jahr später, habe ich dermassen starke Verwachsungen die nicht mehr mit Lapraskopie zu beseitigen sind.
      Der Doch sagte, seinen sie froh, daß sie ihre Kinder schon haben, ich könnte definitiv keine mehr bekommen.

      Meine nächste Op ist schon angesetzt.

      Lg

      Endo Stufe 1 und 2 machen bezueglich schwanger werden meist keine Probleme. Bei Stufe 3 und 4 sieht es leider anders aus. Ich habe Stufe 3 und versuche seit ueber 4 Jahren ss zu werden. Waere wohl ein Wunder, wenn es klappen wuerde. Bei deinem leichten Befund, zumal die Endo nun ruhig gestellt wird, wuerde ich mir keine Sorgen machen.

      • (10) 13.09.16 - 15:03

        Gesicherte Endometriosediagnose Grad 3-4 im Januar 2003
        Kurzeitig Pille als Therapie, diese nicht vertragen - dann allem seinen Lauf gelassen.

        Im März 2007 erste Schwangerschaft, Geburt unseres Großen
        Dez. 2008 erneut schwanger, ELSS mit Not Ok
        Febr. 2009 erneut schwanger - Missed abort
        Januar 2010 schwanger, Geburt des Kleinen
        März 2015 schwanger, missed Abort

        Auch mit schwerer Diagnose kann Frau mit Endometriose schwanger werden, schwanger bleiben und Kinder bekommen.

        LG

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