Kaiserschnitt Pfusch oder Verwachsungen?

Hallo zusammen,

ich bin auf der Suche nach jemanden, der ähnliches erlebt hat wie ich gerade :-(

Ich versuche eine kurze Zusammenfassung zu schildern:

Also, am 28.12.2015 habe ich per geplanten Kaiserschnitt (der 2. - der 1. war 5 Jahre zuvor) mein Baby entbunden. Im OP ging einiges schief, das Baby wurde geschnitten und ich blutete sehr stark, also wurde wohl ein Gefäß verletzt nehme ich mal an. Ich brauchte 2 Drainagen.

Noch im OP merkte ich, dass es rechts innerlich neben dem Bauchnabel weh tut, dabei war ich ja noch betäubt. Im Kreissaal, wo man noch zur Überwachung hinkommt, waren diese Schmerzen so stark, dass ich es dem Arzt sagte, dieser tat das als normal ab, da es eine große Bauch-OP ist. Ich hatte das allerdings beim ersten KS nicht. Ich bekam eine Schmerzspritze und dann war erst mal gut.

Auf Station 2 Tage später fragte ich die Schwester nochmal warum ich rechts mehr Schmerzen habe. Sie sagte es sei normal, weil auf der Seite die Knoten gemacht worden sind.

Dann war eigentlich alles gut. Ich wurde irgendwann schmerzfrei und war glücklich.
Aber 10 Wochen nach dem KS fingen die Schmerzen an. Ultraschall innen und aussen und Blut i.O., keine Entzündungswerte.

Der Schmerz kam immer mal wieder, mal mehr, mal weniger, mal länger, mal kürzer. Aber weg war er nie. Der Arzt sagte das kann noch vom KS kommen, bis 6 Monate wäre alles akzeptabel.

Nun sind 8 Monate rum, seit 4 Wochen habe ich quasi durchgehend Schmerzen, rechtsseitig und auch unterleibsmäßig, innerlich. Wenn ich die äussere Narbe an einer Stelle berühre ist das auch unangenehm,

Der Frauenarzt rät mir zur Bauchspiegelung, er tippt auf Verwachsungen.

Ich habe auch noch im Kopf, dass evtl gepfuscht wurde, weil die im OP eh etwas verwirrt waren, weil ja das Baby verletzt wurde und ich so stark geblutet habe.

Meine Gedankengänge sind, dass etwas falsch vernäht wurde und / oder ein Tuch oder dergleichen vergessen wurde.

Meine Fragen sind nun: Gibt es jemanden hier, der ähnliches erlebt hat? Wenn die bei der Bauchspiegelung etwas entdecken, machen die das dann gleich oder ist das eine extra OP, und die Spiegelung nur eine Untersuchung? Wie lange würde man in etwa im KH bleiben müssen? Ist das nicht ziemlich gefährlich, falls etwas vergessen oder falsch genäht wurde, das zu korrigieren / entfernen? Ich habe solche Angst :-( ich könnte nur weinen.

Geht man dann besser in ein anderes KH, als in das, wo der KS gemacht wurde?

Ich lasse nächste Woche noch einen Osteopathen draufschauen und dann werde ich einen Termin im KH vereinbaren.

Viele Grüße

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Blut im Bauchraum fördert Verwachsungen. Wenn es viel geblutet hat, kann es sein, dass auch Blut in den Bauchraum kam. Dadurch können schon Verwachsungen entstanden sein (entstehen aber auch ohne Blut oder Eiter im Bauchraum). Schmerzen können auch durch verletzte (Haut-)Nerven entstehen, die dann nicht mehr richtig zusammenwachsen. Wenn bei einer Bauchspiegelung etwas gefunden wird, was gleich behoben werden kann, dann wird das gleich gemacht, z.B. Verwachsungen lösen. Bei der Aufklärung wird mit Dir genau besprochen, in wieweit du erlaubst,, dass der Eingriff erweitert wird, oder ob sie Dich auf jeden Fall vorher fragen müssen.

Ich würde in das Krankenhaus gehen, das die meisten Erfahrungen mit Bauchspiegelungen hat, und in erreichbarer Nähe ist. Auch solltest Du den Ärzten vertrauen können. Wenn Du nur glaubst, die Ärzte hätten bei Dir gepfuscht, dann gehe vielleicht lieber in ein anderes Haus. Wenn Du Dich aber wohl gefühlt hast und es nur einfach "dumm gelaufen ist", dann geh wieder in das gleiche Krankenhaus.

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Hallo!

Ich habe drei KS-OP hinter mir. Das hört sich nicht gut an bei dir. Wichtig ist, dass du einen Arzt findest dem du vertraust und mit dem du offen über alles reden kannst. Meine Mama hatte auch Verwachsungen im Unterleib und öfter Schmerzen. Normal ist das sicherlich nicht bei dir. Ich war relativ rasch nach jedem KS schmerzfrei.

Wünsch dir alles Liebe und gute Gesundheit.
LG Gabi