Bandscheibenvorfall im HWS, wo kriege ich ein Attest dafür?

Hallo ihr Lieben.

Nach langer Zeit bin ich mal wieder hier, weil ich wirklich ratlos bin
und mir erhoffe hier vielleicht einige Antworten, gemachte Erfahrungen zu finden.
Vielleicht hat der eine oder die andere von euch so etwas ja selbst erlebt.

Ich hatte vorgestern ein MRT und als Befund kam ein Bandscheibenvorfall,
inkl. Arthrose im HWS Bereich durch Verschleiß raus, u.a.
Manchmal sind die Schmerzen in der Schulter, sowie den ganzen Arm nicht auszuhalten, aber es muss ja weiter gehen. Therapie in Form von Krankengymnastik und Schmerzmitteln sollen nun erstmal eine OP verhindern.
Damit muss bzw. kann ich auch erstmal leben.

Nun habe ich aber noch das Problem, dass ich mitten in einer Umschulung zur Kauffrau im Einzelhandel stecke und weiß dass es dort durch die körperliche Belastung auf jeden Fall schlimmer werden kann/wird, u.a.

Ich muss mir attestieren lassen, was ich beruflich noch darf und was nicht,
das weiß ich, aber bis man einen Termin beim Chirurgen oder Orthopäden bekommt, dauert es auch (gefühlt) ewig.

Vielleicht, so meine Hoffnung könnte ich noch den Kurs in Richtung Büro ändern.
Sofern mir das Arbeitsamt die Lösung auch gewährt… das bleibt ja auch noch abzuwarten, denn auch da ist kaum ein voran kommen möglich.

Die Zeit rennt mir davon…

Ach, ich könnte heulen… Bin noch nicht mal 39, habe 4 Kinder,
damit wäre und ist es schon nicht wirklich leicht an eine halbwegs gute Arbeit zu kommen, aber wenn dann noch einer Bandscheibenvorfall hört, habe ich zumindest die Angst, ist der Ofen ganz aus. Ich bin echt nicht der Typ der gern die Füsse still hält,
das schon zu müssen, ist hart. War die letzten Jahre viel am arbeiten und jetzt das… #schmoll

Ganz liebe Grüße,

JumJum

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Hallo,

wegen solch einem Attest solltest Du schon zum Facharzt gehen, der Hausarzt kann meist nicht so genau sagen, welche Tätigkeiten noch gehen und welche nicht. Vielleicht schickt Dich das Arbeitsamt auch zum medizinischen Dienst.

Grundsätzliche Überlegung: Wenn du KG brauchst, dann frag doch gleich Deinen Orthopäden wegen Reha. Er soll Dir dann eine Reha-Empfehlung in den Bericht an den Hausarzt schrieben, damit kann dann dein Hausarzt eine Reha beantragen bei der Rentenversicherung.

Bei einer Reha hast Du in kurzer Zeit viele verschiedene Therapien und kommst gut vorwärts. Außerdem haben die Kliniken einen Sozialdienst und können ein sozialmedizinisches Gutachten erstellen. Darin wird genau festgelegt, welche Tätigkeiten Du noch wie und in welchem Umfang verrichten kannst. Mit diesen Empfehlungen aus dem Sozialgutachten kannst Du dann auch eine berufliche Reha (Maßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben) über die Rentenversicherung beantragen.

Aber: all diese Sachen brauchen ihre Zeit. Arbeitsamt und Rentenversicherung sind bei der Antragbearbeitung nicht die Schnellsten. Da können schon mal ein oder zwei Jahre ins Land gehen, bis man endlich mit der Maßnahme beginnen kann. Wie gesagt, bei der Rentenversicherung ist der Weg über eine Reha der Schnellste. Und der Weg in eine Reha geht am Besten über eine Empfehlung vom Facharzt, sonst wird nur abgelehnt mit dem Argument, man hätte die ambulanten Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft. Die Antragsunterlagen kann Dir Deine Krankenkasse zuschicken.

Wenn Du die letzten Jahre viel gearbeitet hast und 4 Kinder hast, Hut ab! Dann nutze doch diese Zeit jetzt für Dich! Du weißt nie, was später noch alles auf Dich zukommt.

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Hallo, ich habe mein Attest auch von der Reha bekommen. Es gibt auch ambulante Rehas. Bevor du das nicht probiert hast, kann man auch nichts endgültiges sagen. LG

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Hallo,

wo Du die Bescheinigung für Deine Erkrankung her bekommst weiß ich nicht. Jedoch aus eigener Erfahrung - überlege Dir den Wechsel in der Umschulung. Ich habe über Jahre im Büro gearbeitet, dann im Einzelhandel im Direktverkauf (kein Regaleingeräume im Supermarkt) gearbeitet und habe zudem immer wieder Probleme mit meiner Wirbelsäule. Für meinen Körper war der Job im Einzelhandel wesentlich entspannter als der im Büro. Da du im Büro überwiegend sitzende Tätigkeiten ausübst wirst Du wenn Du nicht was dagegen tun bald ggf. Probleme im LWS haben.

Zudem ist die Auswahl an Jobs im Einzelhandel größer, zumindest dort wo ich wohne -es eher ein Mangel an Personal gibt. Da darf Frau auch ein klein wenig schauen wo sie arbeitet - sofern flexibel in den Arbeitszeiten bis 20.00Uhr und auch Arbeit am Wochenende kein Problem ist.

Ansonsten aus der Erfahrung in der Familie zum Thema Arthrose -> Ernährung umstellen. Mein Mann hat das berufsbedingt in der Schulter. Die Abnutzung der Bandscheiben in der HWS ist bei ihm lt. Ärztin altersbedingt. Wir versuchen weitestgehend ohne Schweinefleisch, stark Zucker reduziert, Verzicht auf Produkte mit Weizen zu ernähren.

VG Geli

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Hallo,

vergiss das Büro, das wird nicht besser. Wenn Du in Bewegung bist, ist es immer besser, als stundenlang im Büro zu sitzen, das können nämlich Schmerzen sein, die hast Du noch nicht erlebt. Du solltest zum Ausgleich viel Sport machen und die Muskulatur auf zu bauen. Ich selbst habe so keine Probleme mehr.

LG

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Sorry muss klein schreiben..
Hatte mein mann auch,, prolaps und arthrose....schmerzen, taub, kribbeln..ibus, kg, akupunktur, spritzen 2 jahre lang...tramal..usw...

Da half nur eine op: bandscheibe wurde entfernt, knochenspan eingesetzt und verblockt...er war sofort beschwerdefrei...hat keine probleme mehr....er hat sich geärgert, dass er es nicht gleich gemacht hat....top arzt: professor hertlein in münchen.
Alles gute
Annica

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Hallo,

soll so schnell wie möglich sein.

Du bist in der Umschulung und ich schreibe dir jetzt wie du an den Wisch ran kommst. Du hast wahnsinnige Schmerzen . Wenn dich jemand fragt mind. 8-9 von 10.

Lass dich stationär behandeln. Keine Op, aber eine Schmerztherapie. Natürlich sagst du das nicht, wenn du wegen der starken Schmerzen in eine Klinik gehst! Willst du nun eine Op umgehen, sollten sich deine Schmerzen bessern. Mit 5 Tagen sollte man rechnen und die tun wirklich gut, wenn man an eine Klinik gerät, die nicht gerade im Sparmodus ist und dann nur Ibuprofen verabreicht.

Leider gibt es das wirklich!

Im Falle, das die Schmerzen wirklich nicht besser werden, eine Op in Betracht ziehen.

In der Regel kommt dann jemand zu dir mit einem Antrag auf eine AHB (Anschlussrehabilitation), welche du ambulant (für dich als Mutter wohl empfehlenswert) oder stationär durchführen kannst.

Du bekommst eine Eingangs und Ausgangsuntersuchung und da bekommst du in der Regel auch attestiert, wie du beeinträchtigt du bist.

Willst du das ganze nicht, solltest du eh bei einem Arzt/Schmerztherapeuten vorstellig werden. Bei der Suche sind Hausarzt/Facharzt komischerweise oft verstockt.

Gute Besserung

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Huhu,

Wo Du so ein Attest herbekommen kannst, da kann ich Dir leider nicht weiter helfen. Aber ich kann Dir aus Erfahrung dazu raten, nicht zu lange zu überlegen oder rum zu testen.

mir wurde nach gut einem halben Jahr immer stärker werdender Taubheit im rechten Arm ein doppelter BSV in der HWS diagnostiziert.

Ich hatte ein super Ärzte Team, eine wirklich erstklassige Beratung & Aufklärung.

Mrt am 12.06. in der folgenden Woche mehrere Beratungsgespräche um auch evtl Alternativen finden zu können.

Dann am 16.06 zur OP entschlossen, am 20.06 Stationär aufgenommen, 21.06 OP ( Entfernung einer BS & einsetzten eines Cages) mit einer Woche Stationär.

Sofort im Anschluss war eine deutliche Besserung der Beschwerden zu merken, die inzwischen komplett verschwunden sind.

Bin noch in der Physio, aber auch das nähert sich dem Ende.

Da ich auch im Büro sitze kann ich Dir sagen, das Du auf jeden Fall einen erhöhten Bewegungsausgleich haben solltest (was Dir mit 4 Kindern -Herzlichen Glückwunsch dazu ;) - nicht schwer fallen sollte)

Ich drücke Dir ganz doll die Daumen, das es Dir bald besser geht & Du im falle einer OP an einen guten Arzt kommst!!

LG Scot