Behandlung bei Gallenkoliken?

    • (1) 01.01.17 - 19:32

      Hallo zusammen und ein gesundes neues Jahr,

      ich hab grad schon ältere Threads zum Thema Galle gewälzt, bin allerdings nicht auf das gestoßen was ich wollte.

      Aber, alles von Anfang an.

      Letztes Jahr um dieses Zeit, war ich grad in der 13. Woche schwanger, bei einem Ausflug hab ich von jetzt auf gleich Magenschmerzen-/ krämpfe bekommen, dass mir die Luft wegblieb. Mein Mann hat dann den Notarzt gerufen und ich kam ins Kh. Mit dem Baby war alles gut, laut Blutbild leicht erhöhte Leberwerte, das kann vom Essen kommen, es war ja auch grad Weihnachten. Meine Hausärztin hat nach 14 Tagen noch einmal Blut abgenommen, wieder ein Leberwert leicht erhöht aber kein Grund zur Sorge. Im Laufe der Schwangerschaft kamen diese Schmerzen noch 2-3 mal, mal mehr - mal weniger stark und auch nicht immer gleich langanhaltend. Meine Gyn hat dann noch mal US von Nieren und Leber gemacht, hat aber nichts gefunden. Im Juli ist mein Sohn geboren und es war dann eine ganze Weile Ruhe. Im Oktober dann die erste Kolik nach der Schwangerschaft, dann bis zum 4. Advent wieder Ruhe. Am 4. Advent hatten dann dummerweise meine Eltern den "Anfall" mitbekommen und tippen nun auf Gallensteine. Da ich heute schon wieder einen leichten Anfall hatte, werde ich morgen zu meiner Hausärztin fahren und ihr das mal schildern. Wenn sich rausstellt, dsss es wirklich Gallensteine sind, gibt es noch andere Behandlungsmöglichkeiten, ausser einer OP? Irgendwas Alternatives? Ich stille mein Baby noch und möchte das nicht aufgeben/ unterbrechen. Leider habe ich auch keinen der mein Baby betreuen kann, sollte ich wirklich ins KH müssen. Könnte ich ihn mitnehmen?

      Kann mir jemand dazu etwas sagen?

      Vielen Dank

      Lucy

      • Huhu,

        also mir gings so ähnlich wie dir.
        ich hatte damals in meiner Schwangerschaft auch das erste mal eine Gallenkolik, mit heftigen MAgenschmerzen und auch Schmerzen im Rücken, ich dachte auch erst es kommt vom Rücken, dann war wieder Ruhe und ich habe mir nicht viel dabei gedacht.

        Die nächste Gallenkolik hatte ich aber erst nach der Schwangerschaft dann wieder, da war meine Tochter schon einige Monate, war aber nicht zum Arzt und wusste immer noch nicht das es eine Gallenkolik ist.
        Erst die nächste Gallenkolik die sooooo heftig war, da bin ich dann zum Hausarzt morgens und des hat Gallensteine festgestellt und sprach auch von OP.
        Ich bin dann noch in eine gastroenterologische Praxis um mir eine zweite Meinung einzuholen, etc. Aber auch da wurde mir zur OP geraten, zumal ich wohl sehr viele und sehr kleine Gallensteine hatte.
        Ich wollte von OP auch nichts hören und konnte mir nicht vorstellen mein armes kleines Kind alleine zu lassen.
        Tja noch in der selben nacht hatte ich wieder solch heftige Schmerzen von eine Kolik, dass ich noch am nächsten Tag im Krankenhaus anrief und mich erkundigte.
        Dann ging auch alles ganz schnell.

        Ich bin so froh die OP gemacht zu haben, die Schmerzen waren einfach nicht mehr aushaltbar. Die OP war nicht so schlimm, die ersten 2 Tage waren anstrengend und ich habe zu Hause noch etwas Hilfe von meinem Mann und meiner Mutter gebraucht aber alles kein Vergleich zu den Koliken.
        Ich habe auch im Nachhinein keine Probleme ohne Galle, kann alles essen, etc.

        Erkundige dich in Ruhe informier dich im Krankenhaus, wie das mit dem Stillen geregelt werden kann. Wobei ich mich in den ersten 2 Tagen im Krankenhaus nicht um meine Tochter hätte kümmern können.

        Wenn du noch fragen hat, melde dich einfach!

        LG

        • Hallo,

          vielen Dank für Deine Erfahrung. Am Montag war ich beim Hausarzt, der sich auch echt viel Zeit genommen hat und einige Schnelltests und auch Ultraschall vor Ort machen konnte. Erste Diagnose mind. 4 Gallensteine, je 1cm. Also ab ins Klinikum. Dort wurde dann auch noch mal geschallt und Blutabgenommen, bei mir ist einer der kleineren Gallensteine (laut Klinikarzt 20-30 Stück!!!) in den Gallengang gerutscht und der Gallensaft hat sich gestaut, dadurch hat die Bauchspeicheldrüse sich entzündet und letztendlich die starken Schmerzen verursacht. Die Gallenblase selber kommt aber aufgrund der Steine im Februar raus.

          Den Kleinen durfte ich übrigens bei mir behalten, die Klinik hat sich gekümmert, dass ich weiterstillen kann.

          Hast Du nach der Op direkt alles essen können oder hast Du Dich langsam rangetastet? Laut Oberarzt sind Frauen zwischen 20 und 40 die gerade schwanger waren/ sind die Lehrbuchbeispiele,

          Lg

          • Laut Oberarzt sind Frauen zwischen 20 und 40 die gerade schwanger waren/ sind die Lehrbuchbeispiele,

            Das ist ja mal ne Interessante Aussage, da bei mir immer alle meinten, wir können uns gar nicht erklären warum sie Gallensteine haben, da ich sonst keine der Kriterien erfüllt habe, weswegen Gallensteine vorkommen.

            Grundsätzlich ging essen recht schnell problemlos, hatte aber zu Beginn doch recht Schiss irgendwie.
            Ich wurde relativ früh morgens operiert. Musste ja nüchtern kommen.
            Dann habe ich im laufe des Tages ich weiß nicht mehr genau wann 2 Scheiben Brot bekommen, brauchte auch was im Magen für den Kreislauf.
            Am nächsten Tag gabs dann direkt ganz normales Essen im Krankenhaus, ich traute mich noch nicht so recht, aber klappte alles problemlos.
            Ich hatte und habe auch heute keine Probleme mit dem Essen, auch mal Mc Donalds, oder ne Pizza oder was auch immer geht alles.

            Das einzige was ich hatte, waren ab und an Durchfälle in den Wochen nach der OP, ich denke der Körper brauchte etwas Zeit um sich umzustellen.

            • Meine Mutter hatte das, und auch deren Mutter also meine Oma. Und in den Kommis weiter unten sind auch noch 2 die das nach der Schwangerschaft hatten. Meine Mutter dachte immer, dass ist ne alte Leute Krankheit, als meine Oma das hatte war sie noch klein, sind da nur mal durch Zufall drauf gestoßen (Oma ist an Demenz erkrankt)

              Die Angst vorm Essen habe ich auch noch, da die entzündete Bauchspeicheldrüse ja selbst bei Tee und Zwieback Theater gemacht hatte...

              wurde Dir denn nach der OP nicht zu Schonkost geraten?

              • Nein ich durfte gleich ganz normal essen.
                Aber so heftige fettige Sachen und so habe ich natürlich anfangs nicht gegessen, da habe ich mich erst langsam rangetraut.
                Aber jetzt ist die OP 1,5 Jahre her und ich habe null Probleme und esse einfach alles.

      Hallo, ich hatte meine erste Kolik als meine Tochter ein viertel Jahr alt war. Daraufhin wurde ich fälschlicherweise mit Magensäureblockern behandelt weil mein Arzt eine Magenschleimhautentzündung diagnostizierte. Das war falsch und im kommenden dreiviertel Jahr hatte ich immer wieder Koliken. Eines Nachts ging dann gar nichts mehr vor Schmerzen und ich fuhr ins Krankenhaus. Dort dann die richtige Diagnose. Wenige Wochen später war die Gallenblase draußen und seither ist Ruhe. Es gibt keine echte Alternative bei entsprechender Größe oder Anzahl der Steine.
      Du kannst dich möglichst fettarm ernähren, kein Alkohol etc. um möglichst wenig Koliken zu haben aber am Grundproblem ändert das nichts. Um die OP wirst du früher oder später nicht drum herum kommen.

      Barrik

      • Hallo,

        vielen Dank für Deine Antwort, lag bis heute stationär, der Oberarzt meinte die ganze Galle ist voll mit Steinen, ca 20-30. Die Schmerzen jetzt kamen von einem Stein der in den Gallengang rutschte und so alles verstopft hat, dadurch hat sich die Bauchspeicheldrüse entzündet. Im Februar soll dann alles raus, hatte zuvor von Schalltherapien und Medikamenten gelesen, aber bei so vielen Steinen bin ich einsichtig was OP angeht ;)

        Lg

    Ich persönlich kann nur zu einer OP raten. Ich hatte ein Jahr Koliken. Ich war so froh, als die Gallenblase entfernt wurde.

    Informiere dich doch einfach im Krankenhaus, ob man sein Kind mitnehmen kann. Aber für die Zeit im OP brauchst du schon eine Betreuung.

    Ich hatte nach der OP Schulterschmerzen. Das ist wohl aber normal, wegen dem Gas. Aber ansonsten war ich nach 5 Tagen wieder fit.

    • Hallo,

      OP an sich ist nicht mal mein Problem, ist nicht meine Erste und habe sowas immer gut weggesteckt, nichts ist schlimmer als die Koliken!

      Mein Problem war eher die Betreuung meines Jüngsten, aber auf lange Sicht ( OP-Termin ist im Februar) kann man da was planen. Die letzten Tage durfte er bei mir im KH bleiben und auch die Medikamente wurden stillfreundlich gewählt

      Lg

Nein, es gibt bei Gallensteinen keine Alternative zur OP. Mir ging es ähnlich wie Dir - vor der Schwangerschaft hatte ich manchmal Bauchschmerzen, die mir aber eher vom Magen her zu kommen schienen, und kurz nach der Geburt dann die erste Kolik. Beim Ultraschall wurden dann einige Gallensteine festgestellt, da die Blutwerte aber gut waren und die Kolik auch nicht so schlimm war, habe ich erst mal abgewartet. Eine ganze Zeit lang hatte ich Ruhe, nur einige Male so ein Druckgefühl nach schwerem Essen, dann aber eine Kolik, die sich gewaschen hatte: Über Stunden lag ich schmerzverkrümmmt auf dem Boden, mir tat jeder Atemzug weh, dazu war mir übel - und ich war blöderweise alleine mit einem Kleinkind zu Hause, das zwar friedlich schlief, aber aus eigener Kraft hätte ich es nicht ins KH geschafft.

Am nächsten Morgen bin ich dann zum Arzt, der eine Bauchspeicheldrüsenentzündung diagnostizierte - die musste dann erst mal abklingen, und kurz danach habe ich mir die Gallenblase entfernen lassen.

So schlimm muss es bei Dir natürlich nicht kommen, aber in der Regel machen die Steine früher oder später Probleme. Die OP ist nicht so schlimm - die ersten Tage ist man aber schon ziemlich geschlaucht. Wegen Mitnahme des Babys kann ich Dir nichts sagen, ich glaube, generell geht das aber schon.

VG

Anja

  • Hallo,

    danke für Deine Antwort. Bei mir hat sich auch die Bauchspeicheldrüse entzündet, wurde bis heute stationär behandelt und habe für Februar dann den OP Termin. Ich hatte schon 3 Laparoskopien und gegen die Schmerzen bei den Koliken sind die ein Kinderspiel ;-)

    Lg

Hallo,

es gibt keine Alternative bei der OP. Wenn Du niemanden für das Baby hast (Wo sind denn die Großeltern, der Vater oder eine Freundin? Bedenklich, wenn man niemanden hat.), dann springt das Jugendamt ein. Ich bezweifle, daß es im Krankenhaus betreut werden kann, da mußt Du anrufen und nachfragen.

LG
Lana

  • Was ist denn daran bedenklich?? Es gehen nun mal auch alle arbeiten^^

    Sry aber wenn Du nichts produktives zu sagen hast dann lass es ganz

    • An Deiner Stelle solltest Du produktiver werden. Es ist bedenklich, daß keiner für Dein Kind da ist, wenn bei Dir ein Notfall eintritt. Auch wenn alle arbeiten müssen, können einige sich sicher für einen Notfall einen Tag freinehmen. Das Kind hat einen Vater. Und diesen solltest Du in die Pflicht nehmen. Deine Eltern sind sicher auch bereit Dich zu unterstützen. Du wirst eine Vollnarkose bekommen, einige Zeit auf der Aufwachstation sein und Schmerzmittel benötigen. Und da willst Du Dich noch um Dein Baby kümmern können? Sorry, aber wenn Du Dein Gehirn nicht einschalten kannst, dann lass es. Die Aufgabe des Krankenhauses ist sich um die Patienten zu kümmern und nicht um gesunde Babys, weil manche Mütter unfähig sind sich um eine ädiquate Betreuung zu kümmern.

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