Angst vorm Frauenarzt

    • (1) 25.01.17 - 15:57

      allo ihr Lieben,

      ich bin noch ganz neu hier und wollte euch mein Problem schildern.

      Ich werde dieses Jahr 30 und mit 11 Jahren wurde bei mir eine Zyste am linken Eierstock festgestellt. Hatte Schmerzen und musste mich oft übergeben. Ich war schwach.

      Da der jahrelange Frauenarzt meiner Mutter zu dem Zeitpunkt im Urlaub war, schleppte sie mich zu einem Anderen.

      Für mich mit 11 Jahren das erste Mal beim Frauenarzt. Ich wusste nicht was auf mich zu kommt. Meine Mutter hat es mir nur grob erklärt..

      Da saß ich nun nackt auf dem "Horrorstuhl"...
      Hatte Angst und schämte mich.

      Und aus dem nichts steckt der Frauenarzt mir dieses lange Ultraschallgerät "sonst wo hin"..

      ich habe einfach nur geschrien. Ich hatte solche Schmerzen hatte mich so erschrocken... es war echt schlimm.
      Meine Mama hatte mich dann ein paar Tage oder ne Woche später zu ihrem Frauenarzt geschleppt (der mich aber nicht untersucht hat). Und auf seinen Rat habe ich die Zyste dann raus operiert bekommen. Sie war Clementinen groß.

      Ich weiß mittlerweile das sie auch von alleine weggegangen wäre. Naja ich schweife ab...

      im Prinzip geht es bei mir darum, das ich seit diesem Tag panische Angst vorm Frauenarzt hab. Sobald ich auf dem Stuhl sitze ist Panik angesagt
      Dann war ich ewig nicht mehr beim Frauenarzt. Dann um verschreiben der Pille bei einer Frau. Noch mehr Horror erlebt. Die Ärztin und die Arzthelferin waren absolut unmöglich und schrieen mich sogar an.

      Da war ich 16.

      Ca 5 Jahre später wurde ich dann unter Vollnarkose untersucht.

      Dann war ich von Zeit zu Zeit wieder hin konnte da aber nur einen Abstrich machen lassen. Kein abtasten oder ähnliche möglich.

      Das letzte mal war ich letztes Jahr bei einer neuen Frauenärztin. Sie war sehr nett und einfühlsam. Aber untersuchen konnte sie mich auch nicht. Abstrich ja aber keine Krebsvorsorge.

      Jetzt zu meinen Bedenken.

      Ich und mein Freund wollen ein Kind. Ich habe halt etwas Angst das das dann alles nicht geht also mit den Untersuchungen usw..
      Habe mal gelesen das man sich eine Hebamme dazu holen kann, die dich dann bekleidet und bis zu nem gewissen Zeitpunkt untersucht.

      Hat jemand vielleicht eine ähnliche Situation und war schon schwanger und kann mir berichten?

      Also bis ich schwanger werde dauert noch, habe erst die Pille abgesetzt und man soll ja mindestens 3 Monate warten bis man es versucht. Und bis es dann überhaupt klappt kann auch noch bis zu nem Jahr dauern.

      Ich entschuldige mich schon mal für den langen Text und hoffe das ihr gute Ratschläge und vielleicht sogar Erfahrungsberichte habt ????

      Lg Kristina

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      • Hallo,

        das tut mir Leid, dass du so furchtbare Erfahrungen gemacht hast.

        Ich habe zwar selbst keine Erfahrungen damit, aber ich kenne eine Frau, die mittlerweile schon über 60 ist und wegen Angst vor Ärzten im Allgemeinen auf Kinder verzichtet hat. Sie ist darüber immer noch sehr unglücklich.

        Ich würde das genau so deiner Ärztin schildern, wie du das hier auch getan hast. Du kannst ja auch immer deinen Freund oder eine andere Vertrauensperson mitnehmen. Mit der Hebamme müsste auch gehen. Vielleicht kannst du dich mit dem Wissen, dass es um dein Kind geht, doch untersuchen lassen.

        Aber es muss ja nicht unbedingt vaginaler US gemacht werden, das geht auch über den Bauch, auch auf einer Liege. Und so viele Untersuchungen braucht man eigentlich gar nicht, solange alles ok ist.

        Wenn das alles nichts bringt und es wirklich sehr schlimm ist, solltest du dir psychotherapeutische Unterstützung holen. Angststörungen lassen sich normalerweise gut behandeln.

        Das du 3 Monate warten musst, ist übrigens so nicht richtig. Manche sagen, man soll die erste Periode abwarten, andere sagen, man kann auch direkt loslegen, man würde nicht schwanger, wenn der Körper noch nicht dazu bereit ist.

        Wünsche dir alles Gute.

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        • (3) 25.01.17 - 23:55

          Hallo,

          deine Erfahrungen tun mir leid.

          Ich persönlich habe ähnliche Gefühle spritzen gegenüber. Auch Kindheitsbedingt.
          Ich habe auch schon eine Ärztin erlebt wo mir im Nachgang klar wurde warum das Wartezimmer so leer war.

          Aber nicht alle Ärzte sind so.

          Versuche es zunächst mit einem Gespräch mit deinem gewählten Arzt. Erkläre deine Situation. Ist sie gut, wird sie darauf eingehen. Angeblich sind Männer einfühlsamer.
          Aber bis auf in der Schwangerschaft selber bei einer Untersuchung im KH habe ich mich nie von einem Mann untersuchen lassen.

          Sollte es gar nicht gehen hilft ein Therapeut. Da du weist woher die Ängste kommen ist das viel wert.
          Versuch mit dir selber aus zumachen was genau dir besonders viel Angst macht. Ist es schon der weiße Kittel oder hast du Angst das es weh tut?

          Ich habe meine Angst vor Spritzen in der SS überwunden. Man kam mir so oft mit der Nadel das ich "abgestumpft" bin. Zudem war mein Mann immer mit dabei.
          Vielleicht hilft dir eine Freundin, dein Partner und begleitet dich?

          Vaginale Untersuchungen sind in der SS leider nur bedingt vermeidbar.
          Vielleicht hilft dir auch der Gedanke kraft zu finden das es alles zum wohle deines Babys geschieht.

          Bevor du dich entscheidest Schwanger zu werden solltest du einen Arzt für dich finden mit dem du dich Arangieren kannst. In der SS zu wechseln geht meist nur zum Quartalswechsel. Habs selber durch. Sonst bekommen sie Probleme mit der Kassenabrechnung. Blödsinn in meinen Augen, aber die halten sich da alle dran leider.

          Ich wünsche dir von Herzen alles gute. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen das man für die kleinen zu höchstleistungen und unheimlicher Stärke fähig ist. Auch wenn man nicht immer weis woher diese kommt.

          Liebe Grüße und alles gute, Elendyl

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          • Danke erstmal für deine nette Antwort.

            Also habe Angst vor der Untersuchung.

            Kein Arzt kann da unten iwas machen. (Außer den normalen Abstrich)

            Also nix reinstecken oder dieses silberne Teil benutzen. (Hoffe du weißt was ich meine)

            Es fängt alles an sobald ich auf dem Stuhl sitze.????
            Mit Ärzten an sich hab ich kein Problem. Vertraue halt fast niemanden.

            Vor einem Jahr war ich bei einer Frauenärztin, die mir recht kompetent vorkam.

            Aber so 100%ig wohl fühl ich mich auch nicht. :(
            Sie meinte ich solle mit nem dildo alleine üben. Finde ich persönlich iwie unlogisch. Weil es ja um die Angst geht jemand fremdes fummelt da unten rum. Fand ich dann iwie nicht so gut.

            Ich muss mir vieleicht doch wieder einen Frauenarzt suchen.

            Der Arzt bei dem meine Familie ist bzw war.. der war schon einfühlsam und lieb. Aber die Arzthelferinnen waren so grauenhaft. So etwas unfreundliches hab ich noch nie erlebt.
            Meine Mama war da schon so lange in Behandlung. Und die sagt das die schon immer so unfreundlich und teilweise unverschämt sind. :(

            Aber der Arzt war das der mich damals unter Vollnarkose untersucht hat. Ich werde mir da wieder einen Termin geben lassen. Und unterhalte mich mit ihm darüber.

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      Hallo!

      Nur kurz, weil ich zur Arbeit muß.

      1. Es gibt KEINE Arztgehpflicht!!!! Alles was du tust, machst DU freiwillig, also auch, wenn du schwanger sein solltest, kann dich NIEMAND zum Arztbesuch zwingen. Und auch, wenn du hingehst, darf der Arzt nur das machen/untersuchen, was DU möchtest.

      Als Beispiel: Du willst KEINEN vaginalen Ultraschall! Punkt. Da würde ich auch nicht diskutieren. Dann mußt du allerdings auch ganz klar zu eventuellen Konsequenzen stehen und halt erst Ultraschall ab ca. 13 Woche über die Bauchdecke machen

      2. NIchts desto trotz, würde ich versuchen, eine sehr einfühlsame Ärztin zu finden, um diese Angst zu überwinden. Vor was hast du genau Angst? Vor der Unsicherheitt, was als nächstes passiert? Oder vor dem eventuellen SChmerzen (die ich auch IMMER habe?) Die Unsicherheit kann dir ein guter Arzt nehmen. Mit SChmerzen muß man umgehen lernen, da diese in vielen verschiedenen Formen unser ganzes Leben begleiten wird!

      Lg Sportskanone

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      • (6) 26.01.17 - 12:15

        Hallo,

        eine einfühlsame Ärztin hatte/habe ich auch noch nicht gefunden.

        Das ist scheinbar ein Oximoron

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        • (7) 26.01.17 - 16:15

          Oje ^^" Ich habe/hatte Glück mit meiner Ärztin. Hatte ähnlich schlechte Erfahrungen gemacht und bin dann zu ihr als ich 17 wurde. 15 Jahre später wohne ich zwar 1,5 stunden entfernt aber bin immer noch bei ihr, weil sie so verständnisvoll und einfühlsam ist.

          Ultraschall hat sie bei mir immer nur über Bauch und nie vaginal gemacht :)

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      (8) 26.01.17 - 12:16

      Oxymoron #schwitz

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      • so sind auch meine Erfahrungen.

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        • (10) 26.01.17 - 18:13

          Erschwerend kommt noch dazu das diese Fachärzte offenbar sehr distanzlos sind

          Damit meine ich nicht die Untersuchung an sich, sondern Mann wie Frau oftmals in einem Gespräch mir zu nah kommen.

          Ich glaube das ist ein eigener Fred wert #schwitz

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    Habe Angst vor schmerzen allgemein. Also sobald ich auf dem Stuhl sitze fühle ich mich verletzbar.

    Sie kann weder einen Finger noch dieses silberne Teil reinstecken/benutzen.

    Abstrich geht aber.

    Krebsvorsorge konnte ich letztes Jahr nicht machen lassen.

    Habe etwas Angst das ich das haben könnte. Weil meine Mama hatte Gebärmutterhalskrebs. Sie war im Anfangsstadium und hat sich die Gebärmutter entfernen lassen. Habe davon leider nicht so viel Ahnung und auch Angst davor, aber bin ich dadurch vorbelastet oder kann es sozusagen nicht vererbt werden ?

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(12) 26.01.17 - 18:58

Hallo,

ich habe zwar so manches Erlebnis im Laufes des Lebens durchlebt, aber ich bin da eher der rustikale Typ.

In ganz jungen Jahren war ich beim Zahnarzt und der hat wohl, wie manche halt sind, es lustig gefunden mir Angst zu machen.

Ich bin dann erst viele Jahre später hin, weil ich solche Schmerzen hatte und da musste der Zahn auch raus. Seitdem ist aber alles gut. Ich geh seither regelmäßig und angstfrei.

Sogar meine Angst vor Spinnen habe ich selber in den Griff bekommen. Eben weil ich mich von Ängsten beherrschen lassen will. Ich habe klein angefangen und die Biester irgendwann in die Hand genommen - mit diesen Zitterspinnen angefangen. Danach diese putzigen Springspinnen - nur die mit den fetten Hinterleibern.
Aber anstubsen ist schon.#schein...solange die sich nicht auf mich abseilen.
Ich habe sogar einige geduldete Hauszitterspinnen, die gerade meine zahlreichen Marienkäferchen meucheln #aerger

Na ja hilft dir nicht weiter.....hast du dir jemals mal fachliche Hilfe gesucht ?

So eine Art Therapie. Dir muss doch geholfen werden können.

Ich bin kein Freund von übermäßiger Nähe - leider finden mich viele Leute offensichtlich knuffig. So langsam gewöhne ich mich auch daran. Mitzunehmenden Alter immer mehr

Immerhin weiche ich nicht mehr zurück, sondern reagiere gelassen.

Mit hilft es solche Situationen immer wieder zu zu lassen

Das einzige wo ich vor Angst regelrecht panisch wurde, war in einem Trabant auf dem Rücksitz zu hocken. Ich wußte gar nicht, das ich solche Ängste entwickeln kann.

Aber das sind alles Begebenheiten, denen man sich stellen kann.....du kannst ja schlecht alle paar Tage zwecks Training zum Doc gehen.

Sprich doch mal mit deinem Sachbearbeiter der Krankenkasse oder Hausarzt des Vertrauens
wie man dir helfen kann.
Das würde mir nun spontan einfallen

LG

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Viele Grüße

urbia-Team

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