therapie.therapeutin.frage an alle die erfahrung damit haben

    • (1) 10.02.17 - 13:01

      Hallo,
      ich habe einige fragen an euch .Vielleicht könnt ihr mir da helfen.
      Ich mache wegen depressionen eine therapie.
      Gestern haben wir über Gefühle gesprochen in der sitzung.Sie meinte:Ich sei in sachen Gefühlen sehr kontrolliert!
      Was genau meint sie damit?Ich versuche immer alles zu verstecken .Kann sie das daamit meinen.Ich wollte nicht nachfragen.
      Vor einigen wochen hat sie mich schonmal ziemlich rausgefordert.Sie sass da stellte mir eine frage,(die mich fast zum weinen gebracht hat)) und meinte sie lasse jetzt nicht locker.Ich habe so versucht meine Tränen zurückzuhalten.Daraufhin war sie schon fast glücklich und sagte ich solle ruhig weinen.#zitter
      Da wir jetzt dieses Thema gefühle haben,habe ich natürlich schon ein komisches gefühl was noch so kommt.Ob sie es irgendwaann wieder proviziert.
      Habt ihr erfahrungen damit?
      Ist es normal das therapeuten versuchen so zu bohren bis man ja sagen wir mal die mauer fallen lässt und weint?
      Ich habe nicht so die Erfahrung und würde mich über eure freuen.

      Dann weiss ich weningstens was so ungefähr auf mich zu kommt.

      Wenn du dich provoziert statt verstanden fühlst, läuft da schon was nicht optimal.
      Rede mit der Therapeutin doch zuerst Mal darüber.

      Wenn ihr euch generell nicht grün seid, dann wechsel den Arzt. Du müsstest eigentlich eh 1-2 "Probe Sitzungen" haben. Da kannst du checken, ob du Vertrauen aufbauen könntest zum Therapeuten...

      Alles gute.

      • Nein,allso sie ist total lieb.Fühlle mich da auch wirklich sehr wohl.
        Ich denke eine bessere Therapeutin hätte ich nicht bekommen können.

        Ich habe halt aufgrund meiner schwierigen Vergangenheit depressionen.Sie meinte ich würde mich in ein Schneckenhaus verkrieschen und lasse keinen zu nah ran.
        Provoziert deshalb ,das sie wohl so lange bohrt bis ich meine gefühle zeige
        Deshalb die frage ob das alle theras so machen.

    Hallo

    ich kenne es so, dass eine Therapie nicht larifari ist sondern echte harte Arbeit, die der Patient leistet. Ich war nach den Therapiestunden anfangs immer sooo müde und kaputt dass ich mich nachmittags zwei Stunden hinlegen musste.

    Therapie heißt auch mit Hilfe und Unterstützung des Therapeuten den Gefühlen, die man sonst verbirgt oder nicht mehr fühlt, auf die Spur zu kommen und eben diese auch zu zulassen. Und auch, dass man manchmal an seine, ich nenne es mal seelische, Grenze kommt und /oder auch den Mut finden kann / will /muss, diese sogar zu überschreiten.

    Weinen, Wut oder Trauer zulassen, das kann nicht jeder, aber Gefühle, die man unterdrückt können über lange Sicht krank machen.
    Ich konnte nie weinen hier daheim, weil ich immer stark sein wollte - in der Therapie hat der Therapeut/die Therapeutin manchmal etwas nachgebohrt, so dass ich in meinem Innersten recht aufgewühlt war und weinen musste.

    Oder auch nur ein zwei Sätze angemerkt und es fiel mein Vorhang hinter dem ich das Weinen bislang versteckt hielt.
    Und glaub mir, das konnte ich sehr sehr gut.
    Andererseits war ich froh, dass ich dort weinen konnte, ich wusste, der Therapeut konnte nachvollziehen warum ich nun weinen musste... was zuhause ja nicht immer gegeben ist weil die Familie sich ja nicht in mich reinversetzen konnte. Ein Therapeut kann das sehr wohl.
    Und auch wenn ich total kaputt war, irgendwie ging es mir nach den Stunden vom Gefühl her immer besser.

    Während einer Therapie sollst Du ja lernen auch mit negativen Gefühlen umzugehen bzw besser umzugehen.
    Dass da schon auf eine Art provoziert wird, ist klar, sonst kommt der Therapeut auch nicht daran.

    Aber um sich öffnen zu können muss man sich wohl in der Umgebung und mit dem Therapeuten/in fühlen, ist das gegeben, lass Deine Gefühle zu und die Tränen raus... Tränen können ungemein blockieren.

    Liebe Grüße, viel Kraft und gute Besserung

    Damit, dass Du sehr kontrolliert bist, meint die Therapeutin, dass Du Deine Gefühle nicht spürst oder zulässt, sondern unterdrückst. Du selbst erlaubst Dir nicht, zu weinen. Manche Tränen müssen aber geweint werden, damit es einem langsam besser gehen kann. Wenn man negative Gefühle unterdrückt, kann man auch keine positiven Gefühle mehr empfinden, man wird "kalt", abgestumpft, gefühllos. Eben eher wie eine Machine oder Puppe. Ein Mensch fühlt intensiv. Und das will Deine Therapeutin wieder aus Dir herauslocken. Wenn Du nicht weinen kannst, kannst Du auch nicht lachen. Also lass die Tränen zumindest bei der Therapeutin im geschützen Rahmen zu, dort kann Dir nichts passieren. Du wirst sehen, mit der Zeit erleichtert das sehr und Du wirst Dich insgesamt wieder mehr spüren und wirst auch wieder fröhlicher werden.

    seine Gefühle zu verstecken und alles dafür zu tun nicht loszuheulen (keine Tränen zeigen), obwohl einem vom Gefühl her danach ist

    ist eine Art von Kontrolle. Selbstkontrolle.

    Wieder weinen zu können (auch wenn jemand dabei ist), ist eine Form von gesund werden. Grade dann, wenn man gar nicht mehr / nicht im Beisein anderer Weinen kann. Z.B. weil man es selbst nicht zulässt. Z.B. weil man sich selbst soweit kontrolliert, damit es keiner sieht.

    "Sie meinte:Ich sei in sachen Gefühlen sehr kontrolliert!
    Was genau meint sie damit?Ich versuche immer alles zu verstecken .Kann sie das daamit meinen.Ich wollte nicht nachfragen."

    Würde in dem Zusammenhang Sinn ergeben.

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