Horizontal verlagerter Weisheitszahn

    • (1) 31.03.17 - 12:01

      Hallo,
      ich suche nach Erfahrungsberichten von Betroffenen, die sich den querliegenden Weisheitszahn nicht operativ entfernen ließen und keine Beschwerden haben. Mein Sohn ist fast 20 und hat keinerlei Beschwerden. Der Zahn unten links schaut nur mit dem äußeren Rand raus, der Rest liegt im Kiefer. Vom Kieferchirurgen hört man nur, was passieren kann, wenn der Zahn drinnen bleibt. Aber passiert es auch tatsächlich so häufig trotz ordentlicher Mundhygiene? Mein Sohn tendiert dazu, es nicht machen zu lassen, weil er Angst vor dem Eingriff und eventuellen Komplikationen hat(die wohl garnicht so selten sind). Narkose ist für ihn auch keine Option. Deshalb suche ich auf diesem Weg Menschen, die schon älter sind und trotz Fehlwuchs keine Beschwerden haben. Oder führt ein Nichtbehandeln grundsätzlich zur Entzündung und Zystenbildung? Danke im voraus

      • Hallo,

        Bei meinem Junior liegt der Weisheitszahn komplett quer im Kiefer. Aus eigenem traurigen Familienereignis wird bei ihm der Zahn rausgemacht.
        Mein Onkel hatte nie Probleme und irgendwann mal Beschwerden in den nasennebenhöhlen. Zwei Tage später lag er im koma, kurz darauf war er Tod. Bei der Obduktion ( meine Tante wollte das wissen) kam raus das sich der Zahn entzündet hatte und es dadurch zum Tod kam.

        Als bei meinem Junior per Zufall das festgestellt wurde bekam ich ähnliches wie ihr zu hören. Über Jahre geht das gut und dann geht das schief. Mein Onkel war übrigens 52jahre alt.

        Viele grüße geli

        • Ach herrje, das ist ja schlimm! Das tut mir leid für euch. Der Arzt sagt halt auch, dass so eine Entzündung stumm verlaufen kann. Man müsste dann regelmäßig röntgen, um das

          zu kontrollieren. Ist auch nicht so optimal. Ich denke, ich werd nochmal mit ihm darüber reden. Er war als Kind schon immer extrem ängstlich bzgl. Ärzten.

      Hallo,

      Habe auch noch so einen drin. Auf einer Seite habe ich die Prozedur vorletztes Jahr durch und ziehen lassen, die andere Seite musste warten weil ich schwanger wurde. Bisher gab es keinerlei Probleme, bin jetzt fast 31, allerdings verschieben sich meine restlichen Zähne hier und da ein wenig unschön.
      Mein Zahnarzt meint es soll auf jeden Fall noch raus, aber er macht keinen Stress solange ich keine Schmerzen habe und kein Karies zu sehen ist.

      Meine Schwiegermutter hat sich die Dinger letztes Jahr rausmachen lassen (mit fast 60) und die hatte ordentlich Probleme. Durch ihr Alter waren die Zähne schon mit dem Kiefer sehr verwachsen, mussten aber raus da sie schmerzen bekam. Es musste einiges vom Knochen mit rausgenommen werden und anschließend wieder Knochenaufbau, sehr lange Prozedur und ein halbes Jahr durfte sie nichts hartes beißen.
      So lange möchte ich ehrlich gesagt nicht warten, bei mir ging alles total problemlos, es war nicht mal sonderlich dick oder blau.

      LG

      • Danke auch dir für die Erfahrung. Je länger der Zahn drin ist, desto komplizierter ist wohl das Entfernen. Das ist wohl wie russisches Roulette, kann gut gehen oder auch nicht. Da muss er dann wohl durch. Man kann ja bestimmt auch Kopfhörer mit der Lieblingsmusik hören, dann entspannt man ein wenig.

    (6) 31.03.17 - 18:53

    Entzündungen und Zysten habe ich nicht davon...wäre mir fast angenehmer, als die Realität.

    Ich wusste seit 15 Jahren, das er eigentlich raus muß, da mein Arzt das nicht selber machen konnte habe ich es aus Angst nicht machen lassen. Der Weisheitszahn hat langsam die Zähne im Unterkiefer verschoben und zum guten Schluß meine Brücke "gesprengt".
    Tja, was habe ich jetzt von meiner Ignoranz? Schiefe, viel zu engstehende Zähne im Unterkiefer (soagr übereinandergeschoben teilweise; keine Chance sie vernünftig zu pflegen) und keine Möglichkeit mehr (außer Implantate) feste Backenzähne zu haben. Es sieht soooooo Scheiße aus. Jetzt spare ich für Implantate...schade um das schöne Geld, denn die Brücke saß so toll. Und um eine OP komme ich trotzdem nicht drumherum, jetzt ist es nicht nur der Zahn, sondern auch noch das "Trümmerfeld" drumherum.
    Wer nicht hören will, der muß halt fühlen.

    • Das hört sich ja auch heftig an. Ich hoffe, dass er so vernünftig ist, und es machen lässt. Kann ihn in dem Alter ja nicht zum Kieferchirurgen ziehen....#schwitz!

      • (8) 31.03.17 - 21:07

        Es gibt Kieferorthopäden, die auf Angstpatienten spezialisiert sind, such doch mal in eurer Umgebung danach. Bei mir war das damals noch ein "normaler" beim Vorgespräch....danach ging bei mir im Kopf nichts mehr.

        Es ist ja das Schlimme, das es so lange keine Probleme gemacht hat....wenn es sich doch einmal nur richtig entzündet hätte. Ich habe schon mein Leben lang Probleme mit den Zähnen, mein Zahnarzt ist ein echter Künstler#verliebt, seine Arbeit hat mir viele Jahre ein tolles Lebensgefühl beschert. Erst jetzt, wo es zu spät, kann ich eigentlich wirklich erst begreifen, was ich mir da angetan habe. Es gibt einfach keine weitere Chance (außer halt Implantate oder Klebezähne), auch die anderen (jetzt schiefen) Zähne sind kein Hingucker mehr. Ein Zahn steht noch auf der Kippe, ich kann nur hoffen, das ich ihn nicht verliere.
        Vor 15 Jahren habe ich auch abgewunken, dachte die Ärzte übertreiben. Mich hätte auch niemand überzeugen können.

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