Kann mich bitte jemand etwas beruhigen-Grippe 9-jähriger

    • (1) 02.04.17 - 19:43

      Hallo,
      ich sitze gerade hier und mir laufen die Tränen, weil ich mir solche Sorgen mache.
      Bei meinem Sohn fing letzten Sonntag Fieber und Husten an, die Kinderärztin meinte am Montag, sie hört ein Rasseln in der Lunge-er bleibt erstmal zu Hause.
      Die ganze Woche ist das Fieber nich weggegangen, immer nur durch Ibuprofen gesunken. Am Freitag klagte er dann nachts über Schmerzen in den Beinen, daraufhin sind wir vormittags wieder zum Arzt - dieser sagte er habe eine dicke Grippe. Das Fieber ist heute immer noch da und er hat Kopfschmerzen. Mittlerweile ist es auch richtig schlapp und morgen früh geht's wieder zum Kinderarzt.
      Ich mache mir gerade solche Sorgen, ob die Beschwerden so lange wirklich normal sein können oder ob er nicht was anderes hat (Hirnhautentzündung, Pfeiferisches Drüsenfieber etc). Er war als Kleinkind häufig krank mit Bronchitiden und Lungenentzündungen, aber eine ganze Woche Fieber, das hatte er noch nicht.

      Er ist gegen Pneumokokken geimpft, aber ich habe gerade voll das Kopfkino :-(
      Er isst und trinkt, aber fit ist er definitiv nicht.

      Kennt ihr so heftige Krankheitsverläuft bei euren Kindern?

      Beunruhigende Grüße

      Faith

      • (2) 02.04.17 - 21:52

        Die echte Grippe, also die Influenza, verläuft schwerer als eine Erkältung, also ein grippaler Infekt. 2 Wochen krank sein, starke Kopf- und Gliederschmerzen, mehrere Tage hohes Fieber sind dabei normal.

        Bei einem Pfeiffer (Mononukleose, EBV-Infektion) hat er in erster Linie starke Halsschmerzen und Schluckbeschwerden, die Mandeln werden sehr groß und er kann auch Bauchschmerzen bekommen, da Leber und Milz anschwellen Viel machen kann man da letztendlich auch nicht, man sollte aber einen Ultraschall von der Milz machen. Bei eienr Hirnhautentzündung hat er starke Kopfschmerzen und einen Meningismus, kann also den Kopf nicht auf die Brust drücken oder sein Knie küssen.

        Wenn Du genau wissen willst, was es ist, kann der Arzt einen Rachenabstrich wegen Influenza machen und Blut abnehmen wegen EBV-Viren. Bei eindeutigem Meningismus müsste Dein Sohn ins Krankenhaus.

        So lange er isst und trinkt, ist er nicht so schwer krank. Mach Dir mal nicht so viele Gedanken, schlapp und müde darf auch mal länger dauern. Aber vielleicht kann der Arzt ja mal ein Blutbild machen und CRP, damit man sieht, ob es wirklich nur ein Virus ist, den man abwarten muss.

        • (3) 02.04.17 - 22:21

          Danke liebe Lexa für deine Antwort.
          Der kleine Kerl tut mir so leid, man möchte ja, dass es seinem Kind gut geht. Ich befürchte aber wirklich, dass er diese Woche noch brauchen wird um wieder auf die Beine zu kommen.
          Ich bin sehr gespannt, was die Ärztin morgen sagt.

      Die Kleinen sind oft robuster als wir denken.
      Meinen Kleinen (8J) durfte ich vor kurzem nach der 2.Stunde wieder abholen.
      Die Sportlehrerin meinte er sei ihr fast zusammengeklappt, sei kreidebleich und hätte tränende Augen#schock
      Als ich ihn am Morgen in die Schule brachte, war er augenscheinlich fit und gutgelaunt.
      Kaum lag er zu Hause im Bett hat er fast 3 Tage durchgeschlafen und hat fast nichts getrunken und gegessen hat er gleich gar nichts.
      Am Donnerstag waren wir dann beim Arzt (lange Geschichte)
      Jedenfalls ging es ab Donnerstag Nachmittag laaangsam wider aufwärts.
      Und wie es immer so ist hat er dann nochmal einen Infekt obendrauf gelegt

      Ich hatte in der Zeit auch echt Angst, denn er war wie dein Kind auch als Kleinkind oft krank mit Bronchialgeschichten , Lungenenzündung.
      Wir haben seit Jahren wieder den Pariboy hervorholen müssen.

      Aber im Moment scheint er sich wieder zu festigen, ein bissl blass ist er immer noch, aber es wird.
      Im Umfeld höre ich viel von langen Heilungsphasen und ich höre von vielen Müttern , die jetzt Krankheitsphasen mit ihren Kindern erlebt haben, dass man ja die Kinder nicht zu früh in die Schule schicken sollte. Denn sie haben ihre Kinder dann nach 1-2 Tagen wieder für 1.2 Wochen zu Hause gehabt.

      Ich denke, dass dein Kind Fieber hat ist ein gutes Zeichen,was die Heilung betrifft. Es zeigt , dass Immunsystem arbeitet.
      Ich denke solang das Fieber nicht zu lang und nicht zu hoch ist, sollte man das Kind fiebern lassen (außnahme hierbei sind Kinder die Fieberkrämpfe bekommen)
      Dein Kind trinkt, was schon von großem Vorteil ist.

      Wir haben unser Kind bei schönem Weter entweder warm eingepackt auf die Bank draußen gesetzt oder gelegt oder als es ihm noch sehr schlecht ging warm eingepackt ins Bett und das Fenster weit geöffnet.
      Ängstlichkeit überträgt sich auf das Kind ,also sei zuversichtlich.

      LG und gute Besserung

      Karna

    • Hallo!

      Mein älterer Sohn hatte, als er ca. 3 Jahre alt war, die "richtige " Grippe (Influenca). Er hatte eine Woche 41 Fieber, war praktisch nicht ansprechbar, hat nur gelegen, dann hat es noch über 1 Woche gedauert, bis er wieder der Alte war.

      Mein jüngerer Sohn hatte mit knapp 3 Jahren eine schwere Lungenentzündung mit hoch Fieber, Wasser in der Lunge, Bauchfellentzündung....., das von einem Tag zum nächsten so extrem, dass er fast 2 Wochen im KH lag und danach noch Wochen nicht wieder auf dem "Damm".

      Beide KInder haben nicht mehr trinken und essen wollen und waren fast apathisch.

      Wenn du schon häufig zum Kinderarzt gehst und er unter "Beobachtung" steht, machst du doch schon alles richtig!

      Lg Sportskanone

      Ich finde das jetzt nicht sonderlich besorgniserregend, 1 Woche Fieber ist ja nun nicht ungewöhnlich bei einem starken Infekt. Bei einer Grippe kann es auch mal 2 Wochen lang richtig hohes Fieber geben..
      Er ißt und trinkt und ihr seid beim Arzt unter Kontrolle.
      Mach Dir nicht so viele Gedanken. #liebdrueck

    • Danke für eure lieben Antworten.
      Er ist nun einen Tag lang fieberfrei, er hat aber noch starke Kopfschmerzen und ist schlapp. Morgen wäre erstmal der letzte Tag zu Hause, nach fast 2 Wochen Krankmeldung, aber aktuell bin ich am Überlegen, ob es für ihn nicht doch noch besser wäre, sich Donnerstag und Freitag noch auszukurieren.
      Ich bin froh, dass er über den Berg ist.

      Bis ich ein Kind bekam, wusste ich nicht, wie viel Sorgen man sich um einen anderen Mensch machen kann. Es ist wirklich so, als trägt man sein Herz außerhalb des Körpers spazieren.

Top Diskussionen anzeigen