Hashimoto/ Gewichts Zunahme und total hilflos

    • (1) 23.04.17 - 16:19

      Hallo zusammen,

      Ich habe im Dezember 2016 die Diagnose Hashimoto bekommen. Um genau zu sagen waren die Worte meines achso tollen Hausarztes chronische Entzündung die irgendwann zur Unterfunktion der Schilddrüse führt. Damit könnte ich natürlich nicht viel anfangen. Mein Arzt meinte daraufhin nur ich sollte mir keinen Kopf machen, wenn er sich eine Krankheit aussuchen müsste wäre es diese! Er gab mir Tabletten und sagte kommen Sie in 6 Wochen zur Blutentnahme.

      Erst zuhause Dank Internet habe ich raus gefunden das es Hashimoto ist. Umso ärgerlicher war es als ich mir auf der Internetseite die ganzen Symptome durchgelesen habe. Dort stand die exakte Beschreibung meines Lebens zumindestens die letzten 2 Jahre.

      Ich versuche schon seit 2 Jahren Gewicht zu verlieren und nichts klappt. Angefangen von Kalorien zählen (max 1200 Kalorien am Tag) dann weiter zu Low Carb. Seit Juni 2016 Low Carb und 3 mal die Woche Fitnessstudio. Seit Dezember Schilddrüsen Medikamente und Selen dazu 3 mal die Woche Fitnessstudio und 2 mal die Woche a 7 km Joggen.

      Ergebnis 8 kg mehr auf der wage :-(

      Egal wie ich eingestellt werde mit den Medikamente und wieviel Sport ich treibe ich nehme immer weiter zu.

      Und keiner versteht mich. Mein Hausarzt ist ne Katastrophe und keiner versteht mich.

      Ich habe das Gefühl von meinem Arzt nicht ernst genommen zu werden. Die Dosis wird immer nur hoch oder runtergesetzt aber mehr auch nicht. Im Dezember zum Beispiel war laut Ultraschall die Schilddrüse nur vergrößert jetzt im März war ich beim Nucklearmediziner und da war die Schilddrüse noch größer und ich habe einen Knoten. Der Arzt dort meinte meine Schilddrüse würde autonom arbeiten und ich soll die Dosis von 25 auf 100 erhöhen. Blutergebnis vom tsh war 9,2 vorher war er 4,2

      Sorry wenn ich hier alles so planlos schreibe aber ich Blicke da selber nicht mehr durch. Ich will eigentlich nur endlich abnehmen aber irgendwie habe ich das Gefühl das wird nix mehr.

      Kann mir jemand vielleicht ein Arzt oder Klinik empfehlen?

      Gibt es vielleicht hier einen Club für Hashimoto?

      • Schau mal im forum Körper und Fitness rein, da war vor einigen tagen auch ein Beitrag darüber.

        Ich meine unter dem titel abnehmen aber nichts tut sich. Oder so ähnlich :) der dritte oder vierte von oben.

        Lg

        Du brauchst einen Endokrinologen.

        Meine persönliche Meinung ist, dass du zu einer professionellen Ernährungsberatung gehen solltest (ergänzend zum Endokrinologen).

        Bei 1200kcal geht dein Körper auf Sparflamme, denkt, bei dir gibt es Probleme (die durch Hashimoto irgendwo auch hast). Deshalb nimmst du nicht ab. Das ist ein lebenserhaltender Prozess, der durch die Evolution entstand. Als der moderne Mensch entstand, gab es immer wieder Perioden, wo er wenig zu Essen hatte bzw. sein Essen rationieren musste. Hätte der Körper damals weiter so gearbeitet wie er das bei voller Futterzufuhr tut, dann wäre der Mensch schon lange ausgestorben.

        Du machst dazu noch viel Sport. Du brauchst ALLE Nährstoffe. Die meisten Sportwissenschaftler raten dringend davon ab, eine strikte Low Carb-Diät zu machen, wenn man viel Sport treibt. Mangelerscheinungen, Müdigkeit, allgemeines Unwohlsein können auch Folgen von zu viel Low Carb sein (ich hatte z.B. auch Verdauungsstörungen). Weniger Fett, weniger KH - ja, unbedingt, wenn man abnehmen möchte, aber nicht komplett weglassen oder auf das wenigste beschränken. KH sind nun mal auch dafür verantwortlich, dass es unserer Psyche gut geht. Falls du denkst, dein inneres Ungleichgewicht nur dem Hashimoto zuzuschreiben, dann ist das meines Erachtens falsch.

        Hinterfrage mal, warum du zunimmst. Zwei bis drei Kilo kannst du dem Muskelaufbau zuschreiben. Vielleicht sogar noch mehr, je nach Körpergröße. Wodurch der Rest? Wassereinlagerungen? Zu viel Fett bei Low Carb?

        Meine Mutter hat schon so lange Probleme mit ihrer Schilddrüsen. Und ihre überschüssigen Pfunde kommen durch die Ernährung und nicht durch die kranke Schilddrüse.

        Deshalb gehe zu jemand Vernünftigen, der sich mit dir über eine gesunde Ernährung unterhält. Gehe aber nicht zu irgendwelchen Leuten, die dir nur die nächste unprofessionelle Diät andrehen wollen (leider gibt es zu viele Leute, die sich irgendwas nennen, aber von nichts eine Ahnung haben). Ernährungsberater werden auch über die Krankenkassen empfohlen. Vielleicht kann dir auch ein Endokrinologe bei der Ernährung weiterhelfen, weil der sich mit der Krankheit am besten auskennt. Und lasse unbedingt mal auf Wassereinlagerungen testen.

        Ach noch was: Nimmst du die Pille? Ich bin eigentlich ein Verfechter der Pille, aber die Pille und Schilddrüse haben beide was mit Hormonen zu tun. Beides zusammen und dann noch die anderen Medikamente können vielleicht auch zu einem Ungleichgewicht führen. Wenn du die Pille nimmst, dann solltest du mit dem Frauenarzt sprechen und diese testweise für einige Monate absetzen. Vielleicht geht es dann voran. Manchmal ist blöd ...

      • Ein Schilddrüsenunterfunktion ist nicht automatisch Hashimoto! Bitte nicht irgendwas rumgoogeln, bringt nichts.

        Geh zu einem Endokrinologen und lass dort alles abchecken. Hausarzt hat keine Ahnung von Schilddrüse!

        Hallo

        ja es gibt hier den Club "Hashimoto"-da ist aber wenig los.

        Wie andere schon schrieben, du brauchst einen Endokrinologen und einer gute Einstellung mit SD Hormonen.Das dauert einige Wochen.
        Hashimoto Patienten kämpfen mehrheitlich mit Gewichtszunahme oder Schwierigkeiten beim abnehmen.
        Wenn du ernst genommen werden willst, führe täglich ein Ernährungstagebuch (über Wochen )und trage alle sportlichen Aktivitäten ein.Das wird den Arzt mehr beeindrucken als allgemeines Klagen über Gewichtszunahme.
        Wenn du nichts machst ( bewusste Ernährung und Sport!!!! )außerdem nicht optimal eingestellt bist, wirst du weiter zunehmen.
        Ich bin seit fast 20 Jahren in Hashi-Foren unterwegs, selbst betroffen,meine Mutter und Schwester auch.
        Ich empfehle dir das Buch " Leben mit Hashimoto" ( über ama... )
        Dort erfährst du das Wichtigste.
        Während einige kaum beeinträchtigt sind, leiden bei anderen Lebenqualität und Leistungsfähigkeit erheblich.
        Lass dich nicht ab wimmeln.
        Die allerwenigsten Hausärzte haben wirklich Ahnung von Hashimoto und möglichen Folgeerkrankungen.
        Meine Mutter ist z.B. einfach nur übergewichtig und antriebschwach geworden, meine Schwester und ich haben nach einigen Jahren auch noch andere Autoimmunerkrankungen entwickelt.

        L.G.

      • Hi!

        Ich habe die Diagnose 2004 bekommen - Gewichtsschwankungen kenne ich sehr gut - mal hab ich in 2 Monaten 20 kg abgenommen um dann innerhalb eines halben Jahres wieder 25 zuzunehmen. Bin da bisher leider auch von den Ärzten in Stich gelassen worden.

        Leider ist Hashimoto nicht ganz so harmlos wie dein Arzt meint. Es gibt zwar viele die völlig problemlos damit leben, aber auch einige die an Folgeerkrankungen leiden.

        Einen wirklich guten Arzt hab ich bisher leider auch noch nicht gefunden. Ich hab auch einige gesundheitliche Probleme - leider sind die Ärzte auch da sich uneinig, ob es von oder durch Hashimoto ausgelöst wurde oder die anderen Erkrankungen dann doch eigenständig entstanden sind - ich denke so wirklich bekommt man da keine gute Antwort. Da alle meine Werte in Ordnung sind, meinen die Ärzte dann aber immer gerne, das eine hätte mit dem anderen nichts zu tun.

        Ich finde es auf jeden Fall mit der Zeit sehr frustrierend, wenn man alles möglich versucht um abzunehmen und nichts funktioniert. Aber umso mehr freut man sich dann auch wenn man es schafft mal 5kg zu verlieren.

        LG

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