Glutenintoleranz - Alltag?

    • (1) 26.04.17 - 11:24

      Hallo!

      Aufgrund einiger Symptome, die ich seit langer Zeit nicht in den Griff bekomme, bzw. die nicht geklärt werden können (Arzt schiebt alles auf meine jahrelange Schilddrüsenerkrankung), bin ich über einen Zeitungsartikel über das Thema Glutenunverträglichkeit und Recherche im Internet nun am Überlegen, ob ich mal versuche, mich glutenfrei zu ernähren.

      Bei mir treffen so gut wie alle genannten Symptome zu:

      ständige Müdigkeit/ Abgeschlagenheit
      Kopfschmerzen/Migräne
      Übergewicht
      Schlafstörungen
      Depressionen (bei mir in leichter Form vorstellbar)

      Nur Verdauungsprobleme hab ich eigentlich nicht, oder nicht bedenklich.

      Hat jemand eine Glutenunverträglichkeit und kann mir sagen, ob das bei mir sein könnte?
      Lt. Internet würden so gut wie alle Tests negativ ausfallen, da nur eine bestimmte Sache (kann das nicht so genau wiedergeben) getestet würde, die nicht ausreicht (wenn man das weiß, warum ändert man das dann nicht?!)

      Danke und LG
      sonntagskind

      • Meines Wissens äußert sich Glutenunverträglichkeit in einer chronischen Darmentzündung, bei einer Freundin von mir wurde sie durch Suche nach den Ursachen ihrer Anämie entdeckt (Blutverlust im Darm), nicht aufgrund von akuten Verdauungsproblemen.

        Wenn ich den Verdacht hätte, dass ich eine Lebensmittelunverträglichkeit habe würde ich es halt einfach ausprobieren, d.h. sechs Wochen so ernähren und schauen, ob es besser wird.
        Am besten ein kleines Tagebuch führen bzgl. Befinden, also z.B. die Stärke der Kopfschmerzen quantifizieren (subjektiv auf einer Skala von 1 bis 10).
        Gute Besserung.

        >> nun am Überlegen, ob ich mal versuche, mich glutenfrei zu ernähren.<<

        was hindert dich daran? Ist doch wumpe, ob es daran liegen könnte oder nicht. Probiers aus (siehe Vorschreiberin), da nach bist du schlauer.

        Das größte Problem bei Zöliakie sind starke Darmprobleme.

        Ich glaube, deine Probleme kommen von der Schilddrüse. Nach Zöliakie klingt das nicht.

        Lässt du alle Lebensmittel mit Gluten weg, bessert sich vielleicht auch dein GEsundheitszustand. Aber vielleicht ist das dann auch nur ein Placebo-Affekt.

        Ich persönlich würde an deiner Stelle nicht auf Gluten-haltige Produkte verzichten, vielleicht nur stark einschränken. Dann nimmst du vielleicht auch etwas ab.

        Verzichte aber auf Lebensmittel, wo explizit "Gluten-free" oder "Gluten-frei" drauf steht. Die haben häufig mehr Zucker und Fett - haben also mehr Kalorien als normale Produkte.

      • Der Alltag gestaltet sich schon eher schwierig.

        könnte auch auf Laktoseintoleranz oder Fructoseintoleranz zu treffen ;-)

        Ernährungstagebuch führen

        und schauen, was du an VERSTECKTEN Stoffen zu dir nimmst.

        Ich selbst reagiere z.B. auf den FARBSTOFF in "Vollkornbroten", das Zeug, dass das Brot brauner aussehen lässt.
        weiße Weizenprodukte vertrage ich sehr gut.

        Grund: im Färbemittel ist Fructose drin. Ich reagiere auf Fructose. Würde ich alles Obst weglassen (wo es offensichtlich drin ist) und vermehrt Brot essen, würde ich noch heftiger reagieren.

        Freunde reagieren auf bestimmte Produkte, weil da Laktose drinnen ist. Würde man so nie drauf kommen, bis man sich damit befasst.

        Wenn du dich also glutenfrei ernähren möchtst,
        dann solltest du dich vorher informieren
        1. damit du keine Mangelerscheinungen bekommst
        2. damit du nicht aus Versehen / ohne es zu wissen noch sehr viel mehr Gluten oder ähnliches zu dir nimmst, weil es woanders eben drin ist, wo man es nicht vermutet

        da fällt mir ein:
        Mangelerscheinungen
        Diabetis

        können die von dir geschilderten Symptome übrigens auch auslösen!

        Ist deine Schilddrüse gut eingestellt?
        bei meinen Eltern war beides: Diabetis UND Schilddrüse. Wichtig war, dass BEIDES gut eingestellt war, weil sonst die Symptome trotzdem da waren!

      • Danke für eure Meinungen, ich wollte ja nur mal hören, wie es anderen damit geht und wie es sich äußert. Das mit den Verdauungsbeschwerden bzw. Entzündung trifft bei mir ja nicht zu.

        Komplett verzichten kann ich auch nicht (ich liebe normale Nudeln), aber ich werde versuchen, weniger davon zu mir zu nehmen und mich mehr auf Kartoffeln und Reis konzentrieren (das gibt es bei uns eher selten).

        Was meine Schilddrüse angeht, sind die Werte seit 2 Jahren lt., meinem Arzt im "grünen Bereich". Dennoch habe ich diese Symptome.
        Selbst, wenn es nicht an Gluten liegen sollte, ist es sicher nicht verkehrt, z.B. kein Weizen mehr zu essen, da sich ja viele Leute bei Verzicht besser fühlen.

        Mal sehen, wie das wird ...

        #winke

      Ich würde an Deiner Stelle erstmal Weizen weglassen, dass hat bei mir Wunder gewirkt.
      Nichts mehr mit Weizen, dafür Dinkel.
      Und keinen Zucker.
      Viel Wasser trinken.

      Glutenfrei hab ich auch probiert und hab merkbar zugenommen, also hab ich es ganz schnell wieder sein lassen.

      Hast Du mal Deinen Vitamin D Spiegel prüfen lassen, der kann auch für Depressionen/Kopfschmerzen sorgen.

    wenn du auf Gluten verzichten möchtest, würde ich parallel dazu Tagebuch führen.

    Was du isst UND trinkst.
    Genug Wasser, welche Getränke usw.

    und auch deswegen, falls eine andere Intoleranz vorliegen könnte.
    Ich selbst vertrage z.B. sehr gut Weizen,

    dafür keinen Dinkel und keinen Hafer
    eben nicht Glutenprobleme, sondern andere Unverträglichkeit.

    (14) 13.05.17 - 22:42

    Hallo :)

    meine Tochter und ich leiden an Zöliakie.

    Meine Symptome:

    - Magenschmerzen
    - Müdigkeit
    - Stimmungsschwankungen
    - Ekzeme
    - Ausschläge
    - brüchige Nägel
    - Gelenkbeschwerden
    - Hyperhidrosis
    - Eisenmangel
    - Gesichtsfeldausfälle
    - usw

    Symptome meiner Tochter:
    - starke Stimmdungsschwankungen
    - Weinerlichkeit
    - untergewichtig
    - Lernschwäche
    - Bauchschmerzen
    - Kopfschmerzen
    - "depressiv"
    - gelenkschmerzen
    - Zahnschmelzprobleme

    Ich litt etwa 11-12 Jahre unerkannt an dieser Krankheit und meine Tochter 5-7.

    Wir verzichten nun komplett auf Gluten. Dinkel ist übrigens auch glutenhaltig. Hier mal ein sehr hilfreicher Link bzgl. glutenhaltiger und -freier Lebensmittel.

    http://www.glutenfrei-unterwegs.de/wissen/ernaehrung.html

    Ich würde dir empfehlen dir eine Überweisung für einen Gastroentorologen geben zu lassen um eventuelle Antikörper im Blut bestimmen zu lassen und daraus folgend eventuell eine Magenspiegelung. So kannst du dir eine Diagnose sichern und hast unter anderem zB Anspruch auf einen Behindertenausweis (20%). Sollten dir solche Dinge egal sein dann probiere einfach aus, ob es dir unter glutenfreier Ernährung besser geht. Dabei solltest du allerdings komplett auf Gluten verzichten, da sich die Antikörper sonst nicht verringern und die Symptome nicht schwinden.

    Wenn du fragen hast dann frag :)

    Liebe Grüße
    Saskia

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