Großes, gut durchblutetes Myom

    • (1) 30.06.17 - 13:09

      Hallo!

      Ich habe schon geahnt, dass da was nicht stimmt, immer wieder Schmierblutungen, ein komisches Gefühl, Verstopfung und ein Ziehen. Siehe da, ein großes Myom, 5-6cm, und vor allem zu gut durchblutet. Der Frauenarzt meint, er würde es gerne noch dieses Jahr nochmal anschauen, wie sehr es gewachsen ist, aber aller wahrscheinlichkeit nach muss es raus. Und wegen der ungünstigen Lage und Größe muss wohl ein Großteil meiner Gebärmutter gleich mit raus. Er hat vor allem Bedenken wegen der guten Blutversorgung, solche Myome würden wohl auch öfter bösartig werden.

      Gut, unfruchtbar bin ich schon lange, vor allem aber auch mein Mann, uns war klar, dass wir auch mit künstlicher Befruchtung keine tollen Chancen haben, insbesondere wenn es nicht nur um einen positiven Test, sondern auch eine vollständig ausgetragene Schwangerschaft und ein gesundes lebensfähiges Baby geht sehen die Chancen so schlecht aus, dass wir uns dagegen entschieden haben. Aber jetzt die Entscheidung praktisch abgenommen zu bekommen, mit bis dahin 38 die Gebärmutter gleich zu großen Teilen raus zu bekommen ist doch nicht so toll.

      Was sind eure Erfahrungen? Wie lebt es sich ohne Gebärmutter? Muss das sein?

      • >>Aber jetzt die Entscheidung praktisch abgenommen zu bekommen, mit bis dahin 38 die Gebärmutter gleich zu großen Teilen raus zu bekommen ist doch nicht so toll.<<

        es ist deine Entscheidung, da bestimmt kein anderer drüber. Das mal zu aller erst.

        Wenn eine Hysterektomie gemacht wird, dann wird entweder die gesamte Gebärmutter raus geschnitten oder aber nur der Gebärmutterkörper; der Gebärmutterhals bleibt dann erhalten.

        >> Er hat vor allem Bedenken wegen der guten Blutversorgung, solche Myome würden wohl auch öfter bösartig werden.<<

        Myome haben IMMER eine gute Blutversorgung, bösartig werden sie sehr, sehr, sehr, sehr selten.
        https://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_news_652_1_1028_myome-sind-selten-b-sartig.html

        Um ein Myom, welches Beschwerden bereitet, zu behandeln, gibts, je nach Größe und Lage des Myoms verschiedene Methoden.
        https://www.gesundheitsinformation.de/auf-einen-blick-operationen-und-myomembolisation.2678.de.html
        auf dieser Übersicht fehlt leider der sog. fokussierte Ultraschall. Evtl. ist die Tabelle von Gynäkologen gemacht worden. Den fokussierten Ultraschall führen aber Radiologen aus.
        Hier die Informationen dazu
        http://www.klinikum.uni-muenchen.de/Institut-fuer-Klinische-Radiologie/de/patienteninformationen/intervention/uterusmyome/behandlungsmoeglichkeiten/radiologisch-interventionell/mr-hifu/index.html

        >>Was sind eure Erfahrungen? Wie lebt es sich ohne Gebärmutter? Muss das sein? <<

        wie du meinem kurzen Text wohl entnommen hast, muss es nicht sein.
        Wie es sich ohne Gebärmutter lebt, kommt viel fach auf die Ausganssituation an. Eine Frau mit z. B. Endometriose, die Schmerzen und ganz schlimme Blutungen jahre lang hatte, wird sich hinter her mit Sicherheit besser fühlen als eine Frau, die keine Beschwerden hat und der rein vorsorglich die Gebärmutter entfernt wurde.
        Aber auch hier Informationen
        http://www.sexmedpedia.com/gebaermutterentfernung-und-ihre-auswirkungen-auf-die-sexualitaet/

        weisst du, was ich immer und immer wieder furchtbar finde? Das Gynäkologen den Frauen Angst machen.
        wenn du noch Fragen hast, kannst mir gerne eine PN schicken

        muss doch noch was fragen. Hat dir dein Arzt echt keine der anderen Behandlungsoptionen genannt?

        Ja, man könnte ja meinen, dass er dies auf grund der Größe nicht gesagt hat, weil es deshalb halt nicht geht. Aber, lies selbst
        >>
        Welche Myome sind mit MRgFUS behandelbar und welche nicht?
        Grundsätzlich kann man nicht von vorn herein sagen, welche Myome mit MRgFUS therapierbar sind und welche nicht. Diese Entscheidung kann immer nur im Einzelfall im Patientengespräch nach der Voruntersuchung geklärt werden, wenn die radiologischen Bilder mit Magnetresonanztomographie (MRT) vorliegen, anhand deren die MRgFUS-Therapie geplant werden kann. Richtig ist, dass bestimmte Arten von Myomen schwieriger mit MRgFUS behandelbar sind bzw. eine Therapie durch den Myom-Radiologen abgelehnt werden kann, wenn die Wahrscheinlichkeit eines Behandlungserfolges zu gering erscheint. Aber auch schwierigere Myome, wie z. B. stark durchblutete Myome, subseröse Myome oder Myome mit einem Durchmesser größer als 10 cm sind in Einzelfällen im FUS-Center schon erfolgreich behandelt <<
        http://www.mrgfus.de/fragen.html?gclid=EAIaIQobChMIwKbO0v7l1AIVlantCh1n8APREAAYASACEgL4JvD_BwE

        >>Bei welcher Größe sprechen Myome am besten auf die Myomembolisation an? Allgemein sprechen Myome am besten an, je kleiner sie sind. Allerdings kann selbst bei einer durch Myome verursachte Größenzunahme der Gebärmutter, die etwa der 20. Schwangerschaftswoche entspricht, eine Schrumpfung von 40 - 60 % erzielt werden. Bei sehr viel größeren Myomen beträgt die Schrumpfung nur noch 0 - 20 %.

        Nach neueren Ergebnissen ist zwar die erzielte Schrumpfung bei einer Gebärmuttergröße entsprechend der 20. Schwangerschaftswoche geringer (wie bereits erwähnt), aber dennoch können die Schmerzen und Drucksymptome erheblich gemildert und krankhafte Blutungen verringert werden. <<
        http://radiologie.charite.de/index.Category/876.html#faq_1

        welchen EIndruck hast du von deinem Gyn? Was meinst du, warum hat er dir nur die Gebärmutterentfernung .... angeboten?

        • Hallo und Danke erst Mal.

          Es ist ein wenig doof, weil ich zum ersten Mal bei dem Gyn war. Mein Alter ist in Ruhestand gegangen, und so habe ich jetzt mehr oder weniger den ausgesucht, der an nähesten an meiner Wohnung liegt. Die Sprechstundenhilfe von meinem alten Gyn arbeitet aber da, die kenne ich zumindest seit über 20 Jahren, das hat zu der Entscheidung beigetragen.

          Der Gyn macht zumindest keinen Druck sondern meinte, wir sollen das jetzt erst mal beobachten, wie es sich entwickelt in den nächsten Monaten, aber sollte es mir schlecht gehen, dann kann ich jederzeit kommen, auch ohne Termin.

          Und auch je nachdem wie es dann aussieht sollen wir über Optionen der Behandlung sprechen, auch wenn er fürchtet, dass es bei der Größe und einem richtig dicken Blutgefäß mitten durch eher in Richtung Entfernung geht. Aber er hat auch gesagt, dass das vor allem meine Entscheidung ist, und wir dann auch überlegen können, ob es Alternativen gibt.

          Ich weiß es nicht recht, ich meine, die Regelblutung würde ich sicher nicht vermissen. Die war schon immer relativ heftig und schmerzhaft. Und eine künstliche Befruchtung stand bei uns eigentlich auch nie zur Diskussion wegen der diversen gesundheitlichen Probleme - die Chancen auf ein gesundes Baby das nicht auch noch genetisch so nen richtigen Griff ins Klo landet, sind einfach zu gering.

          Der rationale Teil sagt irgendwo, ich brauche die Gebärmutter sowieso für nichts (nicht mal beim Sex), der emotionale Teil ist anderer Meinung. Wir hatten das Thema ja schon miteinander bei der Kastration von Hündinnen, aber wenn es um einen selbst geht ist es halt schon was anderes.

          Meiner Mutter geht es gut ohne Gebärmutter, aber so viele Leute habe ich nicht, die ich über die Vorzüge eines Erhalts des Uterus ausfragen könnte.

          • Was das Myom angeht, kann ich Dir leider nicht helfen - ich hatte nie eins.

            Aber ich kann Dir sagen, dass MEIN Leben ohne GB sehr lebenswert ist. Ich habe keinerlei Nebenwirkungen, außer dass die jährliche Kontrolluntersuchung beim Gyn eher unangenehm ist. Am Stumpf ist halt Narbengewebe und das Abtasten ist schmerzhaft.

            Ansonsten gibt es keinerlei Beeinträchtigungen. Weder körperlich, noch sexuell. Und ja - eine Leben ohne Regelblutung ist wunderbar! Manchmal vermisse ich aber mein Körpergefühl, was einen normalen Zyklus anbelangt. Ich hatte immer einen glasklaren Zyklus und wusste immer, was gerade in meinem Körper los war. Ich konnte mich auf ihn verlassen, wusste, wann der Eisprung da ist und wann die Blutung kommt. Das habe ich jetzt leider nicht mehr, da ich Hormone im Langzeitzyklus nehmen muss. Und finde es sehr schade, weil mir mein Körpergefühl in dieser Hinsicht genommen wurde.

            Egal, wie Deine Entscheidung ausfällt, DU musst mit Dir damit im Reinen sein. Es sollten keine Gedanken wie Hätte, Wäre, Könnte aufkommen. Die Konsequenz einer GB-Entfernung ist mannigfaltig und weitgreifend. Und ja, es können auch im Alter noch Nebenwirkungen auftreten, die jetzt noch nicht absehbar sind.

            ICH habe es nie bereut. Viel Glück bei der Entscheidungsfindung.

            • Danke für Deine Erfahrung!

              Ja, die Tage vermisse ich ganz sicher nicht, aber Sorge vor Inkontinenz habe ich schon. Bei einer heftigen Bronchitis trage ich schon so lieber Einlagen... es ist halt beides doof, aber irgendwas muss ich wohl langfristig machen, Füße stillhalten und bis zu den Wechseljahren aussitzen ist keine Option, dafür bin ich einfach zu jung.

              • du, es kann durch aus sein, dass du dieses Myom schon jahre lang hast. Dein alter Gyn hat es fest gestellt aber weil du keine Probleme gehabt hast, nichts gesagt.

                Gyns sind so.......

                Hier, ganz aktuell
                >>Je nach Lage kann das Myom auch mittels Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) entfernt werden. Der Eingriff über die Scheide (hysteroskopisch) mit MyoSure ist ein neueres Verfahren und momentan eine der sichersten Methode für Frauen mit Kinderwunsch. Das liegt unter anderem an dem sogenannten Morcellator, mit dem das Gewebe abgetragen wird. Eine Innovation ist die Lage des Schneidefensters an der Seite, wodurch das Perforationsrisiko erheblich minimiert wird. Da es sich um eine rein mechanische Abtragung des Gewebes ohne zusätzliche Stromzufuhr handelt, werden zudem keine benachbarten Gewebe oder Organe verletzt. Die Entfernung eines 4,5 cm großen Myoms dauert nur etwa 10 Minuten. Damit ist der Eingriff im Vergleich mit anderen Operationsmethoden sehr kurz, hinterlässt kaum Narben und ist insgesamt sehr schonend.<<
                http://www.rettet-die-gebaermutter.de/Myome_keinGrund

                • Hallo!

                  Naja, zumindest hatte ich bis vor einem halben Jahr keine Schmierblutungen und auch nur am ersten Tag der Regelblutung Schmerzen. Mittlerweile zieht es doch öfter - nicht schlimm, aber spürbar. Ich habe es anfangs mehr aufs Kreuz geschoben, aber dann doch gemerkt, dass es das nicht ist.

                  Ich werde ja sehen, wie es in ein paar Monaten aussieht und definitiv vor einer OP wegen alternativen Methoden nachfragen. Wahrscheinlich hole ich mir auch eine zweite Meinung ein. Außerdem werde ich ganz sicher nichts überstürzen, solange ich keine wirklich schlimmen Beschwerden habe. Nur wegen ab und zu Schmierblutungen oder ein wenig Ziehen tue ich mir keine Operation an. Ich bin doch nicht doof, da habe ich dann ja mehr Schmerzen durch die OP als durch das Myom.

                  Auf die gleiche Art lebe ich seit 2 Jahren mit einem Backenzahn, den der Zahnarzt schon längst ziehen wollte - aber wozu, wenn er nicht weh tut? Wegen einer minikleinen Eiterblase, die bei einem Menschen mit zig Allergien und Arthrose auch nicht mehr ins Gewicht fällt? Ich habe immer Entzündungsvorgänge im Körper. Das ist doch komisch, dass ausgerechnet der Zahn auf Eiter jetzt bedrohlich sein soll. Da ist die Party in meinen Nebenhöhlen um einiges größer.

          >>Der rationale Teil sagt irgendwo, ich brauche die Gebärmutter sowieso für nichts <<

          deine rationelle Entscheidung beruht auf mangelndem Wissen. Hier mehr

          >>Der Beckenboden der Frau ähnelt der Kuppel einer Kathedrale. In der Mitte dieser Kuppel liegt die Gebärmutter. Die Gebärmutter, zu der nahezu alle Befestigungsbänder des Beckenbodens ziehen, ist zentral im Beckenboden verankert und bildet den „Schlüsselstein“ der Konstruktion. Hier laufen Nerven, Gefäße, Bin­degewebe und glatte Muskulatur zusammen.

          Wie der Stützstein in der Kuppel einer Kathedrale stützt die Gebärmutter den Beckenboden

          Eine Kirchenkuppel kann nur dann ihre Form und Stabilität behalten, wenn jeder einzelne Stein an der richtigen Stelle sitzt. Wird ein Stein oder ein tragendes Teil entfernt, fällt die Kuppel in sich zusammen. Wenn nun die komplizierte Architektur des Beckenbodens durch die Entfernung der Gebärmutter verändert wird, tritt hier eine vergleichbare Schwächung auf. Insofern ist es also von großem Vorteil, die Gebärmutter zu belassen. Bei einer Gebärmutterentfernung wird nämlich der obere Scheidenteil geschwächt, so dass Blase und Darm oft nicht mehr ausreichend unterstützt werden können. <<
          http://www.myomzentrum-duesseldorf.de/myomzentrum/aufbau-der-gebaermutter.html

          minnimoeller hat es recht gut geschrieben. Welche Auswirkungen eine Gebärmutterentfernung im Alter hat, kann dir hier keine Frau sagen, ganz einfach deshalb, weil keine der Frauen hier im entsprechenden Alter ist. Die jenigen, die heute in diesem Alter sind, sind evtl. vielleicht zwar online, aber nicht unbedingt in einem Forum.

          Aus eigener Erfahrung kann ich dir aber sagen, dass spätestens mitte 50 und, sollte einen eine fiese Erkältung mit Husten und Niesen erwischen, auch eine Frau mit Gebärmutter mit Senkungsproblemen zu kämpfen hat. Wenn im Beckenboden aber nichts chirurgisch verändert wurde, dann greift gute Beckenbodengymnastik, um dem Beckenboden zu helfen.

          Bei meiner über 80-jährigen Mutter, der vor ca. 20 Jahren die Gebärmutter entfernt wurde, hat sich der Scheidenstumpf um geknickt und es kommt immer wieder zu Entzündungen. Um dies zu vermeiden hat sie ein Pessar bzw. einen Ring, auf sie an gepasst ,ein gelegt bekommen, der regel mäßig raus muss, gereinigt wird und wieder ein gelegt wird.

          Ich denke, es kommt auch viel auf den Operateur und auf welche Art die OP durch geführt wurde, an.

          Es ist DEINE Entscheidung und diese Entscheidung kannst du eigentlich nur dann als für dich richtige Entscheidung fällen, wenn du gut und richtig informiert bist.

          Alles Gute und eine gute Entscheidung wünsch ich dir!

          • Hallo!

            Es klingt schon einleuchtend, dass da was "fehlt" und das eben alles schwächt. Bei einer richtig heftigen Bronchitis werde ich auch so schon beim Husten "undicht" das sollte ich auf jeden Fall mit bedenken, danke dafür.

            Es ist echt schwierig. Ich denke, bevor es wirklich "ernst" wird, werde ich auf jeden Fall auch eine zweite Meinung hören, um sicher zu gehen, und fragen, ob es nicht besser wäre, eine Alternative Methode wenigstens zu testen. Im Moment habe ich ja keine so massiven Probleme.

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