Starke und negative Veränderung durch Fluoxetin

    • (1) 12.07.17 - 11:09

      Hallo!
      Ist es möglich, dass ca drei Monate nach beginnender Einnahme von Fluoxetin und regelmäßiger Alkoholkonsum (ab späten Nachmittag), einen Patienten extrem stark zum Nachteil verändern kann? Und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Persönlichkeit dieser Person, sich zum genauen Gegenteil, als vor Beginn der Medikation, entwickelt hat? Der Patient ist seit der Einnahme enorm reizbar, gefühlskalt, arrogant, überheblich und beleidigt seine Ehefrau, ohne es anscheinend zu merken. Seit Monaten soll er in gewissen Abständen Fluoxetin immer weiter reduzieren. Aber nun entsteht der Eindruck, dass er noch heftiger reagiert, seit die Dosis reduziert wird. Diese Person hatte sonst immer genau die gegenteiligen Charaktereigenschaften!

      Liege ich mit der Annahme richtig, dass das Medikament einen Teil dazu beisteuert? Ein Mensch kann sich doch im Grunde nicht zum genauen und so krassen Gegenteil verändern.

      Ich wäre mehr als dankbar, wenn sich jemand dazu äußern könnte.

      Es wäre mir eine sehr große Herzensangelegenheit!

      • >>Während der Behandlung mit dem Antidepressivum sollte auf Alkohol verzichtet werden, da die Alkoholwirkung ansonsten verstärkt werden kann.<< https://www.gesundheit.de/medizin/wirkstoffe/antidepressiva/fluoxetin

        >>Der Patient ist seit der Einnahme enorm reizbar, gefühlskalt, arrogant, überheblich und beleidigt seine Ehefrau, ohne es anscheinend zu merken<<

        so reagieren viele Menschen auf große Mengen Alkohol. Wenn dies dann noch durch ein Medikament verstärkt wird..........
        Um deine Frage zu beantworten: Ja es ist möglich

        • Vielen Dank für deine Antwort!

          Ich muss dazu sagen, dass Alkohol nie ein relevantes Thema war. Im Gegenteil...... er trinkt auch nicht viel. Allerdings merkt man ihm schon bei einer halben bis ganzen Flaschen Bier an, dass er getrunken hat. Beim zweiten ist er schon ziemlich angeheitert und fängt dann schon an komisch zu reden. Ein falscheste Wort und er geht an die Decke und kann dann richtig, richtig mies werden. Er beleidigt und wird dann in dem Moment immer arroganter und absolut gefühllos. Was kann man dagegen tun? Ich kann mit niemandem drüber sprechen. Denn keiner soll wissen, dass er antidepressiva nimmt! Und ich muss mein Versprechen halten. Da ich im Gegensatz zu ihm meine Versprechen generell halte. Ich habe keine Kraft mehr. Ich habe fürchterliche Angst, dass der Zustand bleiben wird auch dann wenn das Medikament weg ist!
          Bitte helft mir! Ich bin verzweifelt!

            • Er hat es schon eingeschränkt. Es gibt hin und wieder Momente, wo es mal möglich ist mit ihm zu reden. Dann denke ich erst, es wird nun besser. Wenn er dann zwei Tage nichts trinkt oder vielleicht sogar 3, kommt auf einmal wieder eine Laune über ihm. Die ich mir nicht erklären kann. Immer in regelmäßigen Abständen. Wenn es dann soweit ist, bin ich für alles und jeden verantwortlich. Er kränkt mich, beleidigt mich, und behandelt mich wie eine Fremde. Niemals war es vorher so. Ich habe schon überlegt mit unserem Hausarzt zu sprechen. Aber dabei hab ich ein schlechtes Gewissen und möchte meinen Mann nicht hintergehen. Ich bin eh davon überzeugt, dass er das Medikament nicht hätte verschrieben bekommen dürfen. Der Psychiater sah das allerdings anders. Es hieß dass er körperliche Beschwerden hat, welche von seiner Psyche herrühren.
              Von dieser Meinung waren die Mediziner überzeugt, obwohl die Blutwerte eine körperliche Ursache angezeigt haben.

              Gibt es denn keine Tipps für mich? Ich stehe vor dem Problem ganz alleine und habe bald selbst keinen Halt mehr.

              Ich möchte einfach wieder, dass alles normal wird und hier wieder eine dauernde Harmonie bei uns herrscht. Ich möchte nicht in regelmäßigen Abständen durch die Hölle gehen, ich will auch nicht immer an allem schuld sein in seinen Augen.
              Er dreht alles wie es für sich am besten ist, er schwindelt immer häufiger, er verspricht Dinge die er nicht einhält, er missbraucht mein Vertrauen. Er war immer derjenige dem ich alles anvertrauen konnte. Das waren oft extrem tiefgehende Dinge. Und nun? Er hat jetzt schon zwei Mal Dinge einer Person weitergetragen, welcher ich niemals im Leben davon erzählt hätte und hat damit viel Mist angerichtet.

              Er hätte es früher nie gemacht.....

                • Ich habe es mir durchgelesen. wenn er das antidepressiva nicht nehmen würde, wäre Alkohol kein Thema. Da bin ich mir sicher. Ich bin mir auch sicher, dass er kein reines Alkoholproblem hat. Es ist ja alles erst mit dem Medikament angefangen und schlimmer wurden seine Launen, bei der runterdosierung.

                  Ich bin bereit alles zu tun, dass alles wieder normal wird. Ich bin ja auch nicht gerade eine einfache Person. Ich bin auch hin und wieder launisch, zickig und bestimmt auch nervig. Ich habe auch ein Dickkopf. Er hat mir vor einigen Wochen mal gesagt, er würde deswegen trinken, weil ich schuld dran bin. Es wäre einfach nur frustsaufen. Das sitzt mir jetzt noch in den Knochen. Die Worte sind bei mir eingebrannt. Vielleicht ist es ja auch wirklich so? Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich Angst habe, dass ich an allem wirklich schuld bin. Und eine weitere Befürchtung ist, dass alles was er oft zu mir sagt, er auch so meint. Damit käme ich nicht klar.

                  • du bist noch weit entfernt............
                    >>Ich habe es mir durchgelesen. wenn er das antidepressiva nicht nehmen würde, wäre Alkohol kein Thema. <<

                    dein Mann trinkt regel mäßig. Und er sagt, dass DU dran schuld bist.
                    Es ist die freie Entscheidung eines jeden, Alkohol zu trinken. Und wenn jemand als Grund fürs saufen, jemand anderem die Schuld gibt, dann ist der jenige alkoholabhängig. Somit ist Alkohol bei euch sehr wohl ein Thema.
                    Du hältst dich daran fest, dass es nur am Antidepressiva liegt, dass alles so gekommen ist, wie es nun ist.

                    • Aber, für mich war immer klar, dass ein Alkoholiker täglich trinkt und das egal zu welcher Tageszeit. Ich spreche in dem Fall von Bier. Und früher, wenn wir auf einer Party waren hat er gerne mal etwas getrunken. Da war er auch nicht schon nach zwei Flaschen auf so einem heiteren lvl. Ansonsten wäre er NIE auf die Idee gekommen, sich abends eine Flasche aufzumachen.

                      Das ist erst mit dem Medikament angefangen und er sich eingeredet hat, dass er es an der Psyche hat. Erst da fing alles an. Vor einiger Zeit wurde noch ein bluttest gemacht, wo einige Werte ziemlich hoch waren ( so wie vor der Einnahme von Fluoxetin).
                      Ich kenne viele Leute, die täglich ein oder zwei Gläser Wein trinken oder täglich ein Feierabendbier sich gönnen. Sind das dann etwa alles Alkoholiker?
                      Ich kenne aus unseren Bekanntenkreis Alkoholiker. Und davon ist er noch meilenweit entfernt. Wie ich schon sagte, eine Flasche Bier vor Beginn der Einnahme des Medikaments, hat ihn nicht aus der Bahn geworfen. Und es kam nur selten vor, dass er sich ne Flasche zum Fußballspiel oder zum grillen aufgemacht hat.
                      Daher ist es für mich eindeutig, dass das Medikament mit die meiste Schuld ist und ihm auch nicht wirklich geholfen hat, so wie es anfänglich aussah.

      (10) 13.07.17 - 13:25

      Was sagen denn die Blutwerte von ihm? Welche Werte sind denn nicht in Ordnung?

      Ich denke Du solltest Dich......zumindest vorübergehend......trennen. Du musst Dir solch ein Verhalten doch wirklich nicht antun

      Du sagst, Du darfst niemandem was sagen..........bemerken Menschen um Euch rum nicht seine Veränderung? Oder schafft er es da sich anders zu benehmen?

      • Danke schön für deine Antwort. Ich werde gleich mal schauen, um welche Werte es ging. Ein Wert auf jeden Fall war von der Bauchspeicheldrüse. Dieser ist mehrere Male extrem zu hoch gewesen. Das würde also auch auf seine Magenschmerzen und Darmprobleme schließen. Es wurden viele Untersuchungen durchgeführt und es wurden immer wieder Entzündungen im Magen und Darm gefunden. Ihm ist damals hin und wieder mal richtig übel geworden und er hatte seitdem immer Angst, dass er sich während einer Autofahrt oder in einem Geschäft übergeben muss. Daraufhin bekam er Fluoxetin. Also dafür, dass er diese Angst nicht mehr hat. Am Anfang hatte ich ja auch den Eindruck, dass alles besser wird, und er nicht do. ein schlechtes Gefühl zB im Laden hat. Aber die körperlichen Beschwerden sind Ja dennoch da. Sie sind unter dem Fluoxetin sogar noch viel schlimmer geworden. Immer wenn eine Magenspiegelung durchgeführt wird und wieder eine Entzündung entdeckt wird, bekommt er Antibiotika. Aber es hilft nie.
        Wegen der Angst, dass ihm übel wird, sollte er Fluoxetin nehmen. Das war meiner Meinung nach nicht richtig. Denn wenn es mir übel ist, habe ich auch kein gutes Gefühl rauszugehen und hätte Angst mich zu übergeben.

        Gerade war wieder eine Situation. Alles war ok und harmonisch. Dann, auf einmal, spricht er mich von oben herab an und ging wieder an was ich falsch gemacht habe und das er anders handeln würde.

        Ich habe kein Problem Kritik über mich zu hören. Ich komme aber nicht klar damit, wie er mit mir spricht.
        Doch, andere haben bemerkt, dass er sich verändert hat. Seit Fluoxetin hat er erheblich an Gewicht zugenommen. Früher war er sehr dünn und sah auch immer aus, als wenn er nicht unbedingt ein guter Esser ist. Und er ist anderen Leuten gegenüber freundlich und lustig. Speziell auf einer Grillparty oder Geburtstagsfeier etc, wenn er was trinkt, macht er blöde Sprüche oder Witze, Hauptsache die Lacher sind auf seiner Seite. Dafür nimmt er dann auch gerne in Kauf, mich mal etwas zu einer lachnummer zu machen. Wenn wir sonst mal ein Problem miteinander hatten, haben wir darüber unter vier Augen gesprochen und fertig. Heute fällt er mir gerne in den Rücken. Meist versuche ich mich dann zurückzuziehen und heule in irgendeiner Decke.

        Wenn ich ihn andren Tag darauf anspreche leugnet er alles. Ich würde mir alles nur einbilden und mich reinsteigern.

        Er hat jetzt seit einigen Tagen keinen Alkohol mehr getrunken. Aber dennoch war wie schon gesagt wieder do. eine Situation, in der ich am liebsten nur noch geweint hätte. Aber ich will auch nicht meine Tränen vor ihm zeigen. Früher hätte er mich, wenn ich geweint habe, einfach im Arm genommen und versucht mich zu trösten. Sieht er mich heute weinen, zeigt er keine Regung.

        Andere Leute, die nicht wissen, was wirklich läuft, sehen es do, dass er doch gut drauf ist und viel gesünder aussieht, weil er zugenommen hat .

        Ich komme einfach nicht mehr klar.... ich hatte noch nie so eine Angst, dass unsere kleine Familie auseinander gehen könnte. Ich weiß einfach nicht weiter.

        Mein Sorge ist es, dass er mir 15 Jahre lange was vorgespielt hat und seine wahre Person durch Fluoxetin nun rauskommt. Wenn das der Fall ist, bricht für mich eine Welt zusammen ????

        • (12) 13.07.17 - 17:56

          Das mit den Entzündungen kommt mir irgendwie bekannt vor........ bei mir wurde vor einigen Monaten Morbus Crohn diagnostiziert. Da hatte ich es schon bis in die Speiseröhre.

          Das könte tatsächlich passen, wenn er Entzündungen im Darm hat.

          Ich finde es wirklich der absolute Wahnsinn, dass Dein Mann solch ein Medikament bekommt.
          Ganz ehrlich....... ich würde den Arzt darauf ansprechen.

          Vielleicht ist Dein Mann auch solch ein Kotzbrocken geworden, weil er sich verändert hat (zugenommen) und einfach unzufrieden ist. Und die Gefühlskälte könnte schon von diesem Medikament sein.

          Es tut mir echt leid für Dich, es klingt beschissen was Du mit ihm erlebst.

          • Du glaubst gar nicht, was es mir bedeutet, dass du auf meinen Beitrag reagierst!

            Es tut mir leid, zu hören das es dir so schlecht ging????
            Wie geht es dir denn mittlerweile?
            Das mein Mann zugenommen hat, ist kein Problem. Im Gegenteil...... es steht ihm sogar besser. Er selbst findet es super. Vielleicht wird er deswegen immer arroganter?
            Wenn es nicht von diesen scheiß Medikament herkommen würde, wäre ich begeistert.

            Aber er ist einfach ein richtiger eingebildet, arroganter und komischer Mensch geworden.
            Vielleicht sollte ich wirklich mal mit dem Arzt sprechen.
            Wenn ich genau wüsste, dass es am antidepressiva liegt, würde ich tatsächlich denken Augen zu und durch. Aber ich habe diese Gewissheit ja nicht.

            Ich habe einen völlig anderen Mann hier, als ich geheiratet hatte. Wir waren immer auf einer Wellenlänge. Und nun ist alles nur noch traurig.
            Ich verstehe nicht, was hier vorgeht. Ich habe selbst ziemliche Probleme, die ich unbedingt mit ihm besprechen möchte. Aber ich weiß genau, dass er mir evtl zuhört und ein paar std später darauf reagiert, als sei ich selbst für meine Probleme verantwortlich oder es kommt die Aussage ich würde eh aus allem Mist große Probleme bereiten. Er gibt mir nie die Chance mal detailliert darüber zu sprechen. Er meint ich bilde mir viel ein und muss antidepressiva nehmen sowie eine Psychotherapie. Das würde mir helfen bla Blabla..... immer der selbe Mist. Wenn ich ihn nicht kennen würde, würde ich behaupten, dass er einfach link ist und gemein.

            Ich kann es so alles. Ich mehr akzeptieren. Nervlich halte ich es nicht mehr durch. Ich blöde, dämliche Kuh habe auf soviel in den letzten zwei Jahren verzichtet. Alles nur, damit es kein Krach gibt etc..... und er, ausgerechnet er verdreht die Tatsachen. Ich werde mir übers Wochenende überlegen, ob ich mit dem doc spreche. Sollte er die Wahrscheinlichkeit sehen, dass es sich erst durch Fluoxetin so entwickelt hat, versuche ich die Sache irgendwie auszuhalten. Spätestens eine Zeit nach dem absetzten von diesem Zeug werde ich hoffentlich feststellen, dass ich meinen Mann wieder habe.

            Ich hänge viel zu sehr an ihm. Ich will ihn nicht im Stich lassen. Ich war immer sicher, dass wir alles zusammen schaffen und ich möchte und kann einfach nicht das Handtuch werfen.
            Verstehst du was ich meine?

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