Demenz / Alzheimer schon mit Anfang 40?

    • (1) 23.07.17 - 21:40

      Hallo,

      in letzter Zeit habe ich mehrfach Sachen vergessen, z.b. hatte ich im April im Internet u.a. dicke Socken bestellt (nur um die berühmten 29,- EUR zu erreichen um kein Porto zu zahlen) und diese kamen 8 Wochen später per Post. Und siehe da: ich wusste nicht mehr, dass ich diese bestellt hatte und habe mich gewundert, wer mir Socken schickt....

      Dann hat mir noch eine Bekannte erzählt, dass sie einen speziellen Urlaub machen wird. Das wusste ich laut ihr kurz darauf auch nicht mehr....

      Mein Umfeld sagt mir: alles ist gut. Ich würde nur wahrscheinlich zu viel um die Ohren haben. Aber ich habe echt Angst vor Demenz.....
      2010 und 2016 wurde wegen etwas anderem ein MRT des Kopfes gemacht. Da wurden jeweils einzelne unspezifische Gliosen des perivertikulären Marklagers festgestellt, die laut dem Arzt aber evtl von einem Fahrradunfall herrühren könnten, keine Entzündungen waren zu sehen, keine Raumforderung. 2010 und 2016 keine Änderung. Also keine weiteren Untersuchungen nötig. Laut Arzt kann das sein, dass ich diese Stellen schon seit ewigen Zeiten habe, diese aber einfach da sind, aber nichts machen.

      Ich habe dann gegoogelt und den MMST-Test gemacht: alles okay.
      Wahrscheinlich ist es wirklich nur deshalb weil ich so viel um die Ohren habe, oder?
      Kennt das jemand schon mit Anfang 40 eine beginnende Demenz zu entwickeln?
      Mein Vater ist 75 und wiederholt sich manchmal auch immer wieder und insofern habe ich Bedenken, dass ich das geerbt habe, wobei er ja schon "alt" ist und ich nicht.
      Irgendwie habe ich echt immer wieder Bedenken. Aber zum Arzt gehen ist wohl auch lächerlich. Denn ändern würde das ja auch nichts.... oder?
      Oder kann das mit Hormonen zu tun haben? Ich nehme seit ca. 4 Monaten Östrogene und Progesteron weil ich bereits mit 41 Jahren keine Periode mehr hatte und der Frauenarzt empfohlen eine Hormonersatztherapie empfohlen hat um Osteoporose vorzubeugen. Kann diese Vergesslichkeit auch damit zusammen hängen? Man sagt ja auch immer, dass z.B. stillende oder schwangere Frauen die Still-Demenz oder Schwangerschaftsdemenz haben wenn sie alles mögliche vergessen?
      Viele Grüße

      • Schilddrüse mal gecheckt?

        Wenn das alles ist, was Du hier aufzählst, hat wahrscheinlich über die Hälfte des urbia-Forums Alzheimer, wenn nicht noch mehr (ich natürlich eingeschlossen).
        Als ich noch berufstätig war, war ich ohne Post-its und Kalender in der Handtasche und einmal an der Küchenwand ein armes Hascherl. Alles merken wäre nicht gegangen. Handtasche suchen, Geldbeutel suchen, umdrehen, ob man den Herd eingeschaltet hat - volles Programm.
        Wenn ich heute den Frisierstab benutze und stecke ihn wieder aus, sag ich laut vor mich hin "ausgesteckt" - sonst drehe ich garantiert wieder um.....Die Wohnungstür verschließt man automatisch - wenn ich viel um die Ohren habe, weiß ich schon im Auto nicht mehr, hab ich nun.....oder doch nicht`?#schwitz
        Und Geschichten/Erzählungen wiederholen tun wir durchweg alle. Wer behauptet, dass er noch NIE jemandem ne Story zum zweitenmal erzählt hat, schwindelt.
        Ich kenne viele junge Leute, die mir auch schon etliches mehrfach erzählten, weil man einfach nicht mehr weiß, wem man was schon erzählt hat. (Übrigens wiederholt sich meine 10jährige Enkelin sogar oft mit Erzählungen, dass wir sie schon fragten, ob sie Baby-Alzheimer hat #rofl) Mit 75 ist das noch normaler, kenne ich von meinem Mann auch.
        Stilldemenz und Schwangerschaftsdemenz sind Erfindungen der Neuzeit - die hatte ich beide definitiv nicht, meine Chefs hätten mir Beine gemacht.
        Frühe Wechseljahre können anscheinend in Bezug auf Vergesslichkeit sich auswirken, also können Deine Hormongaben nur hilfreich sein. Bei mir sind die Wechseljahre komplett ausgefallen - keine Ahnung, ob ich nun früher oder schneller dement werde:-)
        NOCH kann ich mit meinen Macken leben - und mein Umfeld auch #cool
        Mach Dir nicht zuviele Gedanken sondern versuche lieber, in Deinen hektischen Alltag Struktur zu bringen. Ein schöner Übersichtskalender an der Wand oder auf dem Schreibtisch mit allen wichtigen Terminen wirkt Wunder - nicht in dem blöden Handy, bei dem nur andauernd der Akku leer ist. Vielleicht kannst Du einfach auch einiges einsparen, was Dich zu sehr stresst.
        Wenn man sehr beansprucht ist, rutscht vieles auf der "Festplatte" einfach nach hinten weg, was einen nicht wirklich interessiert - geht mir auch so. Der Urlaub Deiner Bekannten gehörte vielleicht auch dazu. Und - ähhh - nach vielen Wochen Lieferzeit hab ich mich auch schon gewundert, welches Päckchen da wohl nun noch ankommt #freu. Auch das also vollkommen normal.
        LG Moni

      Stress kann durchaus die Ursache sein.
      Hast du wirklich MEHR um die Ohren? oder eigentlich so viel/wenig wie sonst auch?

      Hormone können durchaus die Ursache sein!
      Schwangerschaftsdemenz :-p aber auch sonst können Hormone sehr viele Auswirkungen haben!

      Demenz (oder war es Alzheimer) bei jüngeren Menschen gibt es durchaus. Zwar seltener, aber möglich. Der Verlauf ist wohl etwas anders.

      Schilddrüse, Diabetis, Schlafmangel, Schlafapnoe (z.B. durch Schnarchen oder sonstig schlechtere Atmung), Vitaminmangel ... etc. können ebenfalls Schwierigkeiten machen.

      Fokus ändert sich!
      Hat sich in deinem Leben was verändert?
      Wo fallen dir die Erinnerungslücken besonders auf?
      Phasenweise würde ich mich an eine Sockenbestellung samt Preis und sonstigen Details erinnern. In anderen Phasen habe ich schon mal GANZE Bestellungen vergessen. Nicht nur das "mitbestellte" ;-)
      Je nachdem wo / wie mein Lebensschwerpunkt gerade liegt/lag.

      Burn Out, Depression, Erschöpfung. Auch das kann zu Erinnerungsschwierigkeiten führen.

      Zum Arzt würde ich gehen, wenn
      - noch andere Symptome auftreten
      - du eine DEUTLICHE Veränderung zu dir selbst wahrnimmst (nicht verglichen an anderen, sondern im Vergleich zu dir selbst)
      - wenn dich die Erinnerungsschwierigkeiten erheblich belasten (Anstrengung kosten, Tendenz zur Erschöpfung geben, die sich durch den Mehraufwand nach und nach ergibt)
      - Hinweise auf diese oder andere Erkrankungen hinzu kommen
      - sich Folgen entwickeln (Erschöpfung, Unsicherheit, dauer-schlechte Laune)
      - wenn es um Fragen / Kontrolltermin bezüglich der Hormone geht

      Hallo!

      Seit ich mein Stresslevel durch ein Studium nebenher deutlich erhöht habe, vergessse ich auch mehr andere Dinge, die ich einfach als "unwichtig und einfach nicht wert sie mir wirklich zu merken" einstufe. Da sind so viel mehr wichtige Informationen für die Klausuren und Seminare, die gehen einfach vor. Das ist kein bewusstes Aussortieren, sondern läuft unbewusst ab.

      Ich weiß jetzt auch nicht mehr, wann meine Mutter wohin in Urlaub fährt - es reicht mir schon, meine eigenen Termine im Kopf zu behalten. Aber ganz ehrlich, ist das wichtig, dass man sich solche Details von allen Bekannten merkt? Ich weiß, wann ich in Urlaub fahre, und das reicht eigentlich auch, oder?

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