Vorhautverklebung - brauche bitte Rat

    • (1) 26.07.17 - 11:54

      Hallo.

      Mein Sohn (7) hat eine Vorhautverklebung wie sich heute herausstellte.
      Wir waren mit ihm beim Kinderchirurgen, weil unser Kinderarzt (der uns an den Chirurgen überwiesen hatte) eine Phimose, also Vorhautverengung, vermutet hatte. Der Chirurg hatte uns zuerst eine Salbe verschrieben und wir haben schonmal vorsorglich für Oktober einen OP-Termin bekommen, um die Verengung zu operieren.
      Wir haben die Salbe in den letzten 4 Wochen täglich verwendet, die Vorhaut ging bis auf einen letzten Rest, der noch an der Eichel klebt, gut zurück.
      Heute hatten wir Wiedervorstellungstermin beim Chirurgen. Der stellte dann fest, dass es "nur" eine Rest-Vorhautverklebung ist.

      Die restliche Vorhaut, die sich nicht von der Eichel löst, soll nun durch einen kurzen ambulanten Eingriff durch den Chirurgen gelöst werden. Dazu soll ich meinem Sohn ab 2 Stunden vor dem Termin alle 15 min eine betäubende Creme auf die Eichel geben.

      Eigentlich bin ich bis heute davon ausgegangen, dass wir den OP-Termin, den wir ursprünglich schon für die OP im Oktober ausgemacht hatten, wahrnehmen müssen - dass mein Sohn also eine Vorhautverengung hat. Dem ist nun nicht so; es ist "nur" eine Verklebung. Nun war ich in der Praxis darauf nicht vorbereitet... und gutgläubig wie ich bin, hab ich alles so hingenommen, was Ärzte mir empfehlen und hatte dazu im ersten Moment halt auch keine Fragen.... Aber ich wollte mich dann - wieder zuhause angekommen - doch ein wenig mit der Verklebung auseinander setzen und habe dazu gegoogelt. Und mir blieb oft der Atem weg, bei dem, was ich da so gelesen habe.
      Oft wurden Links gepostet, in denen es hieß, dass eine derartige Verklebung sich auch noch in der Pubertät lösen könnte und ein vorheriger Eingriff durchaus Risiken birgt (Entzündungen, Vernarbungen, Wiederverklebung).
      Und sehr oft habe ich von schreienden Jungen gelesen, die nach dem Eingriff arge Schmerzen hatten.
      Leider berichtete keiner über eine erfolgreiche Behandlung. Oft las ich auch, dass es wieder zu Verklebungen kam.

      Nun seid ihr ja keine Ärzte, aber eventuell hat hier der ein oder andere Erfahrungen damit gemacht und kann mir einen Rat geben, bevor ich den Kinderchirurgen noch einmal befrage ....
      Ist dieser Eingriff - also die Ablösung des Reststück Vorhauts von der Eichel - wirklich dringend notwendig in diesem Alter?
      Mein Sohn hatte bisher keine Probleme. Keine Entzündungen, keine "Pullerblase", keine Schwierigkeiten damit.
      Meine Gedanken dazu sind: da es ja nur eine Verklebung ist, kann er sich evtl. (sollte sich diese bis zur Pubertät tatsächlich nicht lösen) auch später selbst für eine Ablösung entscheiden? Es ist ja so gesehen nur ein kurzer Eingriff und das Problem wäre dann gelöst. Oder drohen ihm bis dahin schon Schwierigkeiten? Könnte sich die Vorhaut denn noch verengen?
      Ich hab schon Angst, dass mein Kleiner Schmerzen nach dem Eingriff hat und dass die Wundverheilung vielleicht nicht gut klappt #zitter

      Bin für jede Antwort dankbar!
      Liebe Grüße #winke

      • >>Mein Sohn hatte bisher keine Probleme. Keine Entzündungen, keine "Pullerblase", keine Schwierigkeiten damit.<<

        wunderbar! Dann mach doch kein Problem aus etwas, was kein Problem ist.

        >>Nun seid ihr ja keine Ärzte, aber eventuell hat hier der ein oder andere Erfahrungen damit gemacht und kann mir einen Rat geben, bevor ich den Kinderchirurgen noch einmal befrage ....<<
        nein, ich bin kein Arzt, aber eine Mutter, deren Sohn eben falls eine Verklebung hatte, welche sich kurz vor der Pubertät von selbst gelöst hat. Deshalb mein Rat, ab warten!
        Fragst du einen Chirurgen, wird der natürlich sagen, dass geschnitten werden muss. Das ist das, was ein Chirurg arbeits technisch macht. Und jemand, der diesen Beruf gerne ausübt, wird dann halt auch gerne schneiden und dazu raten. Irgend wie logisch, gell?

        lies mal hier
        http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=2793

        alles Gute!

      Hallo!
      Oh, da haben wir wohl einen fortschrittlichen Kinderarzt. Mein älterer Sohn hatte in jungen Jahren, immer wieder Entzündungen/Verklebungen. Jetzt ist er 12 und hat nichts mehr. Außer Salbe hatten wir nie was. Unser Ki-Arzt sagte immer, dass sich das in fast allen Fällen bis etwa 12 von selbst erledigt!

      Ich würde also definitiv warten!

      Lg Sportskanone

Hallo

wir haben bei meinem Sohn damals auch abgewartet,bzw. eine Zeitlang Salbe verwendet.
Das hat sich von alleine ausgewachsen, vollständig.
Ich würde abwarten.

L.G.

Hallo!

Es reicht völlig, wenn es zu Beginn der Pubertät klappt. Ich bin kein Freund davon, schon bei kleinen Kindern an den Geschlechtsorganen herumzumanipulieren, auch kein gewaltsames Zurückziehen.

Das ist ja ein Organ, das mit wächst, und so eine Vorhautverengung kann sogar bei Männern über 30 erstmalig auftreten - und die können dann selbst, als Erwachsene, entscheiden, ob sie eine Entfernung der Vorhaut möchten.

Gerade bei Kindern sind Verengungen und Verklebungen praktisch "normal". Es verwächst sich meistens von ganz alleine.

Gleiches Phänomen bei meinem Sohn. Verengung und Verklebung sollte schon mit 6 operiert werden. Auslöser war eine einmalige, sehr schmerzhafte Eichelentzündung.

Wir haben es sein lassen und mit 9 hatte sich das Problem von selbst erledigt.

Nach vielem blablabla hat mein Mann das Problem selber gelöst. Er ist mit 17 zum Arzt und hat sich beschneiden lassen.
Herauszögerungstaktiken helfen manchmal nicht. Im Alter wohl aufgrund der Größe schlimmer, als in der Jugend.

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