Schnellen Rat gesucht. Notaufnahme?

    • (1) 29.07.17 - 12:17

      Hallo,
      ich brauche einen schnellen Rat von euch. Es geht um meinen Vater. Er ist schon seit Wochen krank, schwach, veträgt so gut wie keine Nahrungsmittel und hat rasant abgebommen. Er hat Schmerzen vor allem im Rücken, aber eigentlich im ganzen Körper...
      Großes Blutbild war wohl in Ordnung und es wurde eine Magenspiegelung gemacht, die eine chronische Magenschleimhautentzündung ergeben hat. Aber irgendwie kann es das nicht allein sein... Es geht ihm immer schlechter, er nimmt immer weiter ab. Seine Hausärztin denkt nun an Bauchspeicheldrüse und hat ihn für Montag ins Krankenhaus eingewiesen. Nun geht es ihm aber seit gestern so schlecht, dass er meint, dass er das am Montag gar nicht schafft allein mit dem Taxi dahin zu fahren und dann vielleicht noch ein paar stufen steigen zu müssen. Deshalb will meine Mutter heute mit ihm zur Notaufnahme.

      Ich frage mich, ob das der richtige Weg ist? Ich will ihn heute im Krankenhaus haben. Ich habe so Angst um ihn! Ich habe Angst, dass er stirbt.

      Wird man denn, wenn einer so schwach und krank ist, direkt über die Notaufnahme stationär aufgenommen? Oder muss man trotzdem mit den anderen warten bis man dran ist? Sollte er sich lieber von einem Krankenwagen abholen lassen? Notarzt?

      Danke schonmal,
      Umm-Harun

      • Hallo, vielleicht kannst du mal in dem kh anrufen, für das dein Papa die Überweisung hat und die Situation dort schi?dern. Die Mitarbeiter können euch bestimmt sagen, wie ihr am besten vorgeht. Istc dein Vater denn transportfähig? In der Notaufnahme haben die Mitarbeiter schon ein gutes Auge dafür, bei wem es sich um einen wirklichen Notfall handelt. Dementsprechend sollte dann auch die Wartezeit nicht allzu lang sein. Ich wünsche euch alles gute und gute Besserung für deinen Papa. Ich hoffe es geht ihm bald besser!

        (3) 29.07.17 - 14:25

        Hallo,

        hast Du mal den hausärztlichen Notdienst (116 117) angerufen, die können Dir am besten sagen, wie ihr weiter vorgehen sollt.

        Bei uns (NRW) wird unterschieden zwischen dem hausärztlichen Notdienst, dies sind normale Ärzte, die abends und am WE in sog. Notfallpraxen Dienst tun und den Notfallambulanzen, die eher für schwerere Fälle (Unfall, Infarkt usw.) gedacht sind.

        Selbstverständlich können die Ärzte in der Notfallpraxis schwere Fälle auch unmittelbar ins Krankenhaus einweisen (selber schon erlebt)

        Deinem Vater alles Gute

        Hallo,
        Ja, dass ist der richtige Weg.

        Wenn er eine Überweisung für Montag hat, es ihm heute jedoch schon schlechter geht, würde ich mit ihm in die Notaufnahme fahren.
        Vermutlich wird er dann schon stationär aufgenommen.
        Um die Wartezeit werdet ihr höchstwahrscheinlich nicht Drumherum kommen.

        Alles Gute und Überweisung nicht vergessen

      (11) 01.08.17 - 15:49

      Hi,
      als ich deinen Post gelesen habe, hatte ich genau die Befürchtung was sich jetzt ergeben hat :-(
      Im März 2016 erging es uns ähnlich - von heute auf morgen hat es uns den Boden unter den Füßen weggezogen, es war ein Alptraum.
      Bei meiner Mutter wurde Darmkrebs mit Metastasen in Lunge und Leber und Brustkrebs festgestellt. Nach 4 Operationen und Chemo ist sie aktuell tumorfrei. Dennoch ist die Krankheit unser täglicher Begleiter und wir werden nie mehr so unbeschwert sein wie vorher.

      Wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit.

      LG

      • (12) 01.08.17 - 17:32

        Danke für deinen Beitrag. Das macht schon etwas Hoffnung...Der Arzt hat nämlich meinem Vater gesagt, dass er bei so einem Befund erfahrungsgemäß nicht mehr operiert (er will sich aber noch mit Kollegen absprechen). Aber vielleicht gibt es doch noch Hoffnung....

        Alles Gute für deine Mutter und euch!

        • (13) 01.08.17 - 20:30

          Weiss man den zwischenzeitlich wo der Primärtumor sitzt?

          Aus Erfahrung kann ich Dir sagen, dass es dauert, bis man die Tatsache begreift.
          Es ist alles wie ein nicht enden wollender Alptraum.
          Man lebt wie in einer Blase, funktionert im Job und in der Familie, fängt an langsam Abschied zu nehmen.
          Aber ... man lernt damit zu leben, man lernt damit umzugehen ... aber, es dauert.

          Bei uns waren es 8 Tage im März, jeden Tag eine andere Untersuchung, viermal die Hiobsbotschaft es wurde wieder was gefunden. Am neunten Tag dann die Operation am Darm, da es kurz vor dem Darmverschluss stand.
          Ich glaube, zu diesem Zeitpunkt hat niemand, auch die Ärzte nicht, meiner Mutter mehr als ein paar Wochen gegeben. Wir haben unsere lang geplante Floridareise abgesagt, um die letzte Zeit mit ihr verbringen zu können. Nach 7 Wochen im Krankenhaus kam sie für eine Woche nach Hause, um sich dann Ende April der Brust-OP zu unterziehen. Eine kurze Erholphase von vier Wochen, dann begann im Juni die Chemo, welche sie sehr gut und ohne grosse Nebenwirkungen vertragen hat. Der erste Lichtblick im August, als die erste Kontroll-CT gemacht wurde. Die Metastasen in Lunge und Leber sind auf ein Minimum geschrumpft. Zaghafte Frage von Seiten des Onkologen, ob sie sich eine OP zur Entfernung der Metastasen vorstellen könnte. Dann ging es wieder schnell, Oktober OP an der Lunge, Dezember OP an der Leber. Weihnachten haben wir alle in Ruhe und vorallem gemeinsam verbracht.

          Gestern wurde meine Mutter 79 -
          ich weiss nicht, ob es vielleicht ihr letzter Geburtstag war??
          Wir hoffen nicht, aber wer weiss schon was in einem Jahr ist.

          Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und gib die Hoffnung nie auf.

          • (14) 02.08.17 - 21:14

            Hallo, es ist Darmkrebs. Heute war das Arztgespräch und er wird nicht operiert, da der Krebs so fortgeschritten und sein Allgemeinzustand so schlecht ist.

            Ab Montag Chemo...
            Wir geben die Hoffnung nicht auf, die Chemotherapie ist ja mittlerweile wohl auch sehr gut auf den jeweiligen Tumor abzustimmen und der Krebs so hoffentlich in Schach zu halten. Das größte Problem ist, dass die Leber so sehr befallen ist. Ist wohl durch eine Op nicht von den vielen großen Metastasen zu befreien....Gut ist aber, dass die Lunge und Bauchspeicheldrüse frei sind.

            Seit heute ist mein Vater auch wieder zu hause, das ist sehr schön.
            Danke nochmal für eure Antworten!

            (15) 02.08.17 - 21:15

            Und ja...du hast Recht, es ist wie ein böser Traum...oder ein schlechter Film. Manchmal denk ich, dass es gar nicht war ist, dass das alles doch gar nicht stimmen kann..

            • (16) 03.08.17 - 14:24

              #winke

              Ja, da hast Du recht ...
              Ich war in der Anfangszeit ob der vielen Arzttermine und Diagnosen so erschöpft, dass ich zum Glück schlafen konnte. Doch kaum aufgewacht, brach es über mich herein und ich dachte immer nur: das kann nicht sein, das darf nicht sein.

              Ich wünsche Deinem Vater alles Gute,
              vorallem dass er die Chemo verträgt und sie bei ihm anschläft.
              Vielleicht kann er anschliessend doch noch operiert werden.

              Wenn Du magst, kannst Du mir gerne hin und wieder schreiben.

              Ansonsten,
              alles Gute für Euch alle.

              LG

    (18) 18.08.17 - 06:19

    Ich weiß nicht, ob noch jemand liest...jedenfalls ist mein Vater heute Nacht auf der Palliativstation verstorben. Der Krebs war zu agressiv. Darm, Leber, Bauchfell und vermutlich das Gehirn waren betroffen. Es wurde keine Chemo gemacht und er musste nicht lange kämpfen.

    • Das tut mir wahnsinnig leid. Ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft für die kommende Zeit. Ich weiß, wie schwer es ist, einen Menschen innerhalb so kurzer Zeit zu verlieren. Irgendwann tröstet dich der Gedanke daran, dass deinem Papa ein langer Leidensweg erspart geblieben ist. Alles Gute für dich,
      Kokosmilch

      Hallo,

      ich wollte schon mal fragen wie es ihm geht, habe mich aber nicht getraut, da das wirklich privat ist und ich hier nur eine Fremde.

      Mir tut das unheimlich leid, ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft und Stärke für die nächste Zeit! Dein Vati musste nicht lange leiden, dass ist das einzige positive an der Sache!

      Liebe Grüße, Sabine :)

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