Mykoplasmeninfektion und eigentlich Operation

    • (1) 09.08.17 - 16:01

      Hallo,

      Mich hat es am Samstag pünktlich zum schulanfang meiner Tochter schlagartig mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen aus dem Rennen genommen. War zwar nicht schön aber in abtracht der Tatsache das das große Sohn reichlich eine Woche vorher ähnliche Probleme hatte dachte ich mir nix dabei, zumal der Spaß bei ihm nach drei Tagen vorbei war.
      Sonntags kam der Husten dazu, das Fieber stieg in dem Bereich wo selbst ich als hartgesottene Mutter was dagegen nehme.
      Am Montag kamen für mich nackenschmerzen dazu und mein Mann fuhr mich zu unserer Hausärztin. Die äußerte den Verdacht auf Influenza oder halt was bakterielle - Abstriche aus dem Mund Wurden genommen. Vorsorglich verschrieb sie mir claridromizin 2x500mg was ich auch ab Montag nahm. Bei der Dosis hat es gleich in der ersten Nacht dazu geführt dass ich die Nacht im Bad zwischen WC und Waschbaecken verbrachte und Herzklopfen hatte. Also in Absprache auf die Dosis 2x250mg die sonst von dem Zeug Verträge.
      Seit gestern sinkt das Fieber- bin inzwischen geistig ansprechbarer als die letzten tage und habe heute vom Bett aus mit den Kids die ersten schulischen Sachen gemacht.

      Heute bekam ich dann den Befund das ich mykoplasmen habe. Auf Grund von meinem Gewicht und dass ich die Dosis nicht vertragen habe soll ich die standartdosis aber halt länger nehmen.
      Hat jemand Erfahrungen mit dem Zeug? Influenza scheine ich wohl nicht zu haben - zufallsbefund?

      Ironie des Schicksals ich hätte seit heute einen neuen job- bekam Freitag Abend die mündliche Zusage und der Arbeitsvertrag sollte heute unterschrieben werden da es eine Elternzeitvertretung ist. Das Baby kommt am 13.9. Theoretisch. Schwanger ist übrigens die Schwester der Chefin. Mehr Leute gibt es nicht in der Firma. Es soll eigentlich nach der Elternzeit weiter gehen da meine Chefin mit 40 Jahren Kinderwunsch hat weil vorher der passende Mann gefehlt hat.
      Nu habe ich gestern mit meiner potentiellen Chefin telefoniert und bereits mich incl. Montag krank gemeldet - hatte geplant ab Mittwoch zu gehen. Daraus wird wohl nix - meine Ärztin hat mir schon gesagt dass ich nächste Woche ganz ausfalle. Ob ich den Job weiter bekomme weiß ich nicht aber dann habe ich halt Pech.

      Was mich aber interessiert ist. Wäre ich nicht krank geworden hätte für Oktober oder November eine myomentfernung stattgefunden. Ich glaube das kann ich mir entspannt aus dem Kopf schlagen? Ich mein ich bin nicht undankbar und verschiebe den Spaß aufs Frühjahr es sei denn die Dinger wachsen. Mein Mann fährt ab Oktober winterdienst in bereitschaft und das rollende Woche incl. Nachts. In der Zeit noch eine Operation - ich muss da auf einen langen goldenen Herbst warten. Ich werde das noch mit meiner Ärztin besprechen aber bis ich komplett fit und belastbar bin wird das noch eine Weile dauern.
      Zum anderen wäre es sinnvoll den Rest der Familie zu testen? Mein großer Sohn der vor kurzem krank war hustet immer noch und mein Mann als Astmatiker eh.

      Viele Grüße geli

      • >> Influenza scheine ich wohl nicht zu haben - zufallsbefund?<<

        na ja, es wurde bei dir doch ein Abstrich genommen und heraus gefunden, was es ist. Würde ich jetzt nicht als Zufall bezeichnen.

        Hast du das hier gelesen?
        >>Die Mykoplasmenpneumonie

        Mykoplasmen sind zellwandlose Bakterien und die häufigste Ursache einer atypischen Lungenentzündung. Erkrankungen durch Mykoplasmen kommen in den Herbst- und Wintermonaten häufiger vor als im Rest des Jahres.

        Typische Symptome bei einer Infektion der Lungen mit Mykoplasmen sind Fieber und trockener Husten. In seltenen Fällen kann es auch zu einem akuten Atemnotsyndrom (ARDS) kommen. Ebenso sind schädliche Folgen auch außerhalb der Lunge (Blutgerinnung, Herz, Nervensystem) möglich, aber eher selten.

        Für einen Keimnachweis ist am ehesten die PCR-Untersuchung im Rachenabstrich empfehlenswert. Bei epidemiologischen Fragen kann auch ein Antikörpernachweis im Blut versucht werden.

        Behandelt wird eine Mykoplasmenpneumonie mit: Makrolid-Antibiotika (z.B. Clarithromycin) Tetrazyklinen (z.B. Doxycyclin) Fluorchinolonen
        <<
        https://www.netdoktor.at/krankheit/atypische-lungenentzuendung-7569

        alles Gute und kurier dich ordentlich aus!

        Hallo!
        Vor etwa zwei Jahren war ich fast in der gleichen Situation.

        Meine Tochter hatte diese Infektion (war damit 7 Tage im KH incl. Lungenentzündung u. a.) und ich hab mich damit angesteckt. Ich hatte schon ein paar Tage (hohes) Fieber und sollte zum 1.4. (Mittwoch) einen neuen Job antreten. Deswegen war ich relativ flott beim Arzt, wollte ja vor jobantritt schnell fit werden. Ich erzählte ihm direkt von meinem Verdacht, hielt er aber für unwahrscheinlich. Also bin ich heim, hab im 6 Stunden Takt ibus eingeworfen und am 1.4. brav auf die Arbeit. Dort hab ich dann nach nem halben Tag abgebrochen und bin nochmal zum Arzt. Jetzt hat er mir doch geglaubt und hat mir für 3 Tage ein AB aufgeschrieben (er hatte nochmal nachgeschlagen und selbst über die Dosis gestaunt). Dann bin ich heim und hab das genommen. Die erste Nacht war ich kurz davor mich ins KH einliefern zu lassen so schlecht ging es mir, auf dem Weg vom Bad zum Sofa bin ich fast zusammengeklappt. Also es war schon heftig, am dritten Tag war es viel besser und am Abend war das Fieber wie weggeblasen. Montags war ich wieder arbeiten und ich war dann auch wieder gesund (bis auf die Begleiterscheinungen also Schwäche, weil kaum gegessen usw.)
        Husten hatte ich zwar noch aber nichts wildes. Hatte mich eine Woche später nochmal abhören lassen wg. dem Risiko der Lungenentzündung, war aber ok.
        Meine Tochter hatte sich von der Sache als sie dann erstmal das richtige AB bekam auch relativ flott erholt. Mein Mann und meine andere Tochter hatten sich nicht angesteckt (haben aber auch kein Abstrich gemacht).
        Also wenn du das richtige AB nimmst sollte es dir dann auch schnell wieder besser gehen.
        Alles gute und

        LG

        • Hallo,

          es ging Samstag Nachmittag los, Montag Mittag beim Arzt der mir gleich das passende Antibiotika verschrieben hat. In dem Moment war es wohl mal mein Glück dass ich nur dieses vertrage. Ich musste heute zum Lunge röntgen um sicher zu gehen wie weit die Infektion fortgeschritten ist. Fakt ist aber dass laut Ärztin wohl im Frühstadium ein Speicheltest anschlägt.
          So nächste Woche muss ich noch daheim bleiben - ich fühle mich zwar besser aber nicht so wie arbeiten gehen. Den Haushalt muss auch noch die Familie schneißen wobei ich froh bin überhaupt schon so weit zu sein denn wenn ich bedenke dass ich vor zwei Tagen noch im Bett lag ist das schon ein Fortschritt.
          Hat sich damals das Gesundheitsamt mit Dir in Verbindung gesetzt?

          Viele Grüße

          Geli

          • Hallo!
            Nein hat es nicht. Bei mir war die Infektion aber auch nicht offiziell, es wurde kein Test gemacht weil die osterfeiertage bevorstanden und das laborergebnis noch Tage gedauert hätte. Also auf gut Glück das AB.

            Ich war mir aber sicher weil ich die gleichen Symptome hatte wie meine Tochter und sonst nie Fieber habe, geschweige denn hohes.
            Wg. meiner Tochter hat sich das Gesundheitsamt aber auch nicht gemeldet.

            Ich wünsche dir weiterhin gute und schnelle Besserung :-)

      Meine Kinder hatten das beide letztes Jahr. Erst der Große der hustete, aber nicht so heftig, immer wieder fieberte, aber nie hoch usw. Irgendwie so unspezifisch. 10 Tage später legte es den Kleinen dann flach, aber so richtig. Hohes Fieber usw. Da kam die Kinderärztin dann auf die Idee "Nicht das der Große Mykoplasmen hat und ihn angesteckt hat" Bingo.

      Beide bekamen dann ein AB das sie nur 3 Tage 1x Täglich nehmen mussten. Azitromycin war das glaube ich. Das Fieber war zügig weg, der Husten hat sich noch ein bisschen gehalten, ging dann aber auch nach ner Woche weg. Der Große hat länger gebraucht, war aber ja auch länger krank vorher.

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