Agnus castus auch länger als 3 Monate gegen PMS nehmen?

    • (1) 23.08.17 - 19:05

      Guten Abend allerseits!

      Ich weiß nicht, ob ich hier ganz richtig bin mit meinem Anliegen, denn Diskussionen zum Thema Mönchspfeffer finden sich ja relativ häufig im Bereich Schwangerschaft/Kinderwunsch - trotzdem lege ich jetzt einfach mal los und hoffe auf ein paar hilfreiche Antworten.

      Da ich in den letzten Jahren mit stetig schlimmer werdendem PMS zu kämpfen habe (hatte), habe ich vor 2 Monaten begonnen, es mal mit der oft angepriesenen Möglichkeit der Einnahme von Agnus Castus (Tabletten) zu versuchen. Ich hatte es satt, mir ein bis zwei Wochen des Monats, sprich: die Zeit ab der 2. Zyklushälfte, von Missmut, Mich-hässlich-Fühlen und diesem schwer zu beschreibenden unwohlen Gefühl vermiesen zu lassen. Ganz furchtbar die letzten 3-4 Tage vor den Tagen: Völlige Unzufriedenheit, die sich vor allem auf mein Äußeres bezieht, egal ob ich mich in mein Lieblingsoutfit werfe, mir die Haare schön mache, Sport treibe oder sonstiges, was mich an den "normalen" Tagen ausgleicht und mich pusht - in dieser Zeit war es oft so schlimm, dass ich am liebsten gar nicht aus dem Haus gegangen wäre, durch die Arbeit habe ich mich mehr oder weniger gequält. Nicht, dass der Verdacht einer körperdysmorphen Störung aufkommt: Ich bin mir wohl bewusst, dass ich sicher nicht die unattraktivste Frau bin, ich mag mich, habe einen tollen Partner und auch ansonsten läuft's ganz gut bei mir. Nur diese prämenstruelle Phase... Ich beginne an meinem Partner zu zweifeln, ob ich ihm wirklich genug bin oder ob ich wiederum nicht vielleicht besser ohne ihn dran wäre und so weiter und so fort; ich stehe eben völlig neben mir.

      So habe ich also angefangen, Mönchspfeffer zu nehmen, in Tablettenform (4mg) von Stada, täglich 2 Stück, auf Anraten meines Gynäkolgen. Und siehe da: Bereits in den ersten Tagen glaubte ich, eine allgemeine Besserung verspürt zu haben, stabilere Stimmung, mehr Gelassenheit, sagen wir, ich fühlte mich rundum ok. Um nun nicht zu sehr auszuufern mit meinem Text halte ich es kurz: Auch die Tage vor den Tagen sind viel erträglicher geworden, der erste Tag der Periode selbst ist zwar wie gewohnt von Krämpfen, Kopfweh und Übelkeit begleitet, was sich jedoch in meinem Fall mit Ibuprofen gänzlich kompensieren lässt. Da ist zwar noch immer dieses Gefühl, nicht ganz in Topform zu sein, schön finde ich mich auch nicht, aber allein damit kann ich leben, geht ja sehr vielen Frauen so, unser Körper und wie alles in ihm zusammenspielt, ist eben ein bisschen verrückt, ich steigere mich da nicht mehr so sehr rein und bin froh, dass das mittlerweile auch klappt.
      Nun aber zur ursprünglichen Frage: Da der Mönchspfeffer mir so gut hilft, habe ich fast ein wenig Angst, ihn ab nächstem Monat wieder abrupt wegzulassen. Empfohlen wird ja immer die Einnahme über 3 Zyklen. Ich befürchte, dass die jetzigen Erfolge damit wieder den Bach runtergehen könnten und ich mich wieder in der alten Misere vorfinde. Kann ich ohne Bedenken einfach weiter einnehmen, vielleicht auch nur eine Tablette täglich, oder gibt es etwas, das dagegen spräche?

      Aber erstmal genug von mir. Freue mich auf eure Ratschläge und Erfahrungen!

Top Diskussionen anzeigen