Endlose Symptome - Ratlos

    • (1) 19.09.17 - 01:19

      Hi, hab mich hier neu registriert weil ich inzwischen echt am verzweifeln bin was mit mir los ist.
      Mein Problem ist sehr umfassend und hat im Frühjar 2017 angefangen, als ich noch im Rettungsdienst aktiv war.
      Ich hoffe es ist kein Problem für jemanden wenn ich die Probleme genauer beschreibe wie z.b. Stuhlprobleme. Ich hoffe nur dass jemand Ideen hat.
      Mal ein wenig Info zu mir,
      Ich bin 21j Männlich, und Arbeite im als Tischler (Eventuell auch ein Grund/Auslöser aufgrund des Holzstaubes). Bis April war ich im Zivildienst (Österreich) bei der Rettung, und bis vor kurzem noch aktiv Ehrenamtlich Rettungssanitäter dort, ich bin zwar noch dabei mach aber keine Dienste im Moment wegen den folgenden Beschwerden.

      Angefangen hat das ganze mit ein Paar tagen Magen/Darm Problemen mit starken Durchfall, ich glaube ich hatte da auch erhöhte Temperatur. Das Ganze war nach ein paar Tagen vorbei und ich dachte gut ist... ca. 2-3 Wochen Später fingen die ersten Darmprobleme an, immer ein leichtes Druckgefühl, war ein wenig unangenehm aber ich dachte mir noch nichts weiters, das ganze zog sich bis Ende Juni und war nur leicht bemerkbar. Ende Juni wurden die Darmbeschwerden eher unangenehm und ich ging zum ersten mal deswegen zu meinem Hausarzt. Außerdem sind mir ca da zum ersten mal Knubbel in der höheren Leistenregion aufgefallen, taten nicht weh, ließen sich aber bewegen, also wahrscheinlichst angeschwollene Lymphknoten.
      Erste Diagnose war übersäuerter Magen, also wurde Pantoprazol verschrieben. Es änderte sich nicht viel nur dass der Stuhl in Richtung Fettstuhl ging, also sehr hell, unangenehmer riechend als sonst, eher weich. Ich glaube das Pantoprazol war für zwei Wochen angesetzt. Die waren vorüber, die Probleme etwas besser aber nicht weg. Wenige Tage später fing es zum ersten mal an etwas weh zu tun (da viel Luft im Darm war), außerdem hatte ich einige Luft im Magen die mich dann sauer aufstießen ließ. Also wieder zum Arzt. Krankenstand und nochmal Pantoprazol wenn ich mich richtig erinnere. Diagnose Gastritis.
      2 Tage später wachte ich auf einmal mit unglaublichen schmerzen links auf, und musste mit meinen Kollegen ins KH. Nach einem CT wurde dann Herausgefunden dass ich Nierensteine hatte und eine Nierenkolik. Außerdem wurde ein verdacht auf Divertikel, diese bestätigte sich aber nicht bei der Koloskopie die ich nach 3 Wochen/im Juli gemacht habe, Koloskopie war unaufällig. Bei der Gastroskopie wurde eine Reizung der Magenschleimhaut festgestellt, somit war die Gastritis schon mal bestätigt.
      Für den Darm gabs Yomogi und Antigflat, für den Magen Pantoloc.

      Hier möchte ich dann noch dazu erwähnen dass mich vor der Nierenkolik noch dazu eine Pilzinfektion zwischen den Oberschenkeln geplagt hatte, die sich aber behandeln ließ aber während des Krankenhausaufhalts dann plötzlich auf den Händen war, beide sind aber inzwischen behandelt und geheilt. Außerdem ist es wichtig spätestens hier zu erwähnen, dass ich seit dem Frühjahr ab und zu einen eigenartigen leichten Schwindel hatte, der aber eher in form von genereller leichter Verwirrtheit und "Tunnelblick" auftrat.

      Ich denke im Juni fiel mir auch zum ersten Mal ein leichter ungewollter Gewichtsverlust auf, ich hatte da 91 Kilo, inzwischen sind es 87. Ich weiß aber nicht ob ich nur generell ein bisschen weniger esse als früher und dass schon reicht oder ob da noch mehr ist.

      Mit der Einnahme von Pantoloc war dieser Schwindel auf einmal sehr stark Täglich ca. immer Mittags da und ich war immer sehr Müde. Außerdem hatte ich öfters Kopfschmerzen. Nachdem ich mit diesen Medikamenten fertig war verschwand dieser Schwindel so gut wie Komplett. Allerdings seitdem habe ich Jeden Tag Kopfschmerzen die eher punktuell und dumpf stechend sind, manchmal mittig auf der rechten Seite manchmal mittig auf der linken Hälfte vom Kopf.
      Die Magen Darm Beschwerden (wechselnder Stuhl zwischen fast durchfall und hell, und eher fest und dunkel) und die Luft in Magen und Darm bestehen unverändert.

      Letzte Woche kamen wieder neue Beschwerden Dazu, zu erst sind mir unangenehm drückende schmerzen im Hals aufgefallen ca. 2 fingerbreit unterhalb des Adamsapfel, anfangs waren die schmerzen von dort bis zum Unterkiefer, am Wochenende hatte ich das Gefühl als würden sie ganz leicht bis zum Ohr hinaufziehen. Sie sind Spontan aufgetreten und hielten so 5-10 Minuten an dann war wieder für eine stunde ca. Ruhe. Manchmal links manchmal rechts am Hals, und seit gestern habe ich rechts unter dem Adamsapfel einen kleinen Knubbel der wie ein Blauer Fleck bei Berührung wehtut, dafür hatte ich seitdem das zuvor beschriebene Dumpfe ziehen nicht mehr. Ich bin mir nicht sicher ob da eventuell die Schilddrüse etwas hat oder nur die Lymphknoten geschwollen sind, meine Mutter hat gesagt im Moment geht aber auch irgendetwas herum, es haben viele Halsschmerzen. Ich weiß nicht ob das zusammenhängt oder nicht.

      Seit 2-3 Tagen ist noch dazugekommen dass mich auf einmal die Kopfhaut gejuckt hat, und ich bin mir nicht sicher ob es nur jetzt mehr auffällt als sonst, aber ich glaube dass es mich auch etwas vermehrt als sonst überall mal leicht am Körper juckt, ohne sichtbare Rötungen oder dergleichen. (Wieder die Schilddrüse evtl.?)
      Ich kann erst nächsten Montag zum Arzt, und die nächsten Untersuchungen wie ein Unverträglichkeitstest und ein Besuch beim Augenarzt wegen den Kopfschmerzen, Tunnelblick-artigem Schwindel sind erst im Oktober. Ich werde mir dann auch eine Überweisung zum HNO holen und eventuell noch mal zum Internisten.

      Es dauert nur leider sehr lange zwischen den Untersuchungen, und inzwischen belastet mich diese Ungewissheit unglaublich, ich habe leider im Rettungsdienst viele Geschichten kennengelernt die "Nur mit einem Bauchweh/Kopfweh" (oder anderen leichten Symptomen) angefangen haben, und mache mir gerade deswegen sehr viele Gedanken und Sorgen, teilweise habe ich das Gefühl in Depressionen zu verfallen, vorallem wenn ich sehr müde bin, was leider viel öfters passiert in letzter Zeit als normal :-(
      Wenn mir noch etwas einfällt werde ich es hier Posten, es ist sehr viel über einen längeren Zeitraum deswegen ist es schwer die Gesamte Krankheitsgeschichte richtig wiederzugeben.

      • Hallo,

        Was isst Du denn immer so?

        LG

        • Arbeitsbedingt hole ich mir unter Tags immer etwas im Supermarkt, manchmal Semmeln mit Hühnerschinken, manchmal Sushi, manchmal Vollkornbrötchen mit Schinken/Käse, früher auch öfters Joghurt, aber ich versuche im Moment Milch so gut es geht weglassen, ab und zu sind halt 2 scheiben Gouda in der Semmel aber sonst kaum Milch. Wochenends manchmal Steak/Lungenbraten etc. manchmal Fisch, manchmal nur Gemüsepfanne oder Schwammerlsauce, hin und wieder mal Polentagerichte. Ich versuch so gut wie immer frisch zubereiten.
          Konsequent Laktose, Fructose oder Glutenfrei zu essen bekomme ich nicht wirklich hin, eben wegen der Arbeit, und ich brauch dann recht bald was im Magen, da mit der Gastritis der Nüchternschmerz recht unangenehm ist.
          Danke!
          LG

          • Nabend,

            mir ging es gar nicht darum, dass Du lactose- oder glutenfrei essen sollst. Ich bin kein Ernährungsnazi ;-).

            Aber in Deiner Aufzählung fehlt Obst und Gemüse im Frischzustand völlig. Insbesondere grüne Blattgemüse.

            Essenziell für den Körper und alle hormonellen und stoffwechselbedingten Vorgänge sind Vitamine und Mineralstoffe.

            Wenn Du Dir Deinen Körper wie ein Haus vorstellst, dass aus Vitaminen und Mineralstoffen gebaut ist, bedeutet das folgendes:

            Du kaufst das Haus und tilgst monatlich (das wäre die täglich benötigte Vitamin- und Mineralstoffmenge, um die Funktionen grundsätzlich zu erhalten).

            Das Haus altert aber, darum brauchst Du immer Reserven für Reparaturen. Du legst also was zurück (Das wären die angelegten Mineral- und Vitamin-Depots im Körper, wenn man mehr davon isst, als direkt verbraucht werden muss).

            Stell Dir vor, was mit Deinem Haus passiert, wenn Du keine Reserven anlegst. Wenn die Heizung kaputt geht, kannst Du die nicht reparieren. Wenn das Dach undicht wird, kannst Du nicht reparieren.

            Und was passiert, wenn Du die monatliche Tilgung nicht leistest?

            (Wenn Du erkrankst, kann Dein Körper keine Gesundung erlangen. Wenn Du nicht mal die nötigen Grundnahrungsmittel für einen Tag Funktion zu Dir nimmst - überspitzt gesagt - und das sogar über längere Zeit, dann begehst Du Raubbau an Deinem Körper. Der Körper wird alles tun, um seinen Hormonlevel zu halten und sich grundsätzlich am Funktionieren zu halten.

            Dies bedeutet, das Immunsystem geht flöten, die Verdauung geht flöten, die Knochen werden porös usw.

            Deine Nahrungsaufnahme-Beschreibung lässt einfach den Schluss zu, dass Du zu viel falsches und wenig bis gar kein richtiges isst.

            Vielleicht solltest Du das nochmal überdenken und ein wenig umstellen. Ich hoffe, dann geht es Dir bald besser.

            Alles Gute!

            LG

          • Sinnnesfrei hat es gut erklärt. In deinem Speiseplan fehlen eine Menge von Rohkostsalaten, Gemüsen und Obst.

            Du ernährst dich von Weißmehl (=Stärke) und von tierischem Eiweiß in Form von Fleisch und Milchprodukten. (Die Polenta ist Maisstärke, ähnlich wie Weißmehl.) Davon kann man nicht gesund bleiben.

            Weißmehl und Maisstärke liefern zwar Energie (Kalorien), das ist aber auch schon alles. Sie brauchen zum Verstoffwechseln Vitamine aus der B-Reihe.

            Deine Ernährung von Weißmehl und Fleisch bringt deinen Körper in die Übersäuerung und das verursacht chronische Entzündungen, die du ja jetzt überall spürst. Im Darm zum Beispiel.

            Lies mal das alte Buch von Dr. Max Otto Bruker "Unsere Ernährung - unser Schicksal" Dann gehen dir sämtliche Kronleuchter auf.

            Das alles kann man aus deiner kurzen Beschreibung schon schließen. Eine ausführliche Beratung würde eine ausführliche Befragung deiner Lebensgewohnheiten erfordern. Stelle deine Lebensgewohnheiten um, stelle deine Ernährung radikal um, du wirst diese Beschwerden früher oder später loswerden.

            Danke, Ich kann bestimmt nicht behaupten dass ich mich wirklich gesund ernähre, das stimmt. (Das mit Gluten/Lactose frei hatte ich erwähnt da eine Unverträglichkeit sehr gern an allen Ecken solch Beschwerden verursacht, aber wenn man sich nur Kurz in der Pause nach der Schweren Arbeit was vom Laden holen kann, ist es sehr schwierieg das mal auszuprobieren/sich umzustellen #kratz )
            Natürlich war die Liste nicht so ausführlich-ich esse schon hin und wieder mal einen Apfel, eine Kiwi oder Banane hauptsächlich, wenn möglich Esse ich die Semmeln/Brötchen meist mit Salat, Gurke und Tomate, aber du wirst recht haben, einfach viel, viel zu wenig in summe.
            Ich konnte mir bis jetzt einfach nur nicht vorstellen, dass das alleine ausschlaggebend für die ganzen Beschwerden sind, es wirkte einfach ein wenig zu akut auf mich. Ich war bis vor ein-zwei Jahren immer sehr Gesund, hatte immer ein sehr taffes Immunsystem, aber eventuell hab ich das einfach zu sehr strapaziert und jetzt wehrt es sich #schwitz

            Ich werde mal die Ärzte abklappern und gleichzeitig meine Ernährung Umstellen, das schlimmste im Moment ist die Ungewissheit und die Angst vielleicht doch etwas ernsteres zu haben. (Ich hatte einen Einsatz im Rettungsdienst wo ich auf einmal vor dem 31 Jährigen Onkel meines besten Freundes stand der einen Gehirntumor im Endstadium hatte und der ins Wachkoma verfallen ist, da wird man die miesesten Gedanken nicht mehr los wenn man auf einmal selber an jeder Ecke Beschwerden hat)
            Ich danke vielmals für die Ratschläge!
            LG

      Hallo,

      mir ist auch zuerst die Schilddrüse eingefallen.

      Vor allem mit der Pilzinfektion, dem Schwindel und mit dem Hals. Es beeinträchtigt auch die Verdauung, eben den kompletten Stoffwechsel.

      Mach' einen Termin beim Facharzt (Endokrinologe) und lass dich durchchecken.

      Gute Besserung!

Top Diskussionen anzeigen