Unerträgliche Halsschmerzen

    • (1) 04.10.17 - 18:36

      Guten Abend
      Seit über zwei Woche habe ich mit schlimmen Halsschmerzen zu kämpfen. War auch sofort beim HNO, der mir ein AB verschrieb.
      Es wurde damit auch besser aber seit Samstag sind die Halsschmerzen wieder da, nur noch viel schlimmer. Montag wieder beim HNO und mittlerweile das dritte AB. Seit heute Nachmittag sind die Schmerzen jedoch so unerträglich das weder Novalgin noch Ibu hilft. Auch sprays wie tantum Verde etc. Helfen nicht mehr.
      Von Minute zu Minute werden die Schmerzen schlimmer und das Atmen schwerer.

      Ich wäre sehr dankbar für Tipps, das ich wenigstens die Nacht noch überstehe

      Liebe Grüße Lauralu97❤

      • Hallo,
        wurde das Pfeiffersche Drüsenfieber ausgeschlossen? Bei meinem Sohn wurde das damals im Alter von 18 Jahren nicht erkannt. So krank hatte ich ihn noch nie zuvor erlebt. Er bekam auch Antibiotikum verschrieben, dazu noch ein Amoxicillin, was die Epstein Barr Infektion noch verstärkte, da es eine Wechselwirkung mit dem Virus erzeugte! Desweiteren waren Milz und Leber extrem geschwollen. Bei den Beschwerden würde ich auf jedenfall nochmal zum Arzt. Alternativ kannst du begleitend mal die Meditonsin Tropfen versuchen und mit Salbeitee gurgeln. Vielleicht tut dir auch ein Quarkwickel um den Hals gut. Einfach ausprobieren.
        Gute Besserung

        • Bis jetzt wurde immer nur gesagt, die seitenstränge sind entzündet und das nächste Antibiotika verschrieben. Eben war ich schon in der notfallpraxis, wurde jedoch weggeschickt
          Werde morgen nochmal zum Arzt fahren
          Danke für die Tipps 😊

          • wenn es verschiedene Antibiotika waren, Kultur anlegen lassen!

            Bei mir hat es mal nicht gewirkt und weil es schlimmer wurde, hat die Ärztin eine Kultur anlegen lassen. Begründet hat sie es so:

            Beim ersten AB gibt man ein Breitbandantibiotikum. Eines das eine ganze Bandbreite von Bakterien abtötet.

            Wirkt das nicht, versucht man ein anderes. Vielleicht ist der Patient selbst oder die Bakterien allgemein ressistent dagegen.

            Wirkt das auch nicht, kann man eine Kultur anlegen, um zu prüfen welches Bakterium GENAU der Verursacher ist. Ist es ein seltenes oder eines, das gegen die üblichen Breitbandantibiotika ressistent ist, würde es nichts bringen noch weitere verschiedene auszuprobieren.

            Würde man sofort mit den Speziellen beginnen, bringt das nichts, weil allermeistens ein Breitbanda. ausreicht und die üblichen Verdächtigen erwischt. Sofort Kultur anlegen wäre daher auch zu teuer.

            Beim dritten Versuch aber leidet der Patient unnötig.



            Liegt bei dir eine Allergie vor?
            Bsp. 1. Antibiotikum besiegt den Errerger - sollte also besser werden
            die Nebenwirkungen des AB verursachen aber Schmerzen?
            Daher meine Frage.

            • Hallo
              Ich wär am Donnerstag nochmal beim HNO und wurde dann ins Krankenhaus eingewiesen für eine Infusionstherapie. Hab dann Antibiotika i.v. bekommen und jetzt geht es mir wieder gut und ich konnte heute nach Hause. Es war eine mandelentzündung aber die unterzungen Mandel. Das Problem war das ich nichts mehr essen und trinken konnte, und auch das Atmen schwer wurde. Deswegen musste ich dahin, bin aber froh das es jetzt so schnell ging.
              Danke für die ganzen Tipps 🤗

      Hallo lauralu97, dieser Verlauf ist nach der Gabe von Antibiotika relativ typisch. Besonders im Zuge der steigenden Resistenzentwicklung, aber auch weil Antibiotika die Darmflora negativ beeinflussen, die jedoch für ein gutes Immunsystem von immenser Bedeutung ist, sollten diese nur selten und bei schweren Erkrankungen eingesetzt werden. Zudem werden Halsentzündungen in der Regel durch Viren verursacht, da helfen keine Antibiotika.
      Ich selber schwöre bei Halsschmerzen auf Wärme (Tragen eines Schals), manche profitieren aber auch von kalten Anwendungen. Zudem hat sich das Trinken und Gurgeln mit Salbeitee (Arzneitee aus der Apotheke!) sowie das Lutschen von Emser-Salz-Pastillen bewährt.
      Ebenfalls zu empfehlen ist die Einnahme des Spurenelementes Zink (z. B. Unizink, rezeptfrei aus der Apotheke): jeweils morgens und mittags eine Tablette. Denn Zink hat sich nicht nur bei diversen Infekten bewährt, sondern stärkt das Immunsystem, ist wichtig für die Schleimhäute und soll sogar entzündungshemmende Eigenschaften haben.
      Übrigens sollte die Darmflora nach jeder Antibiotikaeinnahme mit entsprechenden Präparaten aus der Apotheke, sog. Synbiotika wieder aufgebaut werden.

      Ich wünsche Dir gute Besserung!

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