darf mein Hausarzt die Behandlung meiner Tochter ablehnen?

    • (1) 22.10.17 - 10:02
      Inaktiv

      Hallo,

      Meine Tochter ist 11 Jahre und seit über 2 Wochen extremen Husten. Wir waren 2 mal beim Kinderarzt, der erst nur einen Thymian sagt aufschrieb und beim 2. Mal eine Lungenentzündung feststellte. Er verschrieb ihr aber kein Antibiotika, sondern nur Schleimlöser und sie sollte auch zur schule. Da war ich nicht mit einverstanden und wollte zu einem anderen Kinderarzt. Der wollte sie aber nicht behandeln, wegen aufnahmestop. Wir sind dann zu einer allgemeinärztin gegangen, die Antibiotika verschrieben und sagte, sie solle auf keinen Fall in die schule. Nun hat sie aber die nächsten 2 Wochen Urlaub und ich muss morgen mit meiner Tochter nochmal zum Arzt, da es nicht besser wird.
      Eigentlich möchte ich mit ihr zu meinem Hausarzt,der auch gleichzeitig der vertretungsarzt der allgemeinärtzin ist, aber dort habe ich schonmal vor 1-2 Jahren nachgefragt und da sagte man mir, dass sie keine Kinder behandeln. Ich werde morgen früh dort anrufen und nochmal nachfragen. Ich habe aber Angst, dass sie meine Tochter wieder nicht behandeln wollen. Darf er das? Zu dem alten Kinderarzt möchte ich nicht mehr.
      Kennt sich da jemand aus?

      Lg und danke schonmal!

      • (2) 22.10.17 - 10:29

        Ja, ein Allgemeinmediziner darf Kinder ablehnen außer im Notfall.
        Begründet ist das darin das Kinder eben keine kleinen Erwachsenen sind, andere Medikamente bekommen, manche gar nicht nehmen dürfen (Beispiel Aspirin), manche ganz anders Dosiert.... wenn der Arzt sich da nicht mit auskennt darf er sagen "Ehe ich was falsch mache lasse ich es ganz sein, dafür gibt es Kinderärzte"

        Sag denen morgen wenn du für den Termin anrufst das deine Tochter bei Dr XY war und der gesagt hat ihr sollt nochmal zum abhören. Denn das kann dein Arzt auch beim Kind, die Lunge klingt genau so wie beim Erwachsenen.

        (3) 22.10.17 - 10:29

        Wir waren 2 mal beim Kinderarzt, der erst nur einen Thymian sagt aufschrieb und beim 2. Mal eine Lungenentzündung feststellte. Er verschrieb ihr aber kein Antibiotika, sondern nur Schleimlöser und sie sollte auch zur schule.


        Es fällt schwer diese Sätze zusammenzubringen. Warum?

        Kein Arzt schickt ein Kind mit Fieber und Pneumonie zur Schule. Eine gewöhnliche Lungenentzündung ist mit Fieber bis 40° und mit sehr schlechtem Allgemeinzustand verbunden. Da bleibt das Kind normalerweise schon freiwillig im Bett.


        Wie war denn der Zustand der Tochter? Welche Symptome hatte sie? Husten, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Fieber, konnte sie noch was essen? Wenn Fieber, wie hoch? wie ist der Allgemeinzustand? Sind Zeichen von Sauerstoffmangel erkennbar (bläuliche Lippen oder Fingernägel)? Welche Farbe hat der abgehustete Schleim?

        Vielleicht hatte sie eine atypische Lungenentzündung, die nicht durch Pneumokokken hervorgerufen wird. Da ist dann eben auch fraglich, ob Antibiotika überhaupt Sinn machen würde.

        Ich würde statt von einem Arzt zum anderen entweder in die ambulante Notaufnahme des KKH oder zu einem Lungenfacharzt gehen, wenn das Kind in schlechtem Zustand ist. Wenn das Kind relativ fit ist und "nur" hustet, dann würde ich zum Kinderarzt gehen, dort gehört es auch hin.

          • (5) 22.10.17 - 10:45

            Aber dann genügt doch auch ein Schleimlöser, dafür brauchst du doch nicht zum Arzt zu gehen.

            Gib ihr gesundes, vollwertiges Essen mit viel Gemüse und Salat, extra Vitamin C, viel zuckerfreie Getränke zu Trinken (Wasser, Tee), und - ganz wichtig - Vitamin D. Wenn sie fit ist, braucht sie wegen ein bißchen Husten keinen Arzt.

              • (7) 22.10.17 - 11:23

                Geh zu deinem Kinderarzt und vertrau ihm ein wenig. Solange sie ißt und trinkt, kein Fieber hat und ansonsten fit ist, ist sie nicht lebensbedrohlich erkrankt.

                Ich hätte mein Kind fast an einer Lungenentzündung die nicht erkannt worden war, verloren. Aber das Kind hatte tagelang hohes Fieber und konnte nichts mehr zu sich nehmen. In solchen Fällen sollte man das KKH aufsuchen.

                (8) 22.10.17 - 22:33

                Aber ist das denn sicher? Mit Röntgenbild und Blutabnahme festgestellt?
                Oder nur eine Bronchitis?

      (9) 22.10.17 - 14:54

      Hallo!
      Wenn Deine Tochter wirklich NUR HUSTEN hat, kein Fieber, keine extreme Erschöpfung, nicht nach 5 Treppenstufen schlimmer schnauft als eine 90jährige Oma, sondern körperlich relativ normal Leistungsfähig ist, dann kann es keine Lungenentzündung sein.

      Bist Du sicher, dass Du die Ärzte da richtig verstanden hast? Eine Lungenentzündung merkt man wirklich, weil man damit absolut gar nicht Leistungsfähig ist und schon eine Treppe dafür sorgt, dass man nach Luft schnappen muss. Da liegt man wirklich nur im Bett, weil einen schon 5 Minuten spazieren gehen körperlich überfordern.

    (16) 23.10.17 - 20:13

    Es gibt unterschiedliche Arten der Lungenentzündungen. Eine bakterielle, ja da ist man richtig krank mit hohem Fieber, schlapp etc.
    Mein Großer hatte schon 2x und der Kleine 1x eine Mycoplasmen-Lungenentzündung. Die waren nicht wirklich krank außer dem anhaltenden Husten, nur am Anfang mal 1 oder 2 Tage etwas Temperatur. Blöd ist an den Mycoplasmen nur das die ansteckend sind und nicht alle Antibiotika helfen (es muss ein Makrolid-AB sein)
    Da die Tochter der TE von Donnerstag bis Samstag AB bekam passt das zu Mycoplasmen. Wir hatten auch ein AB das man 3 Tage 1x täglich nimmt und das dann aber einen Wirkspiegel aufbaut und 10 Tage lang wirkt. Und auch meine Kinder durften dann wieder zur Schule. Sport sollte ich selber entscheiden je nach dem wie es ihnen geht (ich hab sie dafür dann entschuldigt)

    Hallo,
    vielleicht etwas off-topic, aber ehrliches Interesse: wenn ein Kind "nur" Husten hat, kein Fieber, nicht schlapp ist... Wie kommt man dann auf eine Lungenentzündung?
    Geht ihr bei jedem Husten mit euren Kindern zum Arzt?
    Und: was würde passieren, wenn so eine "leichte" Lungenentzündung nicht behandelt wird?
    Unser Kinderarzt "verschreibt" uns seit 6 Jahren selbstgemachten Zwiebel-Hustensaft - nachdem er mir zum ca. 4.Mal bei einem Besuch nur das empfohlen hat, bin ich mit Arztbesuchen bei Husten sehr zurückhaltend... Unsere Kleine neigt auch zu Krupp-Husten; aber man kann sehr gut hören, wann es der Krupp ist (dann braucht sie kalte Luft zum einatmen) und wann es "normaler" Husten ist - dann setze ich bei Bedarf, also wenn der Husten sich nicht löst, den Zwiebelsaft an.
    Zum Arzt gehe ich eigentlich nur, wenn das Kind besonders schlapp ist, hohes Fieber hat oder sonst etwas, was ich selbst nicht einordnen kann. Ich dachte immer, bei Lungenentzündung wäre mindestens eins davon der Fall...? Sollte man also doch dem Arzt die Bude einrennen? Oder ist es auch egal, ob es die Bronchien oder die Lunge sind, solange das Kind fit ist?
    Zweifelnde Grüße, Steffi

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