Dienstag Endometriumablation, Ängste und Wehmut

    • (1) 08.12.17 - 16:15

      Hallo,

      aufgrund diverser Beschwerden (in erster Linie sehr starke Blutungen, die zu ständigem Eisenmangel führten) wird bei mir am Dienstag eine Endometriumablation gemacht.
      Nachdem bereits eine Gebärmutterentfernung im Gespräch war, ist das auf jeden Fall die angenehmere Option.
      Jetzt sitze ich hier, habe meine Periode, und werde tatsächlich wehmütig bei dem Gedanken daran, dass es eventuell das letzte Mal ist.
      Dazu kommt, dass mein Kopf zwar durch ist mit Familienplanung und Kinderwunsch, Bauch und Herz aber noch lange nicht.
      Sämtliche Möglichkeiten zur Behandlung meiner Beschwerden wurden mehrfach besprochen, Vor- und Nachteile abgewogen (meine Ärztin ist grandios, mit meinen Zweifeln muss ich sie manchmal echt genervt haben), zu einem weiteren Facharzt wurde ich überwiesen, damit der auch noch einmal mit überlegt.
      Die Entscheidung wurde also wirklich nicht leichtfertig und unüberlegt getroffen. Trotzdem fühle ich mich grade, als hätte ich mindestens einer Organtransplantation zugestimmt #schmoll
      Ich weiß gar nicht wirklich, was ich mit diesem Beitrag bezwecke, vielleicht musste ich auch einfach auch nur mal rum jammern.
      Erschreckenderweise hab ich jetzt erst fest gestellt, dass ich niemanden mehr habe, mit dem ich über mich belastende Themen sprechen kann, also musste ich es hier los werden.

      Vielleicht hat ja jemand ein paar aufbauende Worte für mich...

      Lg, mokli

      • Hallo,

        ich habe aus den gleichen Gründen vor 2,5 Jahren eine Gebärmutterentfernung hinter mir und ich muss sagen, ich würde es jeder Zeit wieder machen.
        NIEMAND der nicht mit einer so starken Blutung geplagt ist, kann da mitreden. Ausschlaggebend war eine Hochzeit, zu der ich eingeladen war und während der 1-stündigen Messe (!!!) trotz aller Sicherheitsvokehrungen (Tampons in Superplus und Binden, also keine Always o.ä., sondern diese richtigen Einlagen) die Messe verlassen musste und es nicht rechtzeitig zur Toilette geschafft habe.
        Ich musste nach Hause und mich umziehen. Es war der Wahnsinn.
        Ebenso konnte ich in der letzten Zeit viele Aktivitäten nicht mitmachen. So waren z.B. Wanderungen an 5-6 Tagen im Monat undenkbar.
        Die OP war für mich die Erlösung.
        Allerdings habe ich auch nie eine Sekunde daran gezweifelt, dass unsere Familienplanung abgeschlossen ist.
        Danach bin ich mehrfach gefragt worden. Hätte ich nur den kleinsten Zweifel gehabt, hätte ich die OP nach hinten geschoben.
        Daher kann ich Dir trotz aller Vorteile nur noch einmal raten, noch einmal in Dich hineinzuhorchen.

        LG Doro

        • Ich benutze auch die größten Tampons die es gibt und Surfbrett-Binden und muss an mindestens drei Tagen im Monat immer in Reichweite einer Toilette bleiben, damit ich mich nicht umziehen muss.
          An durchschlafen ist in diesen Nächten nicht zu denken und trotz mehrfachem nächtlichem frisch machen muss Ich meisten sind das Bett mindestens einmal neu beziehen, weil ich nicht rechtzeitig wach geworden bin.
          Ich plane Urlaube, Seminare und eigentlich alles nach meinem Zyklus.

          Die Sache mit der Familienplanung ist durch, ich werde definitiv kein Kind mehr bekommen. Aber zumindest theoretisch hätte ich im Moment noch die Möglichkeit (wenn auch ohne große Erfolgsaussichten).

          Ich weiß auch nicht, vielleicht hilft die Op auch dabei, das Thema Baby endgültig aus dem Kopf (und dem Herzen) zu bekommen.

          Lg, mokli

      Ich habe im April eine Endometriumsablation machen lassen. Ganz weg ist die Periode nicht, aber VIEL weniger. Einfach eine enorme Verbesserung der Lebensqualität. Ich bereue nur es nicht früher gemacht zu haben.

    (6) 14.12.17 - 18:14

    Jederzeit würde ich diese Methode mit dem goldnen wieder machen lassen.
    Meine Regel ist seitdem verschwunden und ich habe ab dem Zeitpunkt ein freieres Leben gehabt.

    Bei mir war der Punkt, wo ich dachte, es muss was passieren, als ich auf Arbeit auf dem Klo sass und dachte ich verblute, ich habe geweint und wusste nicht weiter....ganze 2 Stunden lang

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