Befund "Fibroadenom" in der Brust, zweite Meinung einholen?

    • (1) 22.01.18 - 20:20

      Hallo zusammen,

      vor über einem Jahr hatte meine Ärtzin eine Zyste in meiner rechten Brust entdeckt, die ich vorher schon ertastet hatte.

      Jetzt ist dort in der Nähe was Neues gewachsen, ich habe es vor Weihnachten entdeckt und bin dann damit heute zum Arzt, weil es sich auch nach dem Zyklus nicht verändert hat.

      Es ist ein verschiebbarer Knoten, der ziemlich nah unter der Haut sitzt und etwa 1cm Durchmesser hat. Die Ärztin meint, es sieht aus, wie ein Fibroadenom, also ein gutartiger Tumor... sie würde es auch nicht mehr weiter untersuchen.. also keine Biopsiesie machen lassen.. ich soll es nur entfernen lassen, wenn es jetzt noch weiter wachsen sollte, oder mir Schmerzen verursacht.

      Würdet ihr in dem Falle Eurer Ärztin vertrauen, oder eher noch eine zweite Meinung einholen? Verrückt machen will ich mich eigentlich nicht, nur evtl auf Nummer sicher gehen?

      Vielleicht hat ja einer Erfahrungen in dem Bereich?

      Lg und Danke

      • Ich würde auf entfernen oder zumindest Probe bestehen. Allerdings bin ich auch Vorbelastet. Meine Oma und ihre Cousine sind an Brustkrebs gestorben, die Cousine meiner Mutter hatte mehrmals Brustkrebs (starb aber an einem Schlaganfall).
        Und meine Schwiegermutter hatte es auch. Ok, mit der bin ich genetisch nicht verwandt, aber damals alles hautnah mitbekommen prägt ja auch.
        Obendrein arbeite ich im medizinischen Bereich.
        Also ich glaube ich hätte ohne Biopsie und schwarz auf weiß geschriebenen Befund das es gutartig ist keine Ruhe.

        • Vielen Dank, ja, da bist Du natürlich vorbelastet, das kann ich verstehen. Ich schaue mal, ob ich mich vielleicht noch ans Brustzentrum wende. Bei uns gibt es Krebs in der Familie mütterlicherseits. Nur keinen Brustkrebs, aber dafür alles mögliche andere.

          Lg

      Hallo!

      Wurde der Knoten mit irgendeinem bildgebenden Verfahren untersucht; Mammographie, Ultraschall o.a.? Oder hat die Ärztin allein auf Tastuntersuchung die Diagnose gestellt.
      Ich persönlich würde wohl erst nach einer Histologie beruhigt sein.

      LG

    AUF JEDEN FALL eine zweite Meinung einholen, niemals würde ich mich da auf nur einen Arzt verlassen. LG Moni

(8) 23.01.18 - 07:26

Bitte hole Dir unbedingt eine zweite Meinung ein und lass das abklären
Ich finde das Verhalten Deiner Ärztin echt unverantwortlich.

Also ich habe eben beim Brustzentrum angerufen. Die haben mich abgewimmelt und meinten, das Vorgehen meiner FA wäre ok und ich solle abwarten. Sie könnten mir sonst nur einen Termin in einem halben Jahr geben, ansonsten brauche ich die Überweisung meiner FA 😏

  • Nie im Leben würde ich mich mit dieser Diagnose zufrieden stellen lassen!
    Ich hatte mal nicht zuordenbare Schmerzen in der Brust, mein FA hat sofort Ultraschall gemacht. Und obwohl er durch US nichts (!) gefunden hat, hat er mir trotzdem noch eine Überweisung zur Mammographie ausgeschrieben. Letztlich waren es nur 2 verschobene Brustwirbel, die die Schmerzen verursacht haben und wir konnten hinterher drüber lachen.
    Aber es sterben heutzutage leider viel zu viele Frauen an Brustkrebs - und oftmals wurde der Brustkrebs zu spät oder falsch diagnostiziert.
    Ich würde an Deiner Stelle einen anderen FA aufsuchen und mich erneut untersuchen lassen und notfalls den Termin in einem halben Jahr nehmen.
    Lieber von den Ärzten als hysterische Kuh abgestempelt werden, als am Ende durch eine Falschdiagnose mit Krebs dazusitzen!

    (12) 23.01.18 - 11:07

    Geh zu einem anderen Frauenarzt und lass Dich überweisen.

(13) 23.01.18 - 11:39

Eine Bekannte wurde mit einer ähnlichen Diagnose "ruhiggestellt", ein halbes Jahr später war es dann doch Krebs. Sie hat es überlebt und mittlerweile auch die magischen 5 Jahre krebsfrei hinter sich gebracht.
Ich will dich nicht übermäßig beunruhigen, vermutlich ist alles fein, aber in einem solchen Fall würde ich sehr sicher noch mindestens eine zweite Meinung einholen!

Mir ging es im letzten Jahr sehr ähnlich.

Knoten in der Brust entdeckt, zum Gyn gegangen, Ultraschall gemacht, Verdacht auf gutartiges Fibroadenom.

Meine Gyn ist ein weiser alter Hase und sagte mir, dass niemand ohne Biopsie wirklich 100% sagen kann, dass es sich um ein einfaches Fibroadenom handelt. Sie verweist immer an die Nuklearmedizin und lässt eine Mammographie und Stanzbiopsie machen.

So war es bei mir dann auch. Mammographie und Ultraschall waren unauffällig aber die Biopsie hat dann ergeben, dass es sich um ein phylloides Fibroadenom handelt, welches IMMER rausgenommen werden soll, da es längerfristig entarten kann.

Hätte ich nur Ultraschall gemacht, wäre ich nicht operiert worden.

Ich bin natürlich in erster Linie meiner lieben Gyn dankbar, dass sie so vorsichtig ist und mich nicht mit ihrer eigenen Meinung abgespeist hat. In Deinem Fall würde ich wohl nach einer Zweitmeinung in einer anderen Praxis fragen. Sicher ist sicher...

Alles Gute Dir.

Ich habe seit Jahren ein Fibroadenom. Bei mir wurde auch nur ein US gemacht. Ich wuerde es in 3 Monaten via US nochmal kontrollieren lassen. Bei mir wurde es nach 6 Monaten kontrolliert.

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