Gynäkomastie-Männerbrust

    • (1) 05.02.18 - 13:10

      Hallo alle zusammen!

      ich schreibe heute mal im Auftrag meines Mannes. Er leidet unter der sogenannten Männerbrust und ist gerade dabei sich eventuell doch zu einer Operation durchzuringen. Er hat schon auf super viele Arten versucht, seine Männerbrust loszuwerden, aber leider hat nichts wirklich geholfen... Ich wollte nun mal Fragen, ob hier vielleicht jemand Erfahrung hat und Tipps da lassen kann? Also vielleicht eine Empfehlung für einen Arzt oder auch allgemein, wie der Eingriff so verlaufen ist? Das wäre wirklich toll!!

      Vielen lieben Dank#winke

      Mein Mann hatte auch vor vielen Jahren eine Gynäkomastie. Bedingt durch zu viel Prolaktin, welches wiederum auf Grund eines Hypophysentumors produziert wurde.

      Er war zuerst bei Hautarzt, wurde dann zum Urologen überwiesen. Der hat alles in die Wege geleitet (Bluttest, Hormontest...) Auch zur Mammographie wurde er geschickt.

      Als dann alle Unterlagen zusammen waren, hat er einen Antrag bei der Krankenkasse gestellt, die Operation zu übernehmen. Natürlich wurde zuerst abgelehnt. Mein Mann hat dann Einspruch eingelegt und letztendlich die Kostenbewilligung bekommen.

      Operiert hat ihn dann ein plastischer Chirurg. Das Brustgewebe (wichtig: es MUSS Brustgewebe da sein, kein Fettgewebe) wurde entnommen. Er hat nur jeweils eine winzige Narbe am Warzenhof, die mittlerweile kaum noch sichtbar ist. Ca. 6 Wochen nach der OP musste er eine eng anliegende Bandage tragen.

      Alles in alles war es eine unkomplizierte OP. Aber der Weg dahin ist nicht einfach, besonders die Bewilligung der Krankenkasse ist schwer.

      Falls Dein Mann "nur" Fettgewebe in der Brust hat, wird es kaum möglich sein, die Kosten der OP bezahlt zu bekommen. Denn dann ist es lediglich ein ästhetisches Problem. Bei meinem Mann hatte sich richtiges Brustgewebe gebildet, welches - wie bei der Frau auch - durch Brustkrebs befallen werden kann. Dann sind die Krankenkassen gewillt, die Sache zu übernehmen.

      Wünsche Euch viel Glück.

      • Vielen vielen Dank für diese super ausführliche Antwort!! Du hast mir da wirklich weitergeholfen! Dann bin ich mal gespannt, was beim Arzt rauskommt, und hoffe, dass es nicht so ein Kampf mit denn KK wird#schwitz

        Vielen Dank nochmals und liebe Grüße!

    Hey!

    Mein Freund hat sich vor einiger Zeit mit dem gleichen Problem herumschlagen müssen...Er hat schon seit der Pubertät unter einer vergrößerten Brust gelitten und auch alles versucht, um die endlich loszuwerden...Es war ihm vor mir auch immer mega unangenehm (mich hat es aber nie gestört!). Er hat sich dann letztendlich für eine OP entschieden, weil alles andere leider nichts gebracht hat. Er hat sich dann im Netz mal informiert, wie alles abläuft und so weiter. Hier findest du zb alles super gut zusammengefasst https://www.mooci.de/behandlungen/gynaekomastie/

    Er ist jetzt mega happy nach der OP, auch wenn es nicht gerade schmerzlos war, aber das Ergebnis kann sich definitv sehen lassen. Es sieht bei ihm jetzt wie eine ganz normale Männerbrust aus. Er braucht auch etwas Geduld (das war nicht unbedingt die größte Stärke von meinem Freund ;-) ) bis er das endgültige Ergebnis sehen kann. Er meinte, dass er es wieder machen würde. Was die Krankenkasse angeht: Die bezahlt meist nur dann, wenn ein Arzt bei dir festgestellt hat, dass die Männerbrust bei dir eine große psychische Belastung darstellt...

    Liebe Grüße und viel Glück! :)

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