Leicht erhöhtes Calprotectin

    • (1) 27.04.18 - 14:56

      Hallo ihr Lieben! 😊

      Hat jemand von Euch Erfahrungen mit einem erhöhten Calprotectinwert?
      Ich hab seit Anfang diesen Jahres immer wieder in verschiedenen AbstĂ€nden (mal aller 2Wochen, dann wieder aller 2-3Tage) plötzlich auftretende BauchkrĂ€mpfe mit Durchfall und wenn alles raus ist, fĂŒhl ich mich den nĂ€chsten Tag noch leicht aufgeblĂ€ht und hab linksseitige Bauchschmerzen. Diese Durchfallattacken kommen unabhĂ€ngig von den Mahlzeiten, mal am Tag, mal in der Nacht.
      Mein Hausarzt hat Blut genommen, alles in Ordnung, Ultraschall der Bauchorgane auch ohne Befund und bei der Stuhlprobe wurde festgestellt, dass sich keine Viren und Bakterien darin befinden, aber der Calprotectinwert leicht erhöht ist. Mein Hausarzt meint, ich soll mich laktosefrei ernĂ€hren, was aber bis jetzt noch keinen Erfolg brachte. Am 04.06. soll ich zum Laktoseintoleranztest und danach zur Darmspiegelung. HierfĂŒr sind aber erst im August/September wieder Termine frei.
      Da ich vor 4Monaten ein Baby bekommen habe und noch voll stille, erschwert es das Ganze natĂŒrlich. Ich kann weder Medikamente gegen meine Beschwerden nehmen, noch eine Darmspiegelung unter Narkose durchfĂŒhren lassen, da es ja alles in die Muttermilch ĂŒber geht.
      Ich möchte nicht ĂŒberreagieren, aber der Durchfall ist sehr anstrengend fĂŒr meinen Körper, fĂŒhle mich auch immer schlapp und durstig. Trotz alle dem muss ich fit bleiben fĂŒr meine Kinder.
      Was könnte der erhöhte Wert bedeuten?

      • Ein erhöhtes Calprotektin weist auf eine EntzĂŒndung im Darm hin. Das kann mannur bei eienr Darmspiegelung abklĂ€ren, die möglichst zĂŒgig gemacht werden sollte. Warum brauchst Du eine Narkose?
        Wenn Du beim Niedergelassenen keine Termine bekommst, dann lass Dich einweisen. Bis September kannst Du doch damit nicht warten!

        • Mein Hausarzt meinte, ohne Narkose wĂ€re die Darmspiegelung sehr unangenehm.
          Ich muss nĂ€chste Woche nochmal hin und mit ihm reden, wie das jetzt weitergehen soll. Bis September kann ich auf keinen Fall warten, da diese Durchfallattacken ihre Spuren hinterlassen in Form von SchwĂ€che, MĂŒdigkeit und Durst ohne Ende. Der Leidensdruck ist momentan sehr hoch. đŸ˜©

          • Darmspiegelung macht man eigentlich immer unter Vollnarkose, da die Risiken sonst zu hoch sind.
            Der erhöhte Wert weist auf eine EntzĂŒndung hin. Diese kann auch Autoimmunen Ursprungs sein, wie Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa. Ich wĂŒrde auch nicht mehr so lange warten...

            • Das Risiko Ă€ndert sich doch nicht!!! Die Niedergelassenen geben meist nur ein Beruhigungsmittel zum Schlafen. Eine echte Narkose ist das nicht. Und selbstverstĂ€ndlich kann man eine Darmspiegelung auch ohne BetĂ€ubung machen. Das ist in keinster Weise irgendwie gefĂ€hrlicher als mit BetĂ€ubung! Es ist halt unangenehm, aber viele Patienten können das ohne Probleme aushalten.

              • Es kommt darauf an, ob man eine Enddarm Spiegelung macht oder eine komplette. Letztere wird immer unter (kurzer) Vollnarkose gemacht, da zum einen die Schmerzen unertrĂ€glich sind und zum anderen es zu unwillkĂŒrlichen Kontraktionen fĂŒhrt, die das Risiko einer Darmverletzung (Durchbruch, Blutungen) erhöhen.
                Im Gegensatz dazu kann man aber eine Magenspiegelung ohne Narkose gut durchfĂŒhren. Habe ich auch schon machen lassen.

      Das Stillen ist kein Ausschluss fĂŒr eine Narkose.
      Es gibt genug Narkosemittel die schnell wieder abgebaut werden und somit kann man wenige Stunden nach der Narkose problemlos wieder das Kind stillen. Im Zweifel soll der AnÀsthesist sich bei Embryotox informieren.
      Viele Ärzte sagen schnell "Dann mĂŒssen sie abstillen" aber dem ist nicht so. Schlimmstenfalls musst du abpumpen und vielleicht eine Portion wegschĂŒtten. Aber du könntest vorher schon immer mal wieder etwas abpumpen und einfrieren so das Papa oder Oma oder wer das Baby betreut etwas zu Essen fĂŒr das Kind hat.
      Und auch wenn eine entzĂŒndliche Darmerkrankung festgestellt wird, ebenfalls nicht zwingend ein Grund ab zu stillen. Auch in dem Fall, Embryotof um Rat fragen.
      In fast allen Medikamenten steht drin "Nicht in Schwangerschaft und Stillzeit" damit sichern die Hersteller sich ab. NatĂŒrlich gibt es Medikamente wo man ganz klar sagen muss Stillen geht nicht. Aber bei vielen geht es eben doch.

Top Diskussionen anzeigen