Hausarzt sagt hüh und Radiologie sagt hott - wem glaub ich denn jetzt?

    • (1) 17.05.18 - 17:27

      Hallo,

      ich brauche mal euren Rat oder vielleicht einfach mal nur eine Empfehlung, was ihr tun würdet...vielleicht ist es jemandem auch schon ähnlich ergangen und er/sie kann mir von ihren Erfahrungen berichten?

      Zu meiner Situation:
      Ich hatte vor ungefähr einem Monat laut Hausarzt einen Hexenschuss (hatte einen Anhänger voll Erde abgeladen und mein Hochbeet aufgefüllt und dann abends ziehende Schmerzen im Lendenwirbelbereich links - stehen, drehen und so furchtbar). Er empfahl mir moderate Bewegung und gab mir Schmerzmittel mit. Außerdem schrieb er mich 5 Tage krank.
      Nach der Krankschreibung war es immer noch nicht viel besser und das Schlafen bereitete mir echte Probleme, weil ich in keiner Position schmerzfrei liegen konnte. Also wieder hin, hat mir ein Schlafmittel aufgeschrieben, überlegte kurz an Physio, dann aber wieder verworfen. Wollte mich nochmal krankschreiben, wollte ich aber nicht (hatte die Woche eh frei).
      Seither sind wieder drei Wochen vergangen. Ich bin wieder gelaufen ab und an, merke aber besonders beim Gehen, dass ich Schmerzen im Lendenwirbelbereich bekomme, wenn ich längere Strecken (4km+) gehe. Beim Laufen (joggen) habe ich das eher nicht und wenn, dann erst ab 10km +
      Heute war ich wieder beim Arzt, denn ich bin im Juni für eine 50km Wanderung angemeldet...
      Jetzt will er mich zum Röntgen schicken, hat mich vorher gefragt ob ich noch Kinder will - nö...
      Ich also zur Radiologie. Die haben sich mehr oder weniger geweigert, mich zu röntgen, nicht nur wegen der Strahlen für den Becken und Fortplanzungsbereich (damit bin ich ja fertig) sondern auch, weil laut Radiologenmeinung keine Erkenntnisse zu erwarten sind, da höchstens Knochenbrüche (die ich nicht erwarte, da kein Sturz o.ä.) oder eben Arthrose erkannt werden würde - beides in meinem Alter (bin 39) sehr unwahrscheinlich.
      Sie empfahlen mir, stattdessen ein MRT zu machen, da nicht nur harmloser sondern auch deutlich mehr Erkenntnisgewinn zu erwarten. Dazu wurde mir deutlich zu verstehen gegeben, dass mein Hausarzt des Öfteren solche Überweisungen tätigt, weil er das teure MRT vermeiden wolle... Ich habe mir jetzt mal einen Termin machen lassen zum MRT - brauche nur noch die Überweisung meines Arztes...leider habe ich ihn heute nicht mehr erwischt, bin aber schon irgendwie verärgert, dass ich jetzt ausbaden bzw. zwischen zwei Empfehlungen entscheiden soll....tolles Gesundheitssystem.

      Was haltet ihr davon?

      LG

      a79

      • Hallo, auf einem Röntgenbild sieht man nur den Knochen und größere Verschiebungen zwischen den Knochen. Selbst wenn man das sieht braucht man danach fast immer ein MRT, dort sieht man die auch die Weichteile, zB Nerven, Austritts stellen der Nerven an den Wirbel Körpern seitlich und vor allem die Bandscheiben. Man kann hier beurteilen, ob es einen abbildbaren und therapierbaren bzw therapiepflichtigen Grund für Deine Beschwerden gibt oder ob sie eher muskulärer Ursache sind. Üblicherweise wird je nach Beschwerden bei anhaltenden Schmerzen über 6 Wochen in Deinem Alter (falls du 79 geborgen bist) ein MRT empfohlen, außer Du hast neurologische Ausfälle, dann früher. Die Vorgehensweise Deines Hausarztes ist nicht leitliniengerecht, überhaupt nicht zielführend und würde von manchen Gutachtern als obsolet bezeichnet. Davon abgesehen bedeutet sie potentiell schädliche Röntgenstrahlung auf den Unterleib einer gebahrfahigen Frau und das ohne rechtfertigende Indikation. Das einzige was stimmt ist dass das MRT Deine Kasse mehr kostet. Normalerweise antworte ich hier nicht auf medizinische Fragen, aber in diesem Fall könnte man direkt sauer werden. Gute Besserung

        (3) 17.05.18 - 18:06

        Was musst du denn ausbaden?

        Dass zwei Ärzte nicht genau das gleiche denken und empfehlen ist doch nicht ungewöhnlich. Deshalb holt man sich bei kniffligen Dingen doch gern mal eine zweite Meinung...

        (4) 17.05.18 - 18:46

        Wie wäre es, wenn du deine sportlichen Events ein wenig besser "dosieren" würdest? Ein Hänger voll Erde abladen, einen Gewaltmarsch von 50 km(!!) - bereits angemeldet. Back doch einfach mal kleinere Brötchen, belege einen Rückenkurs, gehe zu einem Osteopathen und laß die Männer solche Schwerstarbeit machen, wenn du es nicht gewohnt bist.

        • (5) 23.05.18 - 17:38

          Wer sagt denn, das ich es nicht gewohnt bin? Ich mache insgesamt viel Sport, bin letztes Jahr auch ohne Probleme 100km am Stück gegangen und übernehme mich für gewöhnlich eher nicht, will sagen, ich höre schon gut auf meinen Körper. Sowas wie diesen Hexenschuss mit den anschließenden Beschwerden hatte ich auch bei schwerer körperlicher Arbeit (z.B. auf einem Pferdehof) bisher noch nie.

      Ganz ehrlich? !

      Solange du keine neurologischen Ausfälle hast, bringt ein MRT nix.

      Operieren würde dich eh keiner nur wegen SChmerzen!

      Mach Rückentraining, Physiotherapie, weniger herumlaufen,

      Und laß die Männer die schwere Arbeit machen, wir sind ja nicht umsonst das "schwache Geschlecht"!!

      Kannst ja ein MRT machen lassen! Wird nur nicht wirklich was ergeben!

      MfG KElly

    • Ja, MRT ist Standard bei Verdacht auf Bandscheibenvorfall, der wohl bei dir im Raum steht. Der Radiologe ist da der Facharzt, ist doch keine große Sache, die Überweisung musst du halt noch abholen.

      (8) 17.05.18 - 22:36

      Beide Untersuchungen sind überflüssig.
      Also braucht es auch die teure MRT nicht.
      Selbst wenn es ein Bandscheibenvorfall wäre würde man nur Schmerzmittel und Physiotherapie machen wenn man keine neurologischen Ausfälle hat. Und sich schonen...

      Hallo!

      Hm, was würde es Dir bringen, wenn Du auf deine Rückenschmerzen jetzt das Etikett "Bandscheibenvorfall" kleben kannst?

      Anfangs behandelt ,an sowieso mit Schmerzmitteln und Physiotherapie und versucht die Probleme damit loszuwerden. Außerdem klares Verbot von Jogging - du darfst gerne Walken, aber ohne so heftige Erschütterungen für die Wirbelsäule. Keine so weite Wanderung, belasse es lieber bei 4-10km.

      Wirklich bringen tut das MRT nur, dass man eben sagen kann, was es ist, damit du es ernster nimmst und dich mehr zusammen reißt. Wesentlich wichtiger wäre Physiotherapie.

      (10) 18.05.18 - 10:37

      Mein erster Gang an Deiner Stelle wäre der zum Orthopäden gewesen bzw. zum Osteopathen. Schmerzmittel beheben vielleicht die Symptome, aber nicht die Ursache.
      Du könntest verschobene Wirbel haben, die renkt ein Orthopäde wieder ein bzw. behandelt ein Osteophat. Damit ist das akute Leiden erstmal beseitigt.
      Tieferliegende Ursache ist in der Regel eine unzureichend trainierte Rückenmuskulatur und/oder einseitige Belastung etc., z.B. durch Bürojobs und das viele sitzen.
      Daran solltest Du nach Abklingen der aktuen Beschwerden arbeiten: trainiere Deine Rumpfmuskulatur. Lerne, rückenschonend zu heben und zu sitzen. Verzichte auf Gewaltaktionen bei Sport und Alltag.

      Ein Hausarzt ist bei Deinen Beschwerden meiner Meinung nach genauso falsch, wie eine Radiologie. Beides kannst Du Dir sparen.

      (11) 18.05.18 - 23:06

      Hi! :-)

      Ich hatte auch schon etwas in der Art. Hatte mich doof verhoben und konnte danach kaum noch sitzen. Ich war beim Orthopäden, der mir direkt 10x Physio verschrieben hatte. Das war super! Zum einen wurden die Problemstellen manuell gelockert, zum anderen lernte ich ein paar Übungen zur Selbsthilfe und um den Lendenbereich zu stärken.

      Schmerzmittel sind übrigens gar nicht so verkehrt, weil man dann nicht ständig in eine unbewusste Schonhaltung verfällt. Durch die normale Bewegung und Nutzung der betroffenen Muskeln und Gelenke können sich die Verhärtungen und Blockaden besser lösen.

      Gute Besserung!
      bluemerle

    (13) 19.05.18 - 10:19

    Schmerzmittel und richtige Bewegungen dazu. Das kann ein gutes Fitnessstudio sein, Rückensprt oder auch Yoga.
    Viele nehmen nur sporadisch Schnerzmittel und dern sich, das sie dann Nachts nicht schlafen können.

    Mein Mann hatte Verdacht auf Bandscheibenvorfall (mit Ausfallerscheinungen), wurde gespritzt, hat eine Woche Schmerztabletten genommen und hat aktiv für sich den richtigen Bewegungssport betrieben. Danach war alles erledigt.

    lg
    lisa

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