10000 Symptome keiner kann etwas damit anfangen ?

    • (1) 28.05.18 - 09:57

      Hallo ich möchte nun mal hier fragen ob jemand auch schon mal solche Symptome hatte wie ich .

      Angefangen hat alles an Weihnachten .
      Ich hatte plötzlich Durchfall von Weihnacht bis ca Ende März . Dazu kam immer herzrasen und Schwindel . Bzw erst herzrasen und dazu Schwindel kurz danach hatte ich dann den Drang auf Toilette zu müssen . Meistens bekam ich das ganze immer abends sobald ich im
      Bett lag ohne irgendwelche Gründe oder Anzeichen davor . Als ich damit zum Arzt ging , hat er auf den Bauch gedrückt und meinte es sei ein Reizdarm obwohl er sich das herzrasen dabei nicht erklären könnte da dass wohl nicht normal sei . Habe dann pantoprazol bekommen und sollte es zwei Wochen lang nehmen musste es aber nach einer Woche bereits absetzen weil ich alle Nebenwirkungen mit genommen habe die im Zettel angegeben waren .. danach war dann allerdings auch der Durchfall weg . Kurz danach hatte ich dann Mega Kopfschmerzen und verstopfte Nase etc und kam ins Krankenhaus . Dazu bekam ich Muskel Schwäche und konnte nur noch Sekunden meine Arme heben etc . Alles war total schlapp . Kribbeln im
      Kopf armen und Beinen etc . Im Krankenhaus wurde dann ein mrt vom Kopf gemacht wo außer einer kleinen Zyste nix gefunden wurde . Danach wurden die Nervenbahnen gemessen wo alles super war . Dann wurde sogar nervenwasser entnommen wo auch nix auffällig war . Ich wurde somit wieder nachhause geschickt und am Ende meinten sie dann die verstopfte Nase und Kopfschmerzen kämen von einer Stirnhöhlen Entzündung was sie wohl zum Ende noch auf dem mrt gesehen hätten. 2 Wochen danach habe ich einen Termin beim hno bekommen er meinte es sei alles frei . Und ich soll
      In 14 Tagen wieder kommen dann werden Allergie Tests gemacht . Seit dem quäle ich mich weiterhin mit herzrasen , Kopfschmerzen die nach dem
      Aufstehen anfangen und den ganzen Tag über bleiben , Schwindel , tauptheitsgefühle über dem
      Ohr sowie Dauer Druck auf dem
      Ohr . Ich habe immer noch verstopfte Nase , Schleim
      Im Hals , starken Reiz husten der seit 8 Wochen anhält , und Neue Sachen wie zb. Zittern während mir schwindelig ist . Nun fängt dabei auch noch mein linker Arm
      Und mein linkes Bein an weh zu tun sobald herzrasen eintrifft . An der linken Halsseite habe ich seit Wochen einen dicken knubbel wo ich denke es ist der Lymphknoten. Da mein erster Arzt alles nur auf die Psyche geschoben hat ohne weitere Untersuchungen habe ich heute woanders einen Termin zur Schilddrüsen Untersuchung auch wenn ich mir nicht vorstellen kann dass die ganzen symptome nur daher kommen KÖNNTEN . Hat hier irgendjemand Erfahrungen mit so vielen Symptomen ??! Ich denke echt ich muss sterben sobald das herzrasen einsetzt und weitere Symptome dazu kommen . Manchmal dauert es ne stunde manchmal die halbe Nacht . Im Krankenhaus wurde 3 mal kurz ekg gemacht und wurde nachhause geschickt da alles in Ordnung war . Ich bin langsam
      Wirklich am verzweifeln !


      Nachtrag : habe auch das Symptom abends im Bett zu liegen und ständig aufzuschrecken weil es sich so anfühlt als würde ich keine Luft bekommen . Das ganze geht nur 2 Sekunden dann schrecke ich auf hole tief Luft aus Reflex und alles ist wieder normal ??

      • Hallo

        Kann von der Schilddrüse kommen aber auch panikatacken .

        S.

        Hallo!
        Ich hatte Dir gerade eine lange Antwort geschrieben. Leider war dann alles wech:(

        Jetzt nochmal in kurz. Ich muss gleich zur Arbeit.

        -Wie alt bist Du?
        -Lass Mängel abklären (B-Vitamine (perniziöse Anämie), D-Vitamin, Ferritin, HB...
        -Alle! Schiddrüsenwerte
        -Alle Sexualhormone

        -Die Symptome, die Ohren, Nase u Atembeschwerden betreffen sind zur Zeit typisch für Allergie (Pollen)

        Ich habe sowohl Allergien und Schilddrüsenfehlfunktion, als auch eine (behandelte) pernizöse Anämie, und kenne alle diese Symptome (und noch paar mehr)

        Lg Sportskanone

        • Hey ich bin 27 Jahre alt , Blut wurde bereits ca 8 mal abgenommen jedesmal in orndung wobei einmal im Krankenhaus beim ersten Mal abnehmen die Schilddrüsen werte ( ich glaube zu niedrig ) waren und daraufhin sollte ich mich wieder beim Arzt vorstellen . Gesagt getan hat dieser wieder Blut abgenommen und hat gemeint die Werte wären wieder in orndung somit müsste man da nix behandeln . Und ich wurde wieder nachhause geschickt .

      Hallo

      ich bin keine Arzt, aber eine Betroffene einer Angst und Panikstörung. Seit fast 18 Jahren lebe ich damit, mal besser mal weniger gut.

      Für mich hört sich das nach genau dem an - ich dachte immer, ich bekomme einen Herzinfarkt. Eine Freundin von mir hat auch diese Angst und Panikstörung, bei der fing es mit Durchfall an, Herzrasen, Schwindel, Ziittern. Zudem hat sie in akuten Zeiten "die Nase voll", also auch Nase morgens immer zu, zwischendrin muss sie schneuzen und es kommt auch Sekret.

      Allerdings solltest Du darauf bestehen, dass Du eine Überweisung zum Kardiologen bekommst - mein Hausarzt hat von Magen Darm über Schilddrüse und Herz damals alles abgecheckt. Also einfach um sicher zu gehen, dass dort wirklich nichts ist. Für mich hat das auch etwas gebracht, da ich wusste, es ist definitiv nichts organisches. Und dann habe ich mich um einen Therapieplatz bemüht. Am besten so früh wie möglich, absagen kannst Du immer noch.

      Während der Therapie wurde bei mir der Auslöser gefunden, damit und daran konnte ich arbeiten. Und in den letzten Jahren ist mein Leben wieder reichlich normal geworden, jedoch merke ich leichte Schübe, sobald mein Auslöser getriggert wird durch bestimmte Dinge, oder wenn ich Zuviel Stress habe. Damals habe ich den Stress gar nicht bemerkt, heute kann ich gut in mich hineinhorchen und Stress schnell erkennen. Dann steuere ich dagegen und kann einen erneuten Schub gut eindämmen bzw. komplett verhindern.


      Du schaffst das, allerdings klär und sprich mit deinem Hausarzt und wenn möglich, lass Dir keine Tabletten aufschwatzen (Tavor oder ähnliches) die machen nur die Symptome weg, aber die Ursache bleibt.
      Ggf. kann ein Therapeut wenn es Dich komplett einschränkt, mit leichten Antidepressiva arbeiten, die angstlösend wirken. Aber auch da an einen Fachmann (Psychiater oder Arzt für Psychotherapie) wenden, normale Hausärzte haben von der Materie nicht so viel Ahnung und es kommt leicht zu Überdosierungen, was die Symptome anfangs noch verstärkt.

      Leider dauert es heute immer noch lange, bis all diese 1000 Gesichter der Angst erkannt werden und zugeordnet werden können.

      LG und gute Besserung und denk dran, das ist eine reale Erkrankung und kein Grund sich zu schämen - ein gebrochenes Bein heilt durch Ruhigstellung im Gips, die Seele durch Betreuung beim Psychologen, der Dir zuhört, auf Dich zugeschnitte Tips und Kniffe an die Hand gibt, damit umzugehen und zu lernen, besser auf die Signale Deiner Psyche zu hören...

      • Es kann genauso gut, eine physische Ursache haben.
        Meine schlimmen Symptome waren bei der 1. Viamin B12 Spritze deutlich besser, bei der 3. weg!!!!
        Wennn ich 2 Wpochen keine Spritze bekomme, fängt es wieder an.
        Ich bin da etwas empfindlich, weil ich damals sehhhhhhr lange darum gekämpft habe, dass eine WIRKLICHE Ursache überhaupt gesucht wurde und dann auch noch behandelt wird!
        Nicht immer, ist es psychisch. Ist aber für die Ärzte einfacher. Diagnose auf den Zettel und weiter schicken!

        • (8) 28.05.18 - 11:17

          Ja, da stimme ich dir zu, aber manchmal ist eben auch wirklich psychisch und das anzunehmen kann schwer sein, weil sich die Symptome so real anfühlen und auch real sind.
          Ich würde zweigleisig fahren: weiter durchchecken lassen (wobei sie ja wirklich oft gecheckt wurde) und parallel Therapie machen und Entspannungstechniken erlernen.
          Da merkt man ja bald, ob es einem gut tut.

          • Aber können psychische Sachen so auftreten ohne zu merken oder zu wissen woran es liegen könnte ? Ich selbst merke das nicht dass es evtl psychisch sein könnte bzw wüsste nicht mal einen Auslöser deshalb hatte ich das mit Panik immer an die Seite geschoben :-(

            • (10) 28.05.18 - 11:34

              Zumindest war das bei mir so. Es hat mich quasi eiskalt erwischt. Ich halte mich nach wie vor für stabil, belastbar und lebensfroh. Dennoch weiß ich mittlerweile, dass es Angst ist, die mich umtreibt.
              Bei mir ist das so: lebe ich zu lange über meine Kräfte (und das tue ich gerne, weil ich mich auch darüber definiere, belastbar zu sein), rächt sich das. Irgendwann habe ich ein kleineres Symptom (momentan z.B. ein seltsamer Druck in der einen Schläfe), drehe ich durch: ich bekomme Panik, die Panik löst weitere Symptome aus, z.B. Schwindel und Reizdarm und wenn es mir dann nicht gelingt, mich runterzuregeln, sitze ich wie du irgendwann aufgelöst und mit tausend Symptomen beim Arzt.
              Auslöser waren wohl diverse unschöne und unverarbeitete Erlebnisse (Tod meines Bruders, meines Schwiegervaters, die alle aus der Mitte des Lebens gerissen wurden durch neurologische Erkrankungen)

              Ich hab Null Vertrauen in meinen Körper und ich gehe immer zunächst davon aus, dass es was Körperliches ist.

              Was mir übrigens außer Meditation und diversen selbst erfundenen und in der Therapie erarbeiteten Mantras hilft, ist Sport. Ich beruhige mich immer damit, dass ein todkranker Leib nicht so leistungsfähig ist wie meiner.

              • Druck in der Schläfe habe ich auch seit ca 2 Wochen täglich ... es fängt gehen Mittag an und bleibt bis zum schlafen gehen manchmal ist der Druck denn bis zur Stirn oder hinter das Ohr .. Ohje ich spreche das heute Abend alles an beim Arzt Besuch

                • (12) 28.05.18 - 11:48

                  Ja, nu, der kommt und geht bei mir ständig. Neulich war er so stark, dass ich dachte: So, jetzt stirbste.
                  Da bin ich dann fast in Ohnmacht gefallen, weil mir die Angst das Blut aus dem Schädel gezogen hat.
                  Was mich aber skeptisch macht, ist, dass der Druck auch tagelang weg sein kann. Finde ich für einen Tumor, den ich ja nun vermute, eher ungewöhnlich.
                  Also wird es wohl psychisch sein. Und wenn es in ein paar Wochen nicht weg ist, kann ich immer noch zum Arzt. Bis dahin versuche ich ruhig zu bleiben und mich zu entspannen, mir Gutes zu tun. Meistens wird es dadurch besser....
                  Mir hat mal eine liebe Ostheopathin gesagt, ich müsse wieder Vertrauen in meinen Körper gewinnen. Und das versuche ich.
                  Ich habe auch eine Hausärztin, die um meine Angst weiß. Da kann ich immer hin. Sie hat einen Überblick über mein Symptom-Wirrwarr und eine gute Ansprache an mich.

              Hallo, vielen Dank für diesen Text.
              Genau so geht es mir auch, kann mich komplett damit identifizieren und bin erleichtert, dass es noch anderen so geht. LG

(15) 28.05.18 - 11:13

Wenn ein großes Blutbild gemacht und Hormone gecheckt wurden, würde ich mal in Erwägung ziehen, dass du tatsächlich psychosomatische Symptome hast. Die können echt fies sein und sind auch echt da, nur haben sie eben keine körperliche, sondern eine psychische Ursache. Gerade wenn man einmal angefangen hat, sich große Sorgen um seine Gesundheit zu machen, verstärken sich die Symptome und neue kommen dazu, eben weil Angst eine extreme Belastung für den Körper ist.
Und wenn du jetzt schon so lange Angst hast, ist es kein Wunder, wenn dein Körper mit allerlei Stesssymptomatik reagiert.
In Hochphasen von Angst habe ich z.B. Durchfall, Schwindel, ein Benommenheitsgefühl, Druck im Kopf, Herzrasen, Herzstolpern, Schwäche in Armen und Beinen, Taubheitsgefühle, Kribbeln in Händen und Füßen, Muskeltics.....
Versuche das nächste Mal, wenn es losgeht, mal mit Atmung entgegenzusteuern. Achte darauf, länger aus- als einzuatmen und tief durchzuatmen. Sag dir, das alles gut wird, dass du durchgecheckt bist und nichts Schlimmes sein kann.
Ich würde an deiner Stelle über eine Therapie nachdenken. Mir hat das geholfen. Parallel dazu habe ich angefangen zu meditieren.
Die Angststörung ist bei mir nicht weg, aber ich kann mit ihr Leben und vor allem weiß ich jetzt, sie einzuordnen, was ihr einen großen Teil des Schreckens nimmt. Ich rechne jetzt beim Auftreten der Symptome zumindest nicht mehr damit, in Bände zu sterben.

Ich liebe die Charlie Brown-Karte, auf der steht: Snoopy, eines Tages werden wir sterben. Und Snoopy antwortet: Ja, aber an allen anderen Tagen nicht.

Versuch wieder die Tage zu genießen, an denen du lebst, und nicht ständig den Tod zu fürchten. Der kommt auch ohne das du ständig Angst vor ihm hast und bis dahin: lebe, liebe, atme...

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