Hysterektomie zur Verhütung?!

    • (1) 12.06.18 - 09:18

      Hallo,
      ich muss Euch mal fragen., was ihr davon haltet.

      Ich komme gerade vom Frauenarzt. Mit dem habe ich in den letzten Monaten immer mal wieder über Verhütung gesprochen, weil ich da gerade unzufrieden bin - mit meinem neuen Partner verhüte ich mit Kondomen, was aber ziemlich nervt. Außerdem habe ich schon zwei Kinder, weitere kommen absolut nicht in die Tüte, und mir ist das zu unsicher.

      Beim letzten Gespräch hatten wir über Hormonspirale oder Kupferkette gesprochen. Hormone möchte ich aber nicht nehmen, und Kupferkette oder auch -spirale kommen nicht in Frage. Ich habe Myome in der Gebärmutter und deswegen immer sowieso schon ziemlich krasse Schmerzen und Blutungen, was sich damit noch verschlimmern könnte. Ich liege so schon immer zwei Tage richtiggehend flach, mehr davon brauche ich nicht.

      Jetzt haben wir noch über eine Sterilisation gesprochen, die sehr teuer ist, er rechnete mir vor, dass ich da mit über 1200 Euro planen muss. Auch eigentlich keine Option. Der Eingriff bei meinem Freund kommt nicht in Frage, verschiedene Gründe, will ich jetzt nicht drauf eingehen.

      Tja, und dann hat er mich untersucht und festgestellt, dass meine Myome wachsen. Das war jahrelang nicht der Fall. So war plötzlich Thema, was man gegen die Myome unternehmen könnte, und plötzlich stand eine Hysterektomie im Raum… 😳
      Er war zwar einigermaßen einfühlsam und ich bin auch kein zartes Pflänzchen, aber das hat mich schon ein bisschen erschreckt. Klar, die Argumente sind nicht von der Hand zu weisen: die Kasse übernimmt die Kosten, keine schmerzhafte Periode mehr, und Verhütung für immer erledigt. Aber das ist ja ein großer Eingriff, und ich kann mir nicht vorstellen, dass das die Lösung all meiner Probleme sein soll. Man kann doch nicht so einfach ein Organ rausnehmen.

      Ist hier jemand, der damit Erfahrungen hat?! Wie geht es Euch damit?

      • Hallo,

        bei meiner Mutter wurde die OP mit Anfang 40 gemacht, da sie jedesmal bei der Periode umgekippt ist vom vielen bluten.
        Vorher wurde die Myome 2 mal minimalinvasiv entfernt, aber das brachte keinen dauerhaften Erfolg.

        Bei ihr wurde die Gebärmutter "untenrum" herausoperiert, so das keine Bauchnarbe entstand. Sie war recht schnell wieder fit (4 Wochen zu Hause) durfte nur länger nicht schwer heben.
        Sie ist auch nicht vorzeitig in die Wechseljahre gekommen. Die OP ist jetzt fast 20 Jahre her.

        Bei mir sind bis jetzt (werde 40) noch keine Myome aufgetaucht.

        LG
        Tanja

        • Danke für Deine Nachricht.
          4 Wochen klingt krass - ich bin alleinerziehend, da ist nix mit 4 Wochen hinlegen...

          • Natürlich hat sie keine 4 Wochen gelegen, sie war insgesamt so lange nicht arbeitsfähig.
            Hab am 3. Tag nach der OP schon mit ihr in der Cafeteria gesessen und ich glaub am 5. Tag durfte sie nach Hause.
            Evtl. könntest du eine Haushaltshilfe beantragen für die ersten Wochen zu Hause.

      Du darfst nicht vergessen, das ist eine große OP, auch wenn es mittlerweile minimal-invasiv meist gemacht werden kann. Du fällst länger in der Arbeit aus, brauchst eine Haushaltshilfe, was je nach Krankenkasse nicht einfach ist, und selbst mit Genehmigung ist es noch schwierig, eine zu bekommen, da die Organisationen ausgebucht sind (habe gerade verzweifelt wochenlang gesucht)...Wenn es medizinisch nicht wirklich dringend notwendig ist, würde ich das nicht machen.

      • Ja, das ist auch mein Gefühl... mal davon abgesehen, dass ich es mir sowohl privat als auch beruflich nicht leisten kann, länger auszufallen, möchte ich einfach so einen großen Eingriff nicht, wenn es nicht unbedingt nötig ist.

        Vielleicht frage ich mal, ob man die Myome entfernen und gleichzeitig sterilisieren kann. Dann wird's vielleicht billiger. ;-)

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