Untersuchung Kehlkopf Krebsvorsorge mit/ohne Narkose?

    • (1) 03.07.18 - 11:43

      Hallo zusammen,

      eine kleine Frage von einem Schisshasen.

      Als ich vor ein paar Wochen mit meiner Tochter beim HNO war, wurde ich auf die Kehlkopfkrebsvorsorge aufmerksam. Da hingen so Infoplakate. Für mich war es neu, dass es sowas gibt. Meine Mutter hatte schon Krebs, meine Oma starb an Krebs, und auch sonst bin ich krebsmäßig ziemlich genetisch vorbelastet, sodass ich eigentlich alles an Vorsorgeuntersuchung mache, was geht. Die Sprechstundenhilfe erklärte mir dann, dass das eine sehr effektive Untersuchung ist, und der einzige Grund, warum das fast niemand macht, ist, weil die Krankenkasse es nicht bezahlt. Die Untersuchung kostet aber nur 30 Euro, und das ist dann für mich kein Argument wegen der Kosten. Ich fragte dann nochmal beim Arzt nach, und der meinte, das geht fünf Minuten, er fährt da mit einem Endoskop in den Rachen und schaut sich alles genau an. Ich fragte, ob ich da dann eine Betäubung bekomme. Er meinte, nur eine örtliche, also so ein Saft zum Trinken.

      Ich dachte, ich informiere mich da nochmal genauer im Internet, aber leider finde ich nichts Genaueres. Ich dachte, ob ich da noch ein genaueres Informationsgespräch bekomme? Mit Zettel unterschreiben und so? Immerhin könnte er mich bei der Untersuchung doch auch verletzen und muss mich doch über die Risiken aufklären?

      Ich habe jetzt am Donnerstag den Temin und mir ist schon ganz schlecht davor. Ich hatte schon zweimal eine Magenspiegelung, das erste Mal bekam ich eine kleine Narkose, also ich war zwei Stunden weggetreten, aber ich hab von allem nichts mitbekommen und es war wirklich zu empfehlen so. Das andere Mal war bei einem anderen Arzt, der versprach mir auch eine Narkose, gab mir dann aber keine, sondern nur diesen Saft zu trinken. Ich hatte zwar dann ein pelziges Gefühl im Hals, aber den Eingriff bekam ich voll mit, der Würgereiz war voll vorhanden, instinktiv hab ich immer versucht, mir die Schläuche aus dem Hals zu ziehen, und dann mussten mich drei Leute festhalten, damit der Arzt mir, sehr gewaltsam, diese Schläuche und Rohre in den Hals einführen konnte. Es war die Hölle, ich würgte wie irre und bekam Atemnot, sodass er die Untersuchung abbrechen musste. Ich hatte danach drei Tage lang heftigste Halsschmerzen, es fühlte sich an, als hätte er mir den Hals durchgeschnitten.

      Sowas mache ich nie wieder. Magenspiegelung nur noch mit Narkose.

      Jetzt hab ich richtig Angst, dass das am Donnerstag wieder so wird. Er wird mir keine Narkose geben. Aber dieser Saft unterdrückt den Würgereiz nicht, das weiß ich doch. Ich bin da echt SEHR empfindlich. Ich spiele die ganze Zeit mit dem Gedanken, dass ich den Termin absage. Hätte am Donnerstag mittlerweile auch einen anderen Termin, der mir wichtig wäre und den ich wegen dem Arzttermin wohl absagen werde. Muss. Sollte.

      Meine Frage an Euch. Hat jemand von Euch die Untersuchung schon mal gemacht? WIE WAR ES? Mit Betäubung, ohne? Macht man das überhaupt mit Betäubung wegen fünf Minuten? Darf man eine verlangen?

      Ich nehme den Horrorarzt von damals nicht als Maßstab. Der hat noch ganz andere nicht koschere Dinge gemacht, wie ich danach von anderen mitbekommen habe und dann auch am eigenen Leib erfahren mußte (ich hätte ihn anzeigen sollen bei der Ärztekammer, er hat an mir nämlich auch eine wissenschaftliche Studie durchgeführt und meine Aussagen im Fragebogen verfälscht).

      Ich weiß, dass es auch so ganz leichte Narkosen gibt, da ist man ziemlich weggetreten, aber schläft nicht direkt. Hatte ich mal bei einer Darmspiegelung. An so eine denke ich jetzt, wenn ich an Donnerstag denke. Aber da gab es damals auch ein Aufklärungsgespräch mit vielen Zetteln zu unterschreiben.

      Kann mich jemand beruhigen, aufklären, beraten? Ich weiß nicht, was ich tun soll. Absagen, Termin verschieben, Narkose verlangen, oder einfach hingehen und warten, wie es wird?

      Danke für Eure Antworten.

      Franka Schisshase

      Soweit ich mich noch erinnere, ist eine Kehlkopfspiegelung völlig harmlos. Hatte vor vielen Jahren mal ein HNO bei mir gemacht um die Stimmbänder zu beurteilen, also ohne Aufklärung, einfach während der normalen Untersuchung. die Zunge wird mit einem Lappen festgehalten und rausgezogen. Die Optik ist sehr dünn und vorgewärmt, bei mir hat die nichts berührt. Zumindest war es mir nicht unangenehm, ich musste auch nicht würden. Und es ging wirklich sehr schnell. Dafür würde ich keinerlei Aufwand betreiben! Höchstens, wir sprechen von verschiedenen Untersuchungen.

      • Deine Worte machen mir jetzt doch Mut. Ich hab jetzt auch noch einmal mit der Sprechstundenhilfe telefoniert. Sie meinte, eine Magenspiegelung ist schon viel heftiger als die Kehlkopfspiegelung. Die meisten machen das komplett ohne Betäubung. Und gegen den Würgereiz könne sie mir morgen, wenn ich dann da bin, einen Trick verraten, der hilft. Das wird schon so ne Finte sein ;-):-p

        Also ich geh jetzt einfach hin und fertig. Ich werde es schon überleben #schwitz

        Ich muss auch nicht nüchtern sein, also die werden schon wissen, auf was sie sich da einlassen....

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