Knick-Senkfuß mit 6 Jahren - Einlagen?

    • (1) 06.07.18 - 12:59

      Hallo zusammen,

      wir sind unsicher, was wir machen sollen. Unser Sohn ist 6,5 Jahre alt und hat immer noch Knick-Senkfüße. Deshalb habe ich ihn zu "meinem" Orthopäden mitgenommen, zu dem ich ohnehin musste, und er meinte, er bräuchte Einlagen (sensomotorische, also die den Fuß zur Aufrichtung stimulieren und nicht nur passic stützen). Er sagte, eigentlich sollte der Fuß schon mit 4 Jahren gerade sein.

      Soweit so gut. Allerdings kann ich es ja nicht lassen, mich parallel weiter zu informieren. Und da stoße ich auf etliche Internetseiten von orthopädischen Praxen, die sich im Prinzip in zwei Lager teilen:

      A) Unbedingt Einlagen, möglichst früh, spätestens mit 6 sollte der Fuß aufgerichtet sein, ohne Gegenmaßen gibt es dann später Knieprobleme etc.

      B) Bis zum Beginn der Pubertät (10 J.) alles normal, Einlagen nur bei Beschwerden oder wenn der Knick-Senkfuß nicht mehr flexibel ist, sich also im Zehenstand nicht aufrichtet und dabei auch kein Fußgewölbe zeigt.

      Mein Sohn hat null Probleme, seine Füße werden in der Tag gerade, wenn er auf Zehenspitzen steht und er ist noch weit vor der Pubertät. Trotzdem gibt es aber die Aussage meines Arztes, dass er Einlagen braucht, und eigentlich vertraue ich ihm auch. Aber je nachdem, wie vehement die Einlagengegner schreiben, wird sogar behauptet, dass zu frühe Einlagen eher schaden als nutzen.

      Tja, da steht man also als medizinischer Laie und will ja einfach nur alles richtig machen *seufz*

      Mich interessieren deshalb eure Erfahrungen zu dem Thema. Vielleicht hat ja jemand selbst ein Kind, das mit 6 Jahren noch Knick-Senkfüße hatte und die sich in den folgenden Jahren ohne Einlagen stabilisierten?

      Danke euch!
      bluemerle

      • Hallo Bluemerle!

        Ich kann dir nicht wirklich helfen. Ich kann dir nur schreiben wie es bei uns ist:

        Ein Sohn hat ganz arge X-Beine, der 2. hat auch Knick-Senkfuß (oder so ähnlich)

        Meine Kinder tragen Einlagen seit sie ca. 3,5 Jahre Jung sind.

        Ich möchte mir später nicht vorwerfen -- nichts gemacht zu haben!
        Ich kenn Erwachsene mit Rücken/Gelenksproblemen und zusätzlich Fußfehlstellungen,

        die sie schon ein Leben lang haben und erst im Erwachsenenalter behandeln ließen.

        Wir behandeln mit Einlagen.

        MfG Kelly

        • Danke. Genau, ich möchte mir ja auch nichts vorwerfen müssen später. Andererseits - glaubt man der Anti-Einlagen-Fraktion - schaden Einlagen womöglich, wenn die Fehlstellung nicht krankhaft, sondern im Rahmen des natürlichen Entwicklungsprozesses einzuordnen ist.

          Vielleicht hole ich mir noch mal eine Zweitmeinung ein.

      Mein Jüngster hat Senk-Knickfüße und seitdem achte ich extrem auf Kinderfüße. Fazit: Diese Fehlstellung ist sehr weit verbreitet!
      Mein Jüngster hat Einlagen, obwohl er keine Beschwerden hat. Ob ich nochmal neue machen lasse, weiß ich nicht.

      • Danke. Naja, die Ärzte, die eher gegen Einlagen sind, würden da jetzt vermutlich antworten: Natürlich ist die "Fehlstellung" bei Kindern weit verbreitet, weil sie zum ganz natürlichen Ausreifungsprozess gehört. Ob's stimmt? Keine Ahnung #gruebel

    Du machst mit Senso-Einlagen nix falsch, da diese aktiv wirken.
    Die Kostenübernahme klärt im Regelfall der Techniker für dich. Wird leider inzwischen von vielen Kassen nicht mehr übernommen.
    Fußfehlstellungen sind nicht normal und ziehen im Laufe der Jahre immer Folgeschäden nach sich.
    Leider kann dir niemand eine Garantie geben ob die Fehlstellung im Laufe der Jahre verschwindet. Häufig passiert dies wenn man Einlagen trägt und auch ansonsten Fußgym usw macht... In selten Fällen verwächst es sich auch ohne, das Risiko würde ich jedoch nicht eingehen.
    LG

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