Masochismus, Selbsthass oder irgendein anderes Problem?

    • (1) 28.07.18 - 23:59

      Ich könnte jetzt sehr stark ins Detail gehen, wie ich Fesslungen schon seit dem frühen Kindesalter geliebt habe, wie weit meine Fantasien reichen, welche Probleme ich so habe, doch ich denke erstens nicht, dass ich all dies in eine so "kurze" Fassung bringen könnte, sodass sich das auch jemand durchliest, und zweitens fehlt mir der Wille, Stunden in Anspruch zu nehmen, um alle Gedanken und Gefühle niederzuschreiben, deshalb hier das Nötigste zu wissen:

      Ich habe über die Hälfte meines bisherigen Lebens mit Spott, Verachtung - vor allem in verbaler Form - Missbrauch meines Vertrauns usw. zu kämpfen gehabt.

      Ich habe noch keinerlei Erfahrung im Praktischen Bereich von BDSM. (Bis auf ein paar Kleinigkeiten, die später aufgezählt werden, falls man sie dazuzählen will.)

      Um meine masochistischen Fantasien mal zusammenzufassen: Der Gedanke, angekettet vor dem zu knien, der mich liebt/den ich liebe, ist viel, viel schöner als der an irgendeine Art von Vanilla/des Blümchensexes.

      Nein, ich habe meine Fantasien nicht aufgrund von Fifty Shades of wir verherrlichen eine Vergewaltigung unter dem Namen einer sexuellen Neigung.

      Ich habe ein paar wirklich sehr harmlose Wege, mir Schmerzen zuzufügen, selbst bereits ausprobiert (Bsp.: das Kratzen mit Fingernägeln, dem Zirkel, einer Schere, ...) und es gefällt mir (Nein, ich mache es nicht, wenn ich an einem Moment der Selbstverachtung wieder angekommen bin.)

      Ich pflege Freundschaft mit einem Switcher, zwei Sadisten und einem, bei dem ich es nicht wirklich weiß. Wir tauschen Fantasien, Sorgen und sonstige Gedanken dazu auch gerne aus.

      Wie schon ein wenig erwähnt, habe ich immer wieder Momente von riesiger Selbstverachtung, diese sind aber keinesfalls durchgehend.

      Heute mag ich die Dinge, die mir früher tagtäglich angetan worden sind, von Freunden mit meinem Einverständnis am liebsten. Sprich, ich liebe es von Freunden nach meinem Okay aufs Tiefste beleidigt zu werden, und dass genau diese Dinge zu meinen Vorlieben gehören, sorgt mich sehr. Meine Wellen an Selbstverachtung und vielen Anzeichen einer sozialen Phobie helfen nicht dabei, mir für immer das Okay zu geben, Submissive und Masochistin zu sein.

      Hi,
      wenns Dir Schwierigkeiten macht, probier doch mal eine Therapie zu dem Thema zu machen, dafür sind Therapeuten ja da. Oder Du probierst mal das ein oder andere aus. Würden Dir die beiden Sadisten zusagen?

    Hast Du mal darüber nachgedacht, ob Borderline eventuell ne Rolle spielen könnte? Ich bin diagnostiziert. Kenne das zwar nicht so deutlich wie Du, aber im Ansatz schon irgendwie. Bei mir ist es so, dass ich besser damit umgehen kann, wenn mich jemand schlecht behandelt. Mit Liebkosungen tue ich mich schwer....

    Soll nur ein Denkanstoß sein.

    Lg

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