Kleinkind oft Angina und niedrige thrombozyten

    • (1) 06.08.18 - 20:10

      Hallo ihr lieben . Mein kleiner hat dieses Jahr schon die fünfte Angina. Die letzte ist grade mal drei Wochen her. Ich verstehe einfach nicht wieso sie immer wieder kommt. Ich wechsel schon regelmässig die Zahnbürstenfütter ihn immer von seiner eigenen Gabel und waschen immer die Hände achte wirklich auf alles. Er ist zwei Jahre alt. Momentan kriegt er gerade vier Backenzähne . Vielleicht auch etwas Infekt anfällig aber irgendwie bekommt er nur Angina. Heute hat mein KinderArzt ein Blutbild gemacht dort sind sehr niedrige Thrombozyten aufgefallen. 78.000. er sagte das kann an dem Infekt liegen. Im Internet finde ich nur Leukämie darunter. Hat jemand Erfahrung damit? Ansonsten ist der kleine total fit . Mache mir so sorgen , soll in 2 Wochen nochmal zur Kontrolle .

      • (2) 06.08.18 - 21:51

        Das einzige was mir sofort eingefallen ist bei der Überschrift: pfeifferisches Drüsenfieber. Bisher habe ich nur davon gehört.
        Wenn jemand überdurchschnittlich oft Angina hat und es nicht wirklich weggeht, testen manche Ärzte darauf.
        Da es ein Virus ist, helfen Antibiotika nicht.


        Was bekommt er denn an Antibiotika?
        Wie nimmt er es ein?
        Mir wurde mal gesagt, dass Milch bei der Antibiotikaeinnahme die Wirkung herabsetzen kann. Das steht zwar nicht in jeder Packungsbeilage, aber meine Ärztin meinte damals, ich solle besser größere Zeitabstände einhalten zur Einnahme.

        Ist es auch das richtige Antibiotikum?

        Bei mir hat eines mal nicht gewirkt und wurde nicht besser, bzw. kam wieder.
        Da hat meine Ärztin dann eine Kultur angelegt.
        Begründung war: zuerst wird ein Breitbandantibiotikum verschrieben. Das hilft gegen die meisten Bakterien und wirkt bei vielen sehr gut.
        Wenn das nichts bringt, müsste eben getestet werden, welcher Erreger dahinter steckt. Ob es ein spezielles Antibtiotikum braucht, ob es ein Virus ist (da hilft dnan gar kein Antibiotikum) oder was eben die Ursache ist und dann gezielt vorgehen. Zu viele verschiedene AB sind auch nicht gut. Vor allem, wenn sie nichts bringen.

        Das mit den Zahnbürsten ist gut.


        Wie lange nimmt er das AB?
        Bis Symptomende oder wie verschrieben?


        Ward ihr mal beim HNO?

        Als es bei mir nicht besser wurde und häufiger wieder kam, hat mich die Hausärztin zum HNO überwiesen. Um sicher zu sein, dass sie nichts übersieht. Um prüfen zu lassen, ob was anderes dahinter steckt.

        • (3) 06.08.18 - 21:59

          Beantworte mal alles so gut es geht , er hat bisher 2 x amoxicillin 7 Tage , dann cefpodoxim und einmal cefaclor. Diesmal grüncef das soll er 12 tage nehmen . Haben immer wie verschrieben eingenommen bin selber Krankenschwester weiß also das es wichtig is ... das er es zu Ende einnimmt . Streptoabstrich heute negativ . 🤷‍♀️! Da die thrombos niedrig sind , is es wohl ein indiz für ne bakterielle Infektion deshalb antib. Ich bin ratlos :( hoffe es hört endlich auf

          • (4) 07.08.18 - 06:05

            Guten Morgen, ich gebe meiner Vorrednerin Recht! Gerade beim Pfeiffersche Drüsenfiebee können die Thrombozyten auch erniedrigt sein! Dazu Milz- und Leberschwellung. Antibiotikum ist da eher kontraproduktiv, aber da du schon angefangen hast, musst du es ja zu Ende nehmen. Bei meinem Sohn wurde auch falsch diagnostiziert und er bekam wg dem AB eine heftige allergische Reaktion, die wohl häufiger im Zusammenhang mit dem Virus vorkommt. Aber ich glaube es war Amoxi. Da kommt es im Zusammenhang mit der Krankheit wohl öfters zu solch einer Reaktion. Ich würde mir an deiner Stelle das Lymphomyosot besorgen und nach dem AB einen Darmaufbau bei ihr machen. Im Darm sitzen ca. 80 Prozent unserer immunologischen Zellen, die ständigen Antibiosen bringen diesen sensiblen Bereich stark aus dem Gleichgewicht. Gute Besserung!

            • (5) 07.08.18 - 16:07

              Ja, das passiert bei Amoxicillin. Meine Schwester hat die Allergie dagegen leider behalten, nachdem ihr wegen einer eitrigen Mandelentzündung Amoxi verschrieben wurde, das Drüsenfieber aber doch noch nicht gut genug auskuriert war.

      (6) 07.08.18 - 10:10

      Hallo Cleanthis,
      dass die Angina bei dem Kleinen oft wiederkehrt, ist doch nach den häufigen Antibiotika-Gaben nicht ungewöhnlich. Und warum bekommt er überhaupt Antibiotika, wenn er sonst total fit ist? Gerade im Zuge der Resistenzentwicklung sollten Antibiotika nicht unkritisch eingesetzt werden, was Du als Krankenschwester ja eigentlich wissen müßtest. Zudem können Antibiotika diverse Nebenwirkungen haben (je nach Antibiotikum u. a. auch eine Thrombozytopenie (= erniedrigte Thrombozyten im Blut)).
      Ferner zerstören sie die Darmflora, die jedoch für ein gutes Immunsystem immens wichtig ist. Daher sollte die Darmflora, nach jeder Antibiotikaeinnahme, anschließend mit entsprechenden Präparaten (sog. Synbiotika) wieder aufgebaut werden.
      Ich glaube nicht, dass er das Pfeifferische Drüsenfieber hat. Denn die Erkrankung tritt v. a. bei älteren Kindern und jungen Erwachsenen auf. Nicht umsonst wird sie auch Kissing Disease genannt, weil sie durch Küssen übertragen werden kann.
      An Deiner Stelle würde ich mich in der Apotheke mal nach einem homöopathischen und pflanzlichen Anginamittel erkundigen und nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen.
      Begleitend dazu würde ich ihm das Spurenelement Zink (z. B. Unizink, rezeptfrei aus der Apotheke) geben. Denn Zink hat sich bei diversen Infekten bewährt, ist wichtig für das Immunsystem und die Schleimhäute. Außerdem wirkt es entzündungshemmend.

      Ich wünsche Deinem Kleinen gute Besserung!

    • (7) 09.08.18 - 17:28

      Hallo!

      Fast jeder Mensch hat einen Bereich, der regelrecht ein Schwachpunkt ist. Vielleicht ist das bei euch der Fall?
      Wenn dein Kind außer der Angina nichts hat und ein Eppstein-Barr-Virus/Pfeiffersches Drüsenfieber ausgeschlossen wurde, würde ich die nächste Angina ohne Antibiotikum richtig auskurieren, das Fieber, wenn es denn kommt, seine Erreger-abtötende Wirkung entfalten lassen und dann sehen was passiert. Ich bin mir sehr sicher, dass dein Kind dann sehr viel gesünder und stabiler ist.

      Meine drei Kinder bekommen keine Antibiotika und Rückfälle oder wiederkehrende Erkrankungen kennen wir gar nicht.

      Ich selber hatte als Kind gefühlt dauernd Mandelentzündung, sonst nichts. Die Mandeln sollten sogar rausoperiert werden. Aber das wurde nicht gemacht und als die Antibiotikagaben aufhörten nach der Empfehlung eines anderen Kinderarztes hörten die Entzündungen auch auf.

      Alles Gute euch!!

      Judith

      Ich hatte durch meine unentdeckte hausstaubmilbenallergie u.a. auch Mandelemzündung und mittelohrentzündung. Frag mich nicht, warum, vielleichtbdurch die dauerlaufnase.
      Kannst ja mal milbopax googeln. Erst der dritte Test war bei mir positiv.
      Alles gute, wird schon nichts schlimmes sein,

Top Diskussionen anzeigen