Wie sehr schadet der sog. "third hand smoke" meiner Tocher?

    • (1) 09.08.18 - 08:04

      Hallo ihr Lieben,
      ich hätte gerne mal eure Meinung zu folgendem Thema:

      Meine Schwiegermutter, die ich eigentlich sehr gerne hab, versteht sich super gut mit unserer Tochter (20 Monate) und wir sehen sie ca. 1x/Monat.
      Leider ist sie starke Raucherin schon seit ihrer Jugend. Sie würde nie in Gegenwart unserer Tochter rauchen oder in der Wohnung. Wenn sie raucht "versteckt" sie sich irgendwo draußen. Trotzdem stinkt sie danach einfach nach Rauch, aus dem Mund, von den Kleidern, Händen usw.
      Sie kommt dann oft direkt, nachdem sie eine Zigarette geraucht hat, meiner Tochter wieder sehr nah, nimmt sie hoch, küsst sie usw.
      Das letzte mal nach ihrem Besuch hat meine Tochter am Hinterkopf in den Haaren stark nach Rauch gestunken. Ich habe mich richtig geekelt!

      Gestern hatte ich dann einen Streit mit meinem Mann, weil ich ihm gesagt habe, er soll endlich mal mit seiner Mutter reden, weil wir beide das so eklig finden.
      Sie könnte sich wenigstens danach die Hände mit Seife waschen und sich die Zähne putzen oder einfach mal einen Nachmittag aufs Rauchen verzichten oder?

      Mein Mann, der eigentlich der gleichen Meinung ist wie ich, meinte dann, er kann ihr das doch nicht so einfach sagen oder das von ihr verlangen. Er drückt sich schon seit Monaten vor dem Gespräch mit ihr.

      Also, aus meinem Text ergeben sich nun zwei Fragen an euch :)

      1. Ist dieser sogenannte Third Hand Smoke, der überall an Rauchern haftet wirklich so schädlich für kleine Kinder? Oder übertreibe ich da vielleicht?

      2. Ist es wirklich nicht richtig von mir, von meinem Mann zu verlangen, mal mit seiner Mutter darüber zu reden, dass wir einfach nicht möchten, dass sie unserer Tochter nahe kommt, kurz nachdem sie geraucht hat?

      Wie ist eure Meinung zu dem Ganzen?

      Ich danke euch jetzt schonmal!

      • Hallo kali16,

        der Third Hand Smoke stellt kaut Studien durchaus ein gewisses Risiko dar.
        Natürlich ist es der Schwiegermutter schon anzurechnen, dass sie nicht in Anwesenheit des Kindes raucht, jedoch finde ich nicht, dass es zu viel verlangt ist wenn sie sich danach die Hände wäscht oder den Mund ausspühlt.
        Geh am besten ganz offen mit diesem Thema um und schilder gemeinsam mit deinem Mann eure Sorgen und Wünsche.
        Vielleicht hat sie bisher einfach noch nicht darüber nachgedacht, dass es der Kleinen schaden könnte, da man als Raucher selber den Rauchgeruch nicht so wahrnimmt wie Außenstehende.

        Wenn ihr nicht vorwurfsvoll sondern ganz sachlich an die Sache herangeht kommt ihr bestimmt zu einer gemeinsamen Lösung.

        Alles Gute!

        >>1. Ist dieser sogenannte Third Hand Smoke, der überall an Rauchern haftet wirklich so schädlich für kleine Kinder? Oder übertreibe ich da vielleicht?<<

        wenn du es mit Neuanschaffungen für die Wohnung und mit Klamotten auch so hältst, dass du diese, um dein Kind best möglichst zu schützen, so lange von deinem Kind fern hältst, bis keinerlei Ausdünstung o. ä. mehr vor handen ist, dann über treibst du nicht!

        >>2. Ist es wirklich nicht richtig von mir, von meinem Mann zu verlangen, mal mit seiner Mutter darüber zu reden, dass wir einfach nicht möchten, dass sie unserer Tochter nahe kommt, kurz nachdem sie geraucht hat?<<

        es geht doch nicht um richtig od. falsch, sondern darum, was du als Mutter für dein Kind möchtest.

        hier zum lesen, besonders die Unterhaltung unten drunter im Blog, sehr interessant

        http://scienceblogs.de/gesundheits-check/2016/02/06/thirdhand-smoke-eine-hypothetische-oder-eine-relevante-gefaehrdung/

        • Sorry, aber der Artikel ist unbrauchbar, weil es darin um Hausstaub in Wohnungen geht, in denen früher geraucht wurde - also etwa wenn man in eine Wohnung zieht, in der früher Raucher gewohnt haben, ohne dass dazwischen alles komplett renoviert wurde. Ganz andere Situation.

          • du, ich wider spreche dir nicht. Der Artikel ist unbrauchbar genau so wie die ganzen Untersuchungen zum Thema bisher. Weil eben nicht genug differenziert wird, Hauptsache eine neue Bedrohung der Gesundheit wurde gefunden und hat einen schönen englischen Namen. Klingts gleich viel wissenschaftlicher und wichtiger.

            Interessant finde ich die Unterhaltungen unter dem Artikel im Blog.

            • Naja, Hände waschen und ein paar Atemzüge, bevor man das Kleinkind auf den Arm nimmt können aber ziemlich sicher nicht schaden, oder?

              Ich war als Kind auch immer nur ein paar Stunden am Tag mit dem Qualm konfrontiert, mein Vater hat nur im Wohnzimmer geraucht, die Schlafräume und Kinderzimmer waren in einer anderen Etage, trotzdem war mein Asthma erst mal weg, als meine Eltern sich getrennt haben und ich nicht mehr jeden Tag Passivrauch abbekommen habe. Wenn ich so nachdenke, war ich an normalen Wochentagen selten mehr als 3 Stunden im Wohnzimmer, davon dürfte ich vielleicht eine Stunde gleichzeitig mit meinem Vater im Raum gewesen sein. Das hat aber gereicht, dass ich Asthma bekommen habe und auch unter dem Heuschnupfen deutlich schlimmer zu leiden hatte.

              Es gibt sicher ganz viele Menschen, die unempfindlicher sind, aber bei den wenigen, die sensibel reagieren, braucht es eben echt nicht viel.

              Als die Sache mit dem Passivrauchen in den 1990ern mehr ins Bewusstsein rückte, haben auch viele Menschen erst mal noch alles verharmlost (auch mein Vater). Heute sind dagegen Eltern, die in den Wohnräumen rauchen, eher die Ausnahme. Finde ich eine sehr positive Entwicklung.

              • ich finds ja auch gut, dass nicht mehr über all gequalmt wird! Und Hände waschen an sich find ich prima und es gibt bestimmt Menschen, denen öfters mal ne Mundspülung gut tut.

                Es soll auch nichts verharmlost werden, es soll aber auch nichts hoch gehypt werden.

                • Es kommt sicher auch auf den Umfang an. Bei einer Oma, die das Kind einmal im Monat ein paar Stunden sieht, habe ich auch wenig Bedenken. Wenn jetzt aber die eigenen Eltern qualmen wie die Schlote und dann das Kind mit dem Gesicht an den vollgerauchten Pulli drücken, der eine Stunde später schon wieder mit "frischem Rauch" nachversorgt wird, sieht das wiederum anders aus. Da wäre es dann schon sinnvoll, wenn man nach dem Rauchen schnell Sachen anzieht, in denen nicht der ganze Qualm drin hängt. Das ist zwar lästig, aber machbar, gerade, wenn man zu Hause ist.

                  Ich fand das bei meiner Schwägerin schon echt eklig, wenn sie ihren Säugling dann in den Pulli gedrückt hat, der wie ein kalter Aschenbecher gestunken hat.

      Hallo,

      wir reden hier von 1 mal im Monat!
      Meine komplette Familie war damals Starraucher, die Familie meins Mannes nicht. Ich habe darauf geachtet, daß im Beisein meiner Tochter nicht geraucht wurde, nicht in unserer Wohung und wenn wir in den Raucherwohnungen waren, wurde in der Zeit, die wir da waren, nicht geraucht. Eklig fand ich es zwar, aber die Sorgen, die Du Dir gerade machst, kann ich absolut nicht nachvollziehen.

      LG

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