Antidepressiva und Kiwu

    • (1) 19.08.18 - 17:14

      Hallo meine Lieben..
      Unsere Tochter ist mittlerweile 5 Jahre alt, und der kiwu nach einem 2 Kind wird immer stärker.
      Bevor ich 2013 schwanger wurde , nahm ich bereits venlafaxin 225 mg . Als ich schwanger wurde habe ich diese mit psychologischer Hilfe in binnen von 3 Tagen abgesetzt.

      In der Schwangerschaft ging es mir einigermaßen ganz gut ohne die Tabletten . Am Ende hin wurde ich nervöser und die Angst schlich sich wieder ein.

      Als meine tochter geboren war , ging es mir sehr schlecht. Nicht nur das ich ne anstrengende Geburt hatte , dazu kam dann als ich zuhause war eine Infektion mit Fieber und allen drum und dran . Außerdem bekam ich Angst alleine mit ihr zusein .

      Also begann ich mit Hilfe einer tagesklinik mit der Einnahme von venlafaxin und ich merkte das es mir wieder besser ging...

      Nun bin ich nur noch auf 75 mg und der Wunsch nach Kind Nummer 2 wird von Tag zu Tag stärker .
      Laut embyotox mit denen ich telefonisch Kontakt hatte , haben mir grünes Licht für eine Schwangerschaft mit den tabletten gegeben . Trotzdem hat man ein schlechtes Gewissen.

      Wem erging es auch so ?? Und hat villeicht auch während der Schwangerschaft Tabletten genommen.

      Liebe Grüße

      • Hallo.
        Ich bin nicht selbst betroffen, aber meine Cousine. Sie hat das gleiche Medikament genommen.
        Bei ihr begannen die psychischen Probleme aber erst nach der 1.SS. Es wurde immer schlimmer und deswegen bekam sie dann das Medikament. Sie hat immer wieder, mithilfe eines Psychologen, versucht, es abzusetzen, es aber nicht geschafft. Mit Eintritt der 2. Schwangerschaft, welche nicht geplant war, hat sie es jedoch von heute auf morgen abgesetzt. Und ihr ging es gut. Sie hat wegen Schwangerschaftsdiabetes ihre Ernährung umgestellt und ist viel gelaufen. Das tat ihr sehr gut.
        Ihr Kind wird jetzt 3 und bis jetzt ist alles ok.

        Ich selbst leide auch an einer Angststörung, habe sie aber Gott sei dank auch ohne Medikamente sehr gut im Griff..

        Vielleicht hilft dir der Gedanke, dass du es für das Baby machst und natürlich auch für dich. Es hilft ja oft, wenn man ein konkretes Ziel vor Augen hat.

        Auch wenn der Post schon ein paar Tage alt ist, möchte ich dir gerne antworten.

        Ich habe vor meiner Schwangerschaft amitriptilyn genommen. Da ich neben meiner Depression und angststörung, Probleme mit dem schlafen hab und an Weichteilrheuma leide, war dass das perfekte Medikament für mich. Mit dem Kinderwunsch habe ich beides in Rücksprache mit meiner Psycharterin abgesetzt. Die erste Monate lief es wirklich gut, aber in der 30. SSW nahm die Anspannung zu, ich bin nicht mehr in den Schlaf gekommen und hatte aus dem nichts, auch in sicheren Situationen Panikattacken. Darauf resultierte die depressive Spirale. Beides Dinge, die ich vorher sehr gut im Griff hatte. Habe dann in Rücksprache mit meinem FA und meiner psycharterin mit einer geringen Dosis ami wieder angefangen. Die beste Entscheidung. Meine Bohne war durch meine Anspannung auch sehr unruhig (teilweise 16 Stunden getreten, hohe Herztöne).
        Für mich war es die beste Entscheidung. Ich bin jetzt wieder auf meinem alten Stand, kann mich voll auf die Geburt und die Vorbereitungen konzentrieren und habe keine Panikattacken mehr.
        Ich habe mich am Anfang geweigert, aber jetzt ist es die beste Entscheidung gewesen.
        Auch ging es darum, durch zeitiges eingreifen eine Wochenbettdepression zu verhindern. Die kleine wird alle zwei Woche via Ultraschall untersucht und bisher ist alles top.
        Die Entbindung findet in einer Klinik mit Level 2 neo statt, dort sind alle informiert. Allerdings sagen sowohl Hebammen, Ärzte als auch psycharter aus deren TK, dass Probleme nach der Geburt mir Ami sehr, sehr selten sind. Es ist auch eins der vom Embrotox empfohlenen AD.
        Daher mache ich mir erstmal keine Gedanken.

        Ich wünsche dir alles gute

        Hallo,
        Ich habe Paroxetin 10mg bis zum 6.Monat genommen. Mein Sohn ist jetzt 8 Monate alt und es geht ihm gut :-)
        Leider musste ich auch vor 2 Monaten wieder mit dem AD anfangen.
        Ich versuche es einfach zu akzeptieren. Andere nehmen andere Medikamente. Mach dir nicht zu viele Sorgen, ich wuerde versuchen die kleinste Dosis zu nehmen wie möglich und dann klappt das schon!
        Ich werde es bei einer 2.Schwangerschaft wohl so machen....

      • Wenn du die Dosis sowieso schon so weit heruntersetzen konntest, wieso versuchst du nicht ganz darauf zu verzichten und auf pflanzliche Mittel umzusteigen. Auch dort gibt es viele verschiedene Produkte mit den unterschiedlichsten Wirkstoffen, da ist bestimmt etwas für dich dabei. Ich habe zB Sedariston genommen und kam damit sehr gut zurecht. Es besteht aus Johanniskraut und Baldrian. Allerdings weiß ich nicht, ob man es während der Schwangerschaft nehmen kann. Dort müsstest du dich am besten einmal in der Apotheke erkundigen. Dort kann dir auch weitere Auskunft gegeben werden. Ich würde es versuchen. Pflanzliche Mittel beeinflussen deinen Körper weitaus weniger als Psychopharmaka. Einen Versuch wäre es doch wert? Wenn du die Tabletten sowieso absetzen willst, dann kannst du dir ja eine pflanzliche Alternative holen, wenn du weißt, dass es ganz ohne über einen längeren Zeitraum nicht geht.

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