Kind nach MDV jeden Abend panisch – wie helfen?

    • (1) 26.08.18 - 14:02

      Hallo zusammen,

      meine Tochter, 9-Jahre, hatte vor 4 Wochen, als es dazu noch so affig heiß war, einen richtig heftigen Magen-Darm-Virus. Obwohl mir die Gefahr der Austrocknung bewusst war, haben wir es zu Hause nicht geschafft, den Flüssigkeitsverlust aufzufangen und haben sie in die Kinderklinik gebracht, als ihr Kreislauf zusammengebrochen ist.
      Sie war 2 Tage am Tropf in der Klinik. Und obwohl die Betreuung dort ausgesprochen liebevoll war und ich oder mein Mann auch die ganze Zeit bei ihr waren, belastet sie diese Erfahrung sehr.
      Sobald ihr Bauch irgendwie grummelt oder sich nach dem Essen voll anfühlt, wird sie panisch. Auch wenn es abends ins Bett gehen soll, steigert sie sich in das Angstgefühl hinein, dass der MDV wiederkommen könnte. Meine Tochter ist sowieso ein Kind, dass sich viele Gedanken um alles macht, und sie kann ihre Ängste auch gut verbalisieren.
      Ich selbst war als Kind und Jugendliche auch emetophobisch und verstehe den Kreislauf, den das Kopfkino auslöst nur zu gut. Obwohl wir viel reden, schaffe ich es nicht, ihr die Angst zu nehmen.
      Habt ihr Tipps für mich, wie wir ihr helfen können? Oder sind 4 Wochen einfach noch zu kurz, eine solche Erfahrung wegzustecken? Wer hat mit seinem Kind ähnliches erlebt und wie hat das Kind wieder Vertrauen zu seinem Körper gewonnen?

      Danke im Voraus
      LG Sabine

      • Da hilft nur die Zeit und das Wissen, dass alles gut geht bzw. gegangen ist, denke ich.

        Ich würde ihr immer wieder sagen:" Weißt Du, selbst wenn Du das noch einmal bekommst, es war nicht schön, aber es ist alles gut gegangen und Du bist wieder gesund geworden, oder?!"

        Ich habe als junge Erwachsene MS bekommen und saß mal einige Wochen im Rollstuhl, halbseitig gelähmt. Das haben wir nach zwei Jahren "besiegt" und ich bekam keine Schübe mehr.
        Dummerweise hatte ich einige Jahre später (bis heute) immer mal einen eingeklemmten Nerv an der Wirbelsäule - was wiederum erneut zu kleinen Lähmungserscheinungen im Fuß führt.
        DAS hat mich natürlich wieder getriggert - bis ich mich selbst erinnert habe, dass ich das hinbekomme, selbst wenn es wieder die MS wäre...
        Ich bin nach wie vor aufmerksam, aber ich habe keine Angst mehr.

        LG, katzz

        Hallo,

        Ich hatte mir von einer Weiterbildung so einen feinen Virus mitgebracht. Der Gurkensalat auf nüchterne Magen tat dann so einiges um für ordentlich Durchmarsch zu sorgen.
        Ich habe mir dann darmbakterien geholt aus der Apotheke. Die gibt es als Beutel zum einrühren mit zehn verschiedenen Kulturen zum Aufbau der schleimhäute.

        Vielleicht ist das ja eine Idee wenn ihr ihr jeden Tag so ein beutelchen gebt.

        Viele Grüße geli

Top Diskussionen anzeigen