Kehlkopfentzündung

    • (1) 16.09.18 - 19:59

      Hallo,
      meine Tochter ist 6 Jahre alt, seit 14 Tagen ein Schulkind.
      Jetzt hat sie eine Kehlkopfentzündung, sie ist stockheiser und kann nur flüstern.

      Wenn ich google finde ich nur Artikel zum Thema Pseudokrupp. Einen solchen Anfall hatte sie (aber leicht und kurz) in der Nacht zu Samstag.

      Aber heute kann sie immer noch nicht sprechen. Halsschmerzen sind wohl besser

      Ich habe sie mit Soledum-Balsam inhalieren lassen, Salbeitee zu trinken gegeben. Warme Milch auch, allerdings ohne Honig, den mag sie nicht.

      Habt ihr noch Ideen? Bisher nützt alles nix.

      Und wann schicke ich sie wieder in die Schule? Dazu hat die Kinderärztin am Freitag nix gesagt - im Netz lese ich jetzt, das könne 1-3 (!) Wochen dauern.... ?? Das wäre ja fast bis zu den Herbstferien!
      Aber solange sie nicht sprechen darf, kann sie doch nicht zur Schule gehen, oder?

      Ratlose Grüße.

      • (2) 16.09.18 - 20:08

        Warum kann sie nicht zur Schule, wenn sie sich sonst gut fühlt?

        Sprechen ist halt erst mal nicht, aber sie kann ja noch zuhören/schreiben und war anwesend.

        Wenn sie kein Fieber oder Schmerzen hat, dann würde ich sie bringen.

        • Da hast du natürlich im Prinzip recht - aber meinst du, eine 6jährige kann das? Auf dem Schulhof nicht reden? Bei all den vielen, neuen Kindern?
          Bis sie allen erklärt hat, dass sie nicht reden darf, ist die Stimme doch schon völlig kaputt (falls kaputter überhaupt geht - und falls man sie versteht...)

          Ich hab einfach Angst, dass da Stimmschäden zurückbleiben, wenn sie Ire Stimme nicht schont.

          Wir müßten dann mit den Lehrern sprechen, dass sie nicht sprechen darf. Und mit den Erziehern in der anschließenden Betreuung. Wenn es nur um 3 Tage ginge, wäre mir das eher zuviel Aufwand (bis ich auch die Erzieher erreicht habe...), da würde ich sie einfach Zuhause lassen. Aber bei 3 Wochen....??

          Danke für deine Einschätzung!

          • Mir sind zwei Fälle von Kehlkopfentzündung bekannt, vor vielen Jahren. Die Patienten haben ihre volle Stimme nie mehr zurück bekommen. Daher hab ich Respekt vor dieser Krankheit. Es waren allerdings Erwachsene.

            Ich würde sie nicht in die Schule schicken, bis sie wieder gesund ist.

            Auch würde ich mal nach dem Immunsystem schauen. Und natürlich den Vitamin D Spiegel bestimmen lassen - er ist das A und O beim Immunsystem. Wenn der Spiegel gut ist, hat der Körper Abwehrkräfte und bekommt eher selten Erkältungskrankheiten, wenn überhaupt dann harmlose.

            Schule nach Einschulung ist Stress und das schwächt die Abwehrkräfte. Auf keinen Fall in die Schule mit Kehlkopfentzündung.

            • Danke für deine Antwort.
              Ich hatte selbst schon Kehlkopfentzündung und es muss nicht immer so schlimm ausgehen: ich durfte zwar auch lange überhaupt nicht sprechen, die Stimme war aber anschließend wieder voll funktionsfähig.
              Schlimmer war v.a. für mich als Musikerin, dass das einige Jahre lang immer wieder kam: jede starke Erkältung schlug sofort auf die Stimme...

              Mir ist also schon ziemlich wichtig, dass das gut ausheilt. ..

              Nach dem Vitamin D zu gucken wäre mir jetzt am Ende des Sommers gar nicht in den Sinn gekommen... Danke.

              • Stimmt, am Ende des Sommers ist der Vitamin D-Wert normalerweise am höchsten über den Jahresverlauf hinweg gesehen. Ausreichend hoch kann er aber nur dann werden, wenn Sonnenschutzcremes vermieden werden und viel Mittagssonne auf viel Hautoberfläche trifft (natürlich nicht so viel, dass dabei Sonnenbrände entstehen). Um das Vitamin D zu verstoffwechseln benötigt der Körper aber auch Vit. K2, das in grünen Blättern wie Kohl, grünen Salaten und in Kichererbsen enthalten ist. Manche Menschen mögen kein "Grünzeug", das hat Auswirkungen auf den Vit. D Stoffwechsel.
                Derzeit geht die Jahreszeit zu Ende, in der in unseren Breitengraden Vit. D auf der Haut gebildet werden kann. Manche haben jetzt schon schwere Infekte, das nimmt epidemieartig zu bis März/April.

                • Ah, spannend.
                  Unsere Tochter ißt sehr gesund, aber da wir in diesem Sommer nicht in Skandinavien waren, haben wir deutlich mehr Sonnencreme benutzt als sonst. Gerade zur Mittagszeit.
                  Und bis zu den Ferien hat sie 2 Jahre im Kindergarten Mittag gegessen. Da gab es natürlich nicht ganz so viel "Grünzeug" wie Zuhause.
                  Evtl fangen wir dann in diesem Winter wirklich früher mit Vitamin D an als sonst. Grünzeug kann man ja dann dazu essen ;-)

                  LG!

                  • Das ist ein riesen Problem mit der Sonnenschutzcreme. Sie verhindert ab Faktor 8 komplett die Bildung von Vitamin D auf der Haut, und angeboten wird sie nur mit höheren Schutzfaktoren. Aber auch bei niedrigeren als Faktor 8 würde die Bildung des Sonnenhormons stark eingeschränkt.

                    Mittagssonne brauchst du deswegen, weil du mindestens einen Einfallswinkel von 45° brauchst, und außerdem möglichst klaren Himmel, um das Vitamin bilden zu können.

                    Das heißt, solche Sonnenstunden sind ohnehin schon gezählt (knapp), und genau dann halten wir uns im Schatten auf oder benutzen Sonnencreme.

                    Die Folge ist, dass der leere Vitaminspeicher über den Sommer nicht aufgefüllt werden kann, und somit die schweren Erkältungskrankeiten schon im Spätsommer beginnen, wie man jetzt bei einigen feststellen kann.

                    Wenn du Vitamin D supplementieren möchtest, bedenke dass ein Erwachsener von 70 kg eine Erhaltungsdosis von rund 6.000 IE pro Tag benötigt. Die allgemein verbreitete Dosieriungsanleitung von nur 1.000 IE pro Tag ist falsch. Das ist die Dosis, die man einem Säugling verabreicht. Wenn du einen Mangel auffüllen möchtest, reicht keine Erhaltungsdosis. Dann brauchst du mindestens 10.000 IE, eher 20.000 IE über 4-6Wochen, pro Tag.

                    Wenn man nichts macht, sinkt der Vitamin-D-Speicher innerhalb von wenigen Wochen neblig-trüben Herbstwetters auf wiederum die Hälfte. Deswegen haben rund 80% der Kinder in Deutschland nachweislich Vitamin-D-Mangel.

      Hallo,

      Ich hatte das vor knapp zwei Jahren und dann erfahren dass es gar nicht so selten ist. Bei mir kam die entzündung von einer Erkältung. Von meiner Ärztin bekam ich erstmal für zwei Wochen einen Krankenschein ( vom Arbeitgeber daraufhin Ärger) und die Auflage den Mund zu halten sowie Kühle Getränke und ein Asthmaspray. Ich habe den Krankenschein auf Empfehlung meiner Ärztin um nochmals eine Woche verlängert und hatte danach auch Schonung der Stimme.
      Wenn deine Tochter generell ein eher ruhiges Kind ist währe zu überlegen ob nach Absprache mit dem Arzt eine beschulung nach einer Gewissen Zeit möglich ist wenn sie mündlich nicht dran ist. Bei meiner Tochter würde das nicht klappen denn sie hat als jüngste bei uns das lauteste mundwerk 😉.

      Viele Grüße geli

      • Meine Tochter ist nicht gerade wild, aber ich fürchte trotzdem, dass sie in der Schule nicht den Mund halten könnte - gerade auf dem Schulhof und in der anschließenden Betreuung.
        Es ist ja erstmal alles neu und sie muss die anderen Kinder erst kennenlernen.

        Und wie lange merkt man sich als Lehrer, dass ein Kind von 30 nicht sprechen darf? Drei Tage? Wenn sie jedesmal daraufhin weisen muss, spricht sie ja doch.

        Ich denke, wir lassen sie jetzt erstmal eine Woche Zuhause und sprechen mal mit den Lehrern... Zumindest wird sie nicht viel verpassen, sie ist eher mit zu großen Vorkenntnissen eingeschult worden... ;-)

    (12) 17.09.18 - 07:21

    Solange sie nicht gesund ist, würde ich sie daheimbehalten. In der 1. Klasse kannst du doch leicht den Stoff mit ihr nachholen. Mit deiner Arbeit ist es natürlich doof, kein guter Schulstart :-(.

    • Ja, genau, am blödesten ist das für unsere Jobs.
      Aber je länger ich jetzt darüber schreibe desto klarer wird mir auch, dass es darum nicht gehen sollte.

      Also ist hier erstmal Notstand angesagt... und viel inhalieren.

      Schwerer wird die Entscheidung vermutlich nächste Woche - wenn sie wieder einigermaßen sprechen kann, aber sich noch schonen soll...

      LG!

Hallo,

unser Kleiner hatte immer Kehlkopfentzündungen im Zusammenhang mit pseudokrupp.

Der Kia verschrieb die Globolis „Spongia D12“.

Bei ihm folgte auf dem Kehlkopf dann immer ein fiebriger Infekt, so war er immer eine Woche ausgeknockt! Mit zunehmendem Alter hat sich das gebessert.

VG

Top Diskussionen anzeigen