Ich habe panische Angst vor dem Blut abnehmen!

    • (1) 18.09.18 - 21:06

      Ich bekomme noch die Krise. Morgen früh gehe ich zum Hausarzt. Routine Kontrolle, ich soll Urin mit nehmen. Kein Problem! Aber die Blutabnahme! Treibt mir Tränen in die Augen. Ganz ehrlich, ich habe wahnsinnige Angst davor, könnte gerade nur weinen und mir wird - ohne Spaß - schlecht wenn ich an morgen denke. Ich hätte diesen Termin schon vor 2 Monaten gehabt, habe aber in letzter Minute abgesagt weil ich so Angst hatte. Dieses mal muss ich es durchziehen, weil auch mein Freund mit kommt. Er lässt sich auch untersuchen. Ich sehe mich dort schon zusammen klappen. Habt ihr irgendwelche Tipps und Tricks???

          • Ich habe es schon hinter mir, kurz vor 8 war es soweit. Und ja, es kam so wie ich dachte. Prinzipiell war die Praxis bumvoll. Alle extra da wegen Blut abnehmen. Die Ärztin war unter Stress und es musste alles schnell gehen. Sie war sehr lieb wie immer und sah mir die Nervosität an. Sie sagte nur ich soll mich bitte zusammen reißen, im Nebenzimmer liegt schon ein kollabierter Mann. Na toll ^^. Mein Freund war bei mir hielt meine Hand. Und dann der Pieks. Ich habe alles versucht, mich abgelenkt zum Fenster gesehen. Aber mir wurde trotzdem total schlecht, heiß, kalt, mir wurde schwummrig. Es war echt knapp. Am Weg zum Auto war ich kurz davor mich auf die Straße zu legen weil mir sooo schwindelig war. Wir sind dann die paar Minuten nach Hause gefahren. Ich habe mit Mühe ein paar schlucke Cola getrunken. Und bin dann wieder schlafen gegangen. Mein Freund hat mir erzählt, dass ich die ganze Zeit weiß im Gesicht war. Es war einfach nur grauslich. Genau davor hatte ich solche Angst. Ich bin froh dass es vorbei ist.

            • Wenn du dabei kollabierst, musst du dich immer während der Blutabnahme hinlegen. Das mach ich prinzipiell so. Dann kann ich nicht umfallen und auch die Arme können im Liegen besser fixiert werden. Danach kann man einige Zeit liegenbleiben, bis es einem wieder gut geht.

    Ich hab letztens die Ärztin um was für meine Hände gebeten. Das half. Igelball, plüschtier, ne Figur, irgendwas und offen die Angst gestehen.

(11) 18.09.18 - 23:49

Ich habe zwar keine Angst, aber trotzdem finde ich es nicht angenehm. Ich finde es immer gut, wenn mit mir gesprochen wird. Du kannst ja auch was erzählen. Schon bist du abgelenkt. Du kannst dir auch mit der anderen Hand ins Bein zwicken, dann denkst du an diesen Schmerz und merkst den Pieks gar nicht. Vielleicht hilft dir auch, wenn du in einem Ohr einen Kopfhörer hast und deine Lieblingsmusik anhörst.

Du schaffst das.

(13) 19.09.18 - 07:47

Es dem Arzt vorher sagen. Ich sage immer: Ich kann kein Blut sehen und mir wird schlecht davon. Er soll mich weggucken lassen. Und egal, wo er es macht. Ich muss liegen bleiben dürfen, weil ich sonst nachträgliche umkippe. Wenn ich das so deutlich sage, sind sie meist doch wachsam und einfühlsam.

Letztens musste mir ein Zahn gezogen werden. Der erste in meinem Leben. Ich weiß nicht....ich hab das Jahre raus gezögert. Letztendlich habe ich auch diverse Betäubungsspritzen gebraucht. Und dann kam auch so eine lustige Schwester im Anschluss rein geplatzt und meinte, ob ich bitte das Behandlungszimmer wechseln könnte. In dem Raum sei ein Gerät, dass sie für einen anderen Patienten einsetzen wollen.

Normalerweise würde ich sofort wechseln, aber ich habe sie angesehen und ihr gesagt, dass ich allen Beteiligten im Vorfeld genau gesagt habe, dass ich danach nicht mehr aufstehen kann, ohne unzufallen. Und dass ich deshalb hier liegen bleiben werde, bis alles überstanden ist... bis ich merke, dass es wieder geht.

Sie war etwas pissig, aber es hat sich dann doch schnell eine andere räumliche Lösung für den Patienten ergeben, weil es noch ein weiteres Gerät gab.

Ich kann dir nur den Rat geben dazu zu stehen, alle zu formieren und dich ernst zu nehmen. Die meisten Ärzte sind dann verständnisvoll.

Ich sage auch manchmal an der Rezeption, dass sie mir jetzt besser gleich den nächsten Kontrolltermin aufs Auge drücken, weil ich es sonst ewig vor mir herschieben werde, weil ich ein Ärzte KH Spritzen Blut Trauma hab.

Und das haben sich einige schon gemerkt und nageln mich dann terminlich immer gleich fest, wenn sie mich zu fassen bekommen.

😋 Das hilft mir dann wiederum mich zu überwinden. Über die Jahre bin ich etwas ruhiger dadurch geworden. Was hilft es. Jeder hat seine Schwächen. Das ist eben deine.

  • (14) 19.09.18 - 11:32

    Danke, ich habe die Ärztin informiert. Leider musste alles schnell schnell gehen weil das Wartezimmer so voll war wie noch nie, alle Patienten zum Blut abnehmen. Das Bett im Zimmer war leider mit Sachen vorgestellt. Es gibt zwar einen 2. Raum mit Bett, aber dort lag schon ein kollabierter Mann. Ich saß also am Sessel. Die Annahme vergib schnell, aber ich muss sagen es war extrem knapp. Ich musste mich fast übergeben und am Weg zum Auto wollte ich mich am liebsten auf die Straße legen. Zuhause bin ich wieder schlafen gegangen, jetzt geht es mir wieder gut :-)

(15) 19.09.18 - 11:29

Bei mir war das auch mal so schlimm. Es ist noch immer nicht ideal, aber es geht.

Mir hat es geholfen, das vorher mit der MTA, die das Blut abnahm, zu besprechen. Und ich lasse mir auch heut nur im liegen Blut abnehmen, weil ich sonst zusammen Klappe. Angst bewusst machen und damit arrangieren - das hilft schon viel :)

  • Da das Wartezimmer bumvoll war war leider keine Zeit viel zu besprechen. Es ging alles schnell schnell, Bett war keines frei. Es war wirklich der Horror, aber jetzt nachdem ich geschlafen hab ist alles wieder gut.

(17) 19.09.18 - 13:38

Hast du Angst vor einem Ergebnis oder vor dem Abnehmen selbst?

Bei mir war es immer die Nadel und das Abnehmen an sich.
Trauma dabei erlebt als Kind.

Besser wurde es, seit ich ernst genommen worden bin durch die Arzthelferin und auch mich selbst ernst nehme damit.

Ganz viel geholfen hat, die Häufigkeit in der Schwangerschaft und eine superspitzenkraft, die das gemacht hat.

Darauf aufbauend habe ich gelernt
Atemübungen, Entspannungsübungen
in Absprache mit dem Arzt vorher viel trinekn (nur Wasser, aber einiges).

Wenn ich aus Angst nichts trinke, wird die Ader nicht gefunden und dann gehts rund.
Wenn ich viel Wasser trinke, wird die Ader besser gefunden, tut nicht so weh
und mit jedem "nicht traumatischen" Erlebnis, das einigermaßen gut verläuft, wird es bei mir besser.

Manchmal bekomme ich noch Panik. Dann hauen auch die Adern ab, sind nicht mehr zu finden. Dann brauche ich eine super Arzthelferin mit Geduld (leider selten geworden), Geduld und mir die Erlaubnis an mich selbst: ich DARF ohnmächtig werden.

1. die Angst davor machte es sonst noch schlimmer
2. wenn ich ohnmächtig werden würde, bekäme ich das abnehmen ja nicht mehr mit.
Das Problem war eher das Trauma dahinter.

Inzwischen spreche ich meine ANgst auch offen an.
wenn eine Person so gar nicht damit umgehen kann, lasse ich sie auch nicht an mich ran (würde es nur wieder verschlmmern)
wenn ich ernst genommen werde und die Sympathie passt, klappt es inzwischen besser.

War ein langer Weg.


Weißt du, was die Ursache bei dir ist?

  • (18) 20.09.18 - 08:30

    Ich habe nicht Angst vor dem Ergebnis oder dem Stich, den spüre ich eigentlich gar nicht. Bei mir geht es rein darum dass ich das nicht vertrage. Mein Kreislauf sackt total ab. Das war schon in der Schwangerschaft so. Und gestern wieder, enorme Übelkeit, Schwindel, ... Ich weiß ja dass mir durchs Blut abnehmen nichts passiert und dass das etwas normales ist. Aber, ich vertrage es wie gesagt nicht. Ich war gestern den ganzen Tag nicht so richtig "da", bin dann sogar schon um 20 Uhr schlafen gegangen und hab durch geschlafen bis 7.
    Ich glaube nächstes mal werde ich einfach darauf bestehen mich hinzulegen. Hoffentlich ist jetzt wieder eine Zeit lang Ruhe ^^

    • (19) 20.09.18 - 13:09

      Weißt du woher das mit dem Blut absacken kommt?

      Bei mir passiert das vor allem deswegen, weil ich beim Thema Blut abnehmen ein Trauma dahinter stecken habe. DA reagiert mein Körper so, wie es mein Kopf so gar nicht will.

      Was sagen die Ärzte wegen Kreislauf und Übelkeit?

      Wenn ich das dazu sage, sagen die meisten sofort: "Dann legen Sie sich besser hin, bevor Sie uns hier noch umkippen".

      Ein Arzt riet mir deswegen auch dazu, viel vorher zu trinken. Das macht die Adern besser zu finden und stabilisiert den Kreislauf. Es sollte Wasser sein, um die Werte nicht zu verfälschen, aber völlig nüchtern geht Kreislauftechnisch schief.

      • (20) 20.09.18 - 20:37

        Ich vermute bei mir einen relativ normalen Blutdruck, aber mit Hang zum niedrig... Schlechte Erfahrungen habe ich eigentlich keine.
        Ich war das letzte mal vor 2 Jahren beim FA Blut abnehmen. Da durfte ich mir anhören dass ich mich nicht so anstellen soll, immerhin hab ich ein Kind geboren. Während der ss vor 7 Jahren nahm ich die Blutabnahme einfach so hin, klar was tut man nicht alles fürs Baby! Gestern war die Ärztin wie gesagt unter Stress. Sie sagte nur dass ich ruhig atmen soll. Ich glaube schon, dass sie mich ernst genommen hat. Immerhin lag nebenan ein kollabierter Mann ^^. Aber ich glaube wer das selbst nicht kennt kann das gar nicht wirklich nachvollziehen.

        • (21) 20.09.18 - 20:42

          Schwierig.
          Chronisch niedrigen Blutdruck habe ich auch. Da kippe ich eher um, wenn er mal "normal" Werte hat.

          Hoffe du findest bald eine Lösung oder etwas, das es dir erleichtert.

          Oje, Stress versetzt mich in Stress. Wenn ich merke, dass jemand bei der Blutentnahme gestresst, geht's bei mir rund, bevor ich begreife was los ist. Hinlegen hilft da schon was, ein bisschen.

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