Haltbarkeit Zahnversiegelung?

    • (1) 26.09.18 - 12:33

      Hallo,
      kennt sich jemand aus mit Zahnversiegelung bei Jugendlichen ( 12 Jahre) ?
      Mir ist gerade die Rechnung von der Zahnversiegelung von meinem Sohn ins Haus geflattert.
      Darauf ist mir aufgefallen das im April sechs Zähne versiegelt wurden und
      jetzt im September stehen die gleichen Zähne schon wieder auf der Rechnung drauf.
      Dazu die zwei fehlenden die im Frühjahr nicht gemacht worden sind.
      Sollte so eine Versiegelung nicht länger wie ein halbes Jahr halten?

      Mir kommt das ein bisschen so vor, als würde der Zahnarzt es ausnutzen, wenn man dieser Behandlung zustimmt. Zusammen mit Fluor Protector kommt das ganz schön was zusammen.

      Lasst ihr diese Versiegelung bei Euren Kindern machen?

      LG
      Sonja

      • (2) 28.09.18 - 16:48

        Nein. Eine Zahnärztin hat mir gesagt, sie macht das nur bei frisch durchs Zahnfleisch gebrochenen Zähnen. "Alte" Zähne könne man nie so reinigen, dass man nicht in die Gefahr läuft, dass man Kariesherde in die Fissuren reinversiegelt.

        Ich finde das logisch.

        LG

        Fissurenversiegelungen haben eine sehr unterschiedliche Haltbarkeit. Das hängt damit zusammen, dass man nur etwas „ auf den Zahn auflegt“ ( einen sehr flüssigen Kunststoff) und nicht den Schmelz zuvor anschleift. Es gibt Kinder, die schon Wochen später Teile der Versiegelung verloren haben und manchmal sieht man andererseits junge Erwachsene mit noch intakten Versiegelungen. Gesetzlich geregelt ist die „ Mindesthaltbarkeit“ im Gegensatz z. B. wie bei Füllungen oder prothetischen Arbeiten nicht.
        Ich bin insgesamt kein großer Fan von Fissurenversiegelungen. Ist die Kaufläche versiegelt, ist es schwerer bis unmöglich zu sagen, was sich darunter abspielt. Hinzu kommt, dass eben NUR die Kaufläche versiegelt wird und die Approximalräume( also die Flächen zwischen den Zähnen) ungeschützt sind und die Karies sich häufig dort entwickelt.
        Es gibt nur relativ wenige Eltern denen ich dazu rate: Bei Kindern, deren Fissuren( die „ Täler“auf der Kaufläche) so steil sind, dass deren Grund von keiner Zahnbürste erreicht werden kann und bei Kindern, wo ich der Ansicht bin, es müsste „ Schadensbegrenzung „ betrieben werden, weil es mit der häuslichen Zahnpflege und der Auswahl der Nahrungsmittel so gar nicht klappt und es auch nicht sicher ist, ob und wann man die Familie wiedersieht.

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