AU bei Rückenproblemen?!

    • (1) 13.10.18 - 11:48

      Hallo ihr Lieben,

      Seit Jahren lebe ich mit einer diagnostizierten Vorwölbung einer Bandscheibe der HWS. Es wurde nie behandelt und war anscheinend nur ein Zufallsfund beim MRT.
      Mittlerweile habe ich derbe Probleme mit Schmerzen im Nackenbereich, ausstrahlend in den rechten Arm bis hin zu zeitweise Kribbeln und Taubheitsgefühl vorwiegend in der rechten Hand bzw. Den Greiffingern. Mittlerweile kam es auch schon mal links vor. Der rechte Arm ist massiv bewegungseingeschränkt. Nach hinten bewegen oder Druck/Gewicht auf dem Arm... alles nur noch sehr schmerzhaft.
      Ich bin zusätzlich schwanger.
      Meine Gyn meinte, da drücke etwas auf die Nerven und vermutet Prolaps HWS.
      MRT oder CT macht kein Arzt hier in der Nähe bei einer Schwangeren. Auch Orthopäden trauen sich da nicht dran. Habe Physio verschrieben bekommen, wobei auch nur eine Praxis in der Stadt Physio bei Schwangeren macht.

      Die Schmerzen werde ich mittlerweile gar nicht mehr los, auch über Nacht nicht. Nach der Arbeit (9h Bürojob) kann ich mich kaum noch bewegen.
      Montag soll ich beim Hausarzt vorstellig werden. Ich hadere, ob der mich wohl krank schreibt?! Und wenn ja, wie lange.
      Auf der Arbeit ist die Hölle los, egtl kann ich da gerade gar nicht ausfallen....

      Was meint ihr, auf was muss ich mich einstellen?

      • Du solltest an dich denken. Wenn du starke Schmerzen hast, kannst du doch auch nicht gewissenhaft deine Arbeit erledigen oder? Da ist man doch dann weniger konzentriert und damit ist niemanden geholfen.

        behandlungsbedürftige Rückenschmerzen (noch dazu mit Krankheitsvorgeschichte) sind wohl eine klare Indikation für eine AU.

        Huhu...
        also gehe davon aus, dass Du eine AU bekommen wirst, da Du (behandlungsbedürftige) Schmerzen hast.
        Bei mir war es in der ersten SS so, dass ich bereits ab der 18. SSW starke Rückenschmerzen bekam, die täglich schlimmer wurden und sich wirklich von Kopf bis Fuß ausbreiteten. Erst war es die LWS, dann die BWS und nachher wirklich von Kopf bis Fuß).
        Ich hab auch bereits eine Vorgeschichte (3 Bandscheibenvorfälle, Wirbelbrüche etc.)
        Aufgrund der SS konnte auch kein MRT gemacht werden, mein Physiotherapeut vermutete einen erneuten BSV.
        Der Hausarzt hat mich ab der 22. SSW krank geschrieben und ich bekam eine Überweisung zum Orthopäden, der mich weitere 2 Wochen krank schrieb, dann aber meinte, dass die Schmerzen schwangerschaftsbedingt wären (er könnte ja keine Diagnose stellen 😬) und der Frauenarzt zuständig wäre. Ich war also ab der 22. SSW bis zum Schluss krank geschrieben - konnte mich nur noch mit Gehhilfen (ein paar Meter) fortbewegen und hatte wirklich die Schmerzen meines Lebens.
        Nach der Entbindung war alles weg. Auch wenn ich es nicht glauben wollte, hat scheinbar tatsächlich das Kind die Schmerzen verursacht und mir sämtliche Nerven im Rücken abgedrückt.

        Bei meiner zweiten Schwangerschaft war alles gut.
        Solange Du solche Schmerzen hast, wirst Du auch krank geschrieben werden. Ich hätte auch niemals arbeiten können (hätte mich um 20 Kinder kümmern müssen - geht gar nicht). Aber vielleicht bekommst Du auch eine gute Therapie, so dass es Dir bald besser geht?!? Ich habe damals alles versucht - Physiotherapie, Massagen, Osteopathen - es hat leider nichts geholfen.
        Gute Besserung und eine schöne Schwangerschaft wünsche ich Dir. 🍀

        • Oh Hilfe, das klingt schrecklich!

          • Danke... ja es war WIRKLICH schrecklich. Aber das Gute war, dass es danach ganz schnell vergessen war als die Kleine da war. In der SS hab ich aber jeden Abend auf dem Sofa gelegen und geheult, war 3 Mal in Krankenhaus, weil ich es nicht mehr aushielt (durfte ja auch keine Schmerzmittel nehmen). Aber wie gesagt - es ist schnell vergessen und hat mich nicht von einer erneuerter SS abgehalten - wo ja zum Glück auch alles gut war. Aber es waren wirklich grausame Monate.

            Aber bei Dir kann es ja vielleicht behandelt werden oder muss nicht schlimmer werden. Und ich würde mich solange krank schreiben lassen wie es Dir schlecht geht und Du Schmerzen hast. Mein Frauenarzt hat das von sich aus gemacht ohne dass ich was sagen musste. Es wäre auch nicht anders gegangen. Da sollte man an sich und das Baby denken und nicht die Arbeit. LG

      Ich kann dir keine wirkliche Antwort geben. Aber ich würde tatsächlich ein BV ansprechen. Du und dein Kind, ihr seit wichtiger als der Job....

      Ich wünsche dir alles Gute!

      • Ach und vielleicht kannst du dich Tapen lassen. Das half mir gut.... mir zwickte der Ischias...

        Huhu...ich vermute ein BV wird schwierig werden bei einem Bürojob. Es muss ja Gefahr für Mutter und Kind bestehen durch die Arbeit und das ist glaube ich schwer durchzusetzen.
        Ich arbeite an einer Schule als päd. MA und hätte auch kein BV bekommen können. Ich musste mich bis Ende der SS krank schreiben lassen. Finanziell natürlich richtig doof. Liebe Grüße

        • (10) 14.10.18 - 10:59

          Ich hatte im Büro Probleme mit dem Ischias und dem unteren Rücken und bekam ein TeilBV. Es soll ja auch nicht zum Nachteil sein. Langzeit krank bedeutet ja längerfristig weniger Geld.

          • Oh dann hattest Du Glück.
            Ich hätte kein BV bekommen - warum auch immer. Ich habe also nach den 6 Wochen Lohnfortzahlung nur Krankengeld bekommen bis zum Mutterschutz, was sich natürlich auch auf die Berechnung des Elterngeldes negativ ausgewirkt hat.
            Rückblickend weiß ich nicht, ob ich Erfolg gehabt hätte wenn ich für ein BV gekämpft hätte. Mein FA sagte nur, dass er keines ausstellen kann und bei der Arbeit ebenso.
            Habe es dann so hingenommen und wollte keinen Ärger.
            Aber natürlich wäre das die beste Vatiante - vor allem finanziell.
            Ich musste auch jede Woche bzw. alle 2 Woche zum Arzt fahren um die AU zu verlängern... LG

            • Ich glaub dann hattest du eher Pech. Ich würde auf jeden Fall den FA darauf ansprechen. Man kann auch den Hausarzt fragen.

              Genau weil dann eben das Krankengeld kommt und das Elterngeld dadurch schrumpft ist es ja extrem blöd.

              Ich ging dann noch 6h tgl zur Arbeit bei altem Lohn. War völlig ok. Hab zwischendurch eine lange Pause gemacht. Bin viel Spazieren gegangen.

              Naja.

              An die TE: fragen kostet ja nix. Wenn der Arzt nicht von selbst drauf kommt.... notfalls zum HA/FA.... vielleicht kann sogar ein Orthopäde sowas erteilen.... 🤷‍♀️

              • Huhu...ja ich denke auch, dass ich hätte nachbohren sollen und mich nicht mit einem „ein BV darf ich nicht aussprechen“ meines FA hätte abspeisen lassen sollen.
                Der Orthopäde hat mich ja auch nur noch an den FA verwiesen, weil er ohne MRT keine Diagnose stellen konnte und meinte, es müssten SS-bedingt sein und dafür wäre er nicht zuständig. Naja...dumm gelaufen.


                Aber ich wünsche der TE viel Glück und gute Besserung. 🍀🍀🍀

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